Neues um die unendliche Geschichte vom Jülicher Atommüll

Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass die USA bereit wären, den Jülicher Atommüll zu übernehmen. Er soll dann nach Savannah River Site in South Carolina, USA, verbracht werden.

René Benden kommentierte dies in den
Aachener Nachrichten vom 22.12.2017:
„Castoren in die USA? Da war doch mal was.
Mit der Bereitschaft, den Jülicher Atommüll aufzunehmen, haben die amerikanischen Behörden eine Tür geöffnet, die für viele als längst versiegelt galt, wenn es um die delikate Frage ging: Was wird aus den radioaktiven Hinterlassenschaften der Jülicher Nuklearforschung? . . .“ . . . weiterlesen bei => www.aachener-nachrichten.de

Wir verweisen noch einmal ausdrücklich auf die Westcastor-Resolution.

Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“:
„Der notwendige Neubau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich wird mutwillig verschleppt. Bund und Land schauen zu. Wir fordern vom FZJ die Übernahme der Verantwortung und den sicheren Verbleib des strahlenden Mülls in Jülich bis es ein Endlager gibt.“
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siehe zum Thema auch =>
Übergabe eines Statements an Bundesumweltministerin Hendricks • Mahnwache am 10.11.2017 vor dem Forschungszentrum Jülich abgehalten . . . 10.11.2017 . . . ASW
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen.
Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist.

Die AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen werfen Laschet vor, sich mit seinem Vorschlag zum Sprachrohr und Lobbyisten des Energiekonzerns RWE zu machen.

„Herr Laschet sucht offensichtlich verzweifelt nach Absatzmärkten für den überflüssigen Braunkohlestrom“, kommentiert Andreas Büttgen von der Initiative Buirer für Buir. „Das untergräbt auch strukturell das Ziel einer europäischen Energiewende. Wir dürfen und werden eine solche rückwärtsgewandte Klientelpolitik nicht zulassen. Wir müssen sofort mit der Braunkohleverstromung aufhören!“

„Armin Laschet will den Teufel Atom mit dem Beelzebub Braunkohle austreiben“, sagt der Landesvorsitzende des BUND NRW, Holger Sticht. „Es ist jedoch eine Fehlleistung, aus der Situation Profit für den Großkonzern RWE schlagen zu wollen, anstatt endlich die Weichen in Richtung einer zukunftsfähigen Energiegewinnung zu stellen.“

„Atomausstieg und Kohleausstieg gehören zusammen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Europa-Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs). „Beides sind Energiequellen der Vergangenheit und sie gefährden auf unterschiedliche Weise die Gesundheit der Bevölkerung. In Deutschland, in Belgien und weltweit leiden die Menschen unter den Folgen von Radioaktivität sowie den giftigen Schadstoffen Feinstaub, Stickoxid, Quecksilber, Blei, Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium, die durch Braunkohlekraftwerke und -tagebaue freigesetzt werden. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Urananreicherungsanlage in Gronau und den schnellstmöglichen Kohleausstieg.“

Auch die Aachener AntiAtom-Initiativen sind über Laschet verärgert: „Der Vorschlag bringt uns der Abschaltung von Tihange kein Jota näher. Sie muss politisch durchgesetzt werden. Technisch ist sie längst möglich. Vor etwa drei Jahren waren die Riss-Reaktoren 21 Monate lang außer Betrieb, ohne dass es auch nur annähernd zu Versorgungsengpässen gekommen wäre“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.
Eine Koppelung der Stromnetze zwischen Belgien und NRW wurde schon von der vorherigen Landesregierung vorgeschlagen und ist daher nicht neu. Die geplante, aber noch nicht genehmigte ALEGrO-Trasse könnte jedoch frühestens 2020 fertig gestellt werden. Dem steigenden Risiko eines Super-GAUs in Tihange und Doel muss aber jetzt begegnet werden – durch die sofortige Stilllegung der Riss-Reaktoren.

„Armin Laschet tut so, als ginge es ihm um den Schutz der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er sich wirklich für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 einsetzen will, darf er das nicht von Stromtrassen abhängig machen“, äußert Jochen Stay von der AntiAtom-Organisation .ausgestrahlt.
(PM)
Und Chris Weise von AntiAtom-Euskirchen kommentierte: „Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.“
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siehe auch => NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle . . . 17.12.2017 . . . ASW
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Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
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. . . 10.12.2017 . . . ASW

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NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle

Soso, jetzt hat Armin Laschet (CDU) „einen Plan“ und schlägt den Belgiern einen „Deal“ vor: Tihange abschalten, Braunkohlestrom aus NRWE beziehen. Laschet im Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir müssten etwa drei Gigawatt liefern, dazu brauchen wir übrigens die Braunkohle.“

Drei Gigawatt ? Dazu brauchen wir Braunkohle ?

Nein! Dafür braucht es keinen Weiterbetrieb der Braunkohletagebaue in NRWE und weitere sinnlose Abholzungen im Hambacher Forst!

Wie Anika Limbach von
AntiAtomBonn analysierte:
„Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 TWh!
Nie zuvor gab es in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.“
Zur Verdeutlichung:
• 1 GW (Gigawatt): eine Milliarde W
• 1 TW (Terawatt): eine Billion W

Und das, obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien (insbesondere Photovoltaik) künstlich gedeckelt wird, zugunsten von subventioniertem Atom- und Kohlestrom, der die Netze verstopft, die Umwelt sowie das Klima killt und die Energiewende ausbremst.

Fazit: Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.
(chw)
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aber wir bleiben dabei:

Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
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siehe auch => @ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich! . . . 15.11.2017 . . . ASW


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Aufruf zum Weihnachtssonntagsspaziergang in Ahaus am 17.12.2017

2018 wird‘s ernst! Neue Castoren nach Ahaus!

Wie ein Damokles-Schwert schweben seit Jahren von Atomforschung und Politik zahlreiche geplante und angekündigte Castor-Transporte über dem Atommülllager Ahaus!
2018 soll es nun konkret werden, die ersten Genehmigungen sind erteilt und Bundesumweltministerin Hendricks bestätigte am Rande der Klimakonferenz, dass die Jülicher Castoren nach Ahaus kommen und die anderen Optionen keine Rolle mehr spielen . . .

Deswegen rufen wir zum Jahres-Ausklang und Einstimmung auf den Widerstand 2018 zum Weihnachts-Sonntagsspaziergang am 17.12.2017 um 14 Uhr vor dem Ahauser Atommülllager auf!

Es gibt Redebeiträge der Ahauser Bürgermeisterin, der Münsterländer Anti-Atom-Gruppen und von den Atommüll-Absender-Orten.
Für warme Getränke und weihnachtliche Überraschung wird gesorgt!

=> hier der Aufruf als pdf
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Atom- und Kohleausstieg selber machen!

Wechsle Deinen
Stromanbieter

Mit einem Wechsel zu einem unabhängigen Ökostrom-Anbieter drehst Du den Atom- und Kohlekonzernen den Geldhahn zu. Dein Geld sollte auch nicht indirekt in den Kassen der Atomkonzerne landen. Wichtig ist, dass der Strom aus neu errichteten Anlagen stammt, damit tatsächlich mehr Ökostrom und weniger Atom- und Kohlestrom produziert wird.

.ausgestrahlt empfiehlt auf Basis eines umfangreichen Rechercheberichts (2016) von Robin Wood folgende bundesweiten Anbieter, die die Energiewende fördern:
EWS SchönauGreenpeace EnergyNaturstromBürgerwerkePolarsternÖkostrom+ und Solidarstrom
• mit Einschränkung: LichtBlick

RWE & Co. nix weiter unterstützen!

=> NiX wie raus aus Atom- & Kohle-Kraft!
Jetzt auf echten Ökostrom umsteigen!

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Eine Reise in die UnteRWElt


Eine Reise in die UnteRWElt from experimentellerrand on Vimeo.
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siehe auch =>
https://hambacherforst.org
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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NRWE-Landtag diskutierte über Rodung im Hambacher Forst

Grüne wollen Abholzung des Hambacher Forsts verhindern
• Alle anderen Fraktionen im Landtag sind dagegen
• CDU spricht von „Terroristen im Hambacher Forst“
. . . weiterlesen (mit Video) bei => www1.wdr.de
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Alle aktuellen Entwicklungen,
Live-Ticker und Infos bei =>
https://hambacherforst.org
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siehe auch =>
@ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich! . . . 15.11.2017 . . . ASW
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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In Solidarität mit den Aktivist*innen im Hambacher Forst!

EILMELDUNG • 28.11.2017 • 16:00 Uhr •
„Der BUND NRW e.V. hat mit einem Eilantrag einen vorläufigen Rodungsstopp ab heute 18 Uhr erwirkt.

Laut Oberverwaltungsgericht könnte die Entscheidung mehrere Wochen dauern. Wir gehen davon aus, dass unsere Proteste und die Besetzung ihren Einfluss auf die Entwicklungen hatten.“

Die Zerstörungen durch RWE sind in vollem Gang
Mit freundlicher Unterstützung der Polizei NRWE


Alle aktuellen Entwicklungen,
Live-Ticker und Infos bei =>
https://hambacherforst.org

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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Nach dem Urteil zum Hambacher Forst: Die Auseinandersetzung wird weitergehen

(aktualisiert/ergänzt am 26.11.2017)
Der BUND ist mit seinem Versuch gescheitert, den Braunkohletagebau Hambach vor Gericht zu stoppen.
Verantwortlich für die Fortführung des Tagebaus aber sei nicht das Gericht, sondern die Landesregierung, meint Jürgen Döschner in seinem Kommentar. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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WDR-Video • Reaktionen auf Hambacher Forst Urteil:
„Rodungen völlig unnötig“
• 02:45 min.
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Alle aktuellen Entwicklungen
und Infos bei
=>
https://hambacherforst.org

Bitte: Unterschreibe auch Du die Petition =>

HAMBACHER WALD RETTEN & KLIMA SCHÜTZEN
https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1

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siehe auch =>
Special Report from the
Occupied Forest:

Meet Activists Fighting Europe’s Largest Open-Pit Coal Mine

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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Urteil im Prozess um den Hambacher Forst: „Profit Rules“


Verwaltungsgericht, 50667 Köln, Appellhofplatz 16 um 10 Uhr
• Klage abgewiesen • RWE darf roden • BUND will weiter gerichtlich gegen Rodung vorgehen und kündigt Eilantrag an •
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hier klicken zum =>
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Live-Ticker aus dem Gericht
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siehe auch =>
Voralarm: RWE bereitet sich auf Einsatz vor . . . 22.11.2017 . . . https://hambacherforst.org
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Was vorher geschah:

• Vergleich zu Tagebau Hambach gescheitert

• RWE lehnt Vorschlag ab

• Gerichtsentscheidung bis Freitag

Im Prozess um den Braunkohletagebau Hambach ist am Dienstag (21.11.2017) ein Vergleich gescheitert. Das Verwaltungsgericht Köln hatte vorgeschlagen, den Tagebau fortzuführen, ohne den Wald zu roden. Dabei gingen die Richter von einem Kohleausstieg in absehbarer Zeit aus. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de

Auch darum: RWE & Co. nix weiter unterstützen!

=> NiX wie raus aus Atom- & Kohle-Kraft!
Jetzt auf echten Ökostrom umsteigen!

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Mahnwache anlässlich der Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich in Düsseldorf abgehalten

„Verantwortung für Atommüll kann man nicht outsourcen“

Unter diesem Motto hielten Atomkraftgegner*innen am Dienstag, 21. November 2017 eine Mahnwache vor dem Haupteingang der Akademie der Wissenschaften und der Künste NRW, in Düsseldorf – Bilk ab.
Aufgerufen hatten das Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“ und das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.
An diesem Tag fand dort die Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich (FZJ) statt.

Peter Bastian vom Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“: „Wir begrüßen, dass das Forschungszentrum in Jülich inzwischen breit aufgestellt ist und auch im Bereich Energiewende und Klimawandel forscht – aber wir werden nicht zulassen, dass sich das Forschungszentrum aus seiner Verantwortung für seinen Atommüll stiehlt!“

Die 152 Castoren aus dem 1978 fast havarierten Kugelhaufenreaktor stehen auf dem Gelände des FZJ in einem Zwischenlager, das „marode“ und dessen Genehmigung bereits 2013 abgelaufen ist. Seit 2014 lagern die rund 300.000 verstrahlten Graphitkugeln in den 152 Castorbehältern im Jülicher Zwischenlager „illegal“.

In der Kritik der Atomkraftgegner*innen steht, dass das Forschungszentrum den Atommüll inzwischen an die bundeseigene Firma, die „Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen“ (JEN) ausgegliedert hat.

Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“:
„Die Vorbereitungen für einen Export in die USA laufen hinter den Kulissen weiter.
Entgegen den Beteuerungen des FZJ wird ein baldiger Transport des Atommülls in das Zwischenlager Ahaus favorisiert und immer wahrscheinlicher.
Der notwendige Neubau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich wird mutwillig verschleppt. Bund und Land schauen zu.
Wir fordern vom FZJ die Übernahme der Verantwortung und den sicheren Verbleib des strahlenden Mülls in Jülich.“

Nachdem das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vor wenigen Tagen im Rahmen der aktuellen Bonner Weltklimakonferenz bereits vor dem FZJ mit Protest konfrontiert hat, wollten das Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“ und das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ gemeinsam den politischen Druck aufrechterhalten.
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siehe auch => Aufruf zur Mahnwache am 21. November 2017 anlässlich der Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich in Düsseldorf . . . 19.11.2017 . . . ASW
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Landeskonferenz der nordrhein-westfälischen AntiAtom-Initiativen tagte in Duisburg

In Duisburg trafen sich Vertreter*innen der nordrhein-westfälischen AntiAtom-Initiativen, der bundesweit tätigen Organisation .ausgestrahlt und des Bundesverbandes der Bürgerinitiativen Umweltschutz zu ihrer Herbstkonferenz.

Die Atomkraftgegner*innen bewerteten atompolitische Fragen unter den Vorzeichen einer neuen Landesregierung in NRW und der anstehenden Koalitionsverhandlung in Berlin. Sie bekräftigten ihre Forderung nach einem vollständigen und sofortigen Atomausstieg und wiesen auf die ungelöste Frage der Entsorgung des Atommülls hin. Zudem legten die Initiativen ihre Aktionsschwerpunkte für das kommende Jahr fest.

Die Atomkraftgegner*innen betonten, dass trotz Stilllegungsbeschluss für die deutschen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 keine Rede von einem Atomausstieg sein kann. Mit dem Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau, der Brennelementeproduktion in Lingen und von Atomforschungszentren wie beispielsweise in Karlsruhe ist der Atomausstieg nur halbherzig erreicht.
Insbesondere die Belieferung der belgischen Pannenreaktoren Tihange und Doel, sowie überalterter Atomreaktoren in Frankreich mit Brennelementen aus deutscher Produktion, stellt dabei eine direkte Gefährdung der Bundesrepublik dar. Diese widerspricht ebenso wie die damit verbundenen Transporte dem Anspruch und dem Ziel eines Atomausstiegs.
Zudem werden die besonderen Atom-Probleme in NRW im Koalitionsvertrag ausgeblendet. Man hat nur Belgien im Blick, damit dort die gefährlichen Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

Die Konferenz beschäftigte sich darüber hinaus mit der nach wie vor ungelösten Frage der Entsorgung aller Arten von Atommüll. Ausdrücklich bezog man hier auch die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ein, von denen beim Abriss der Atommeiler riesige Mengen anfallen werden. Für diese gibt es ebenso wenig eine Entsorgungsmöglichkeit, wie für die hochradioaktiven Abfälle.
Gerade hier stoßen die Planungen, den hoch angereicherten und damit waffenfähigen Atommüll aus dem Forschungsreaktor in Garching nach Ahaus transportieren, auf besondere Kritik.
Die Konferenzteilnehmer fordern, diesen vor Ort zu belassen und nicht nach Ahaus zu transportieren.
Felix Ruwe von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll nach Ahaus“ zur Frage der Zwischenlagerung: „Sämtliche Konzepte zur Entsorgung und Zwischenlagerung sind gescheitert, nicht zuletzt, weil sie nicht mit der Zeit gehen und neue Risiken wie beispielsweise Terrorgefahren unberücksichtigt lassen. Wir haben bereits heute massive Probleme vor allem mit sicherheitstechnisch unzureichenden Lagerhallen. Auch das ständig steigende Risiko überalterter Castoren zeigt die Konzeptlosigkeit der Verantwortlichen. Die müssen die weitere Aufbewahrung des Atommülls regeln, dabei die Sicherheit kontinuierlich nach neuesten Stand von Wissenschaft und Technik verbessern.“

Die Vertreter*innen der AntiAtom-Initiativen fordern deshalb von den Verursacher*innen und politisch Verantwortlichen in Berlin und Düsseldorf, verantwortungsvolle Lagerkonzepte. Zudem müssen sämtliche Atomanlagen sofort geschlossen werden, um weiteren Atommüll zu vermeiden.

Entsprechend dieser Forderungen legten die Antiatom-Initiativen ihre Aktionsplanung für das kommende Jahr fest:

Für Jülich, wo derzeit 152 Castoren nach Auslaufen der Genehmigung im Jahr 2013 nur mit Duldung gelagert werden, fordern sie den Bau eines neuen Lagers.

Auch die Urananreicherung in Gronau wird Schwerpunkt sein. Hier wird am Karfreitag der Auftakt der Ostermärsche Rhein /Ruhr stattfinden, um die Verbindung von sogenannter „ziviler“ und militärischer Nutzung der Atomkraft aufzuzeigen.

In Lingen wird es am 16.Juni eine überregionale Demonstration gegen das AKW Lingen II, das 30 Jahre alt wird, und die Brennelementefabrik von Areva geben.

Zudem werden zahlreiche Transporte, die im Zusammenhang mit der Urananreicherung stehen, bundesweit von Protesten begleitet werden.
(PM)
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Aufruf zur Mahnwache am 21. November 2017 anlässlich der Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich in Düsseldorf

• „Kein Export des Jülicher Atommülls in die USA“
• „Keine Atommüll-Transporte nach Ahaus“
• „Möglichst sicherer Zwischenlager-Neubau in Jülich“

Das „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ und das
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ rufen zur
Mahnwache am 21. November 2017 um 16:30 Uhr
vor dem Haupteingang der Akademie der Wissenschaften und der Künste NRW, Palmenstraße 16 in 40217 Düsseldorf-Bilk
, auf.
An diesem Tag findet dort die Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich (FZJ) statt.

Man feiert sich selbst – Wir feiern mit!

Nachdem die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vor wenigen Tagen im Rahmen der aktuellen Bonner Weltkimakonferenz das FZJ besucht hatte und auch dort durch unseren Protest begrüßt wurde, wollen wir den politischen Druck aufrecht erhalten.

Wir werden nicht zulassen, dass sich das Forschungszentrum Jülich aus seiner Verantwortung für seinen Atommüll stiehlt!

Die 152 Castoren des damals fast havarierten Kugelhaufenreaktors stehen in einem Zwischenlager, das marode ist und dessen Genehmigung bereits 2013 abgelaufen ist. Seit 2014 lagern die rund 300.0000 verstrahlten Graphitkugeln in den 152 Castorbehältern im Jülicher Zwischenlager illegal.

• Die Vorbereitungen für einen Export in die USA laufen hinter den Kulissen weiter.
• Entgegen den Beteuerungen des FZJ wird ein baldiger Transport des Atommülls in das Zwischenlager Ahaus favorisiert und immer wahrscheinlicher.
• Ahaus droht zur Dauer- Atommüllkippe zu werden.
• Der notwendige Neubau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich wird vom Forschungszentrum mutwillig verschleppt. Bund und Land schauen zu!

Das werden wir als Anti-Atomkraft-Bewegung nicht hinnehmen.
Wir fordern vom FZJ die Übernahme der Verantwortung und den sicheren Verbleib des strahlenden Mülls in Jülich.

Wir stellen uns quer gegen jegliche Castor-Transporte, ob in die USA oder nach Ahaus!

Kommt zur Mahnwache am 21. November 2017 nach Düsseldorf- Bilk ! • Beginn: 16:30 Uhr
• Ort: Haupteingang der Akademie der Wissenschaften und der Künste
• 40217 Düsseldorf – Bilk, Palmenstr. 16
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Neue Gutachten: Atomfabriken Gronau und Lingen könnten stillgelegt werden

(Text von Jan Becker, 17.11.2017, .ausgestrahlt-Blog)
Laut neuer Rechtsgutachten im Auftrag der scheidenden Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wäre die Stilllegung der AKW-Brennstoff-Fabriken in Gronau und Lingen nicht verfassungswidrig.
Bislang sind die Anlagen vom „Atomausstieg“ ausgeklammert.
Wegen des Zeitpunkts für die Veröffentlichung der Gutachten ist Hendricks aber aus der Verantwortung.
Atomkraftgegner*innen fordern nun Taten von der kommenden Regierungskoalition. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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@ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich!

siehe auch => Interview mit Armin Laschet zum Kohleausstieg
Aktuelle Stunde | 13.11.2017 | UT | Verfügbar bis 20.11.2017 | WDR-Video

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Kohleausstieg: ja oder nein? Und wann?

Energieökonomin Claudia Kemfert fordert auf WDR 2
, vor 1990 gebaute Kohlekraftwerke so schnell wie möglich stillzulegen.
Ausreichend Energie sei vorhanden und auch zur Erreichung der Klimaschutzziele sei der Kohleausstieg unabdingbar. . . .
(Text von www1.wdr.de)
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Ohne negative Auswirkungen auf die Stromverbraucher*innen und die Versorgungssicherheit wäre ein sofortiger und gleichzeitiger Ausstieg aus Braunkohle und Atomkraft möglich. Das zeigt die Analyse von Anika Limbach (AntiAtomBonn):

„Wenn diese Aussage immer noch grundsätzlich in Zweifel gezogen wird – sogar von Befürworter*innen der Energiewende – dann liegt das an der offen-sichtlich erfolgreichen Strategie einer hoch-bezahlten Lobby.
Wie die Energieexpertin Claudia Kemfert in ihrem neuen Buch klarstellt, wurde das Mantra eines angeblich drohenden Blackouts so lange in der Öffentlichkeit wiederholt, bis die Allgemeinheit davon ausgehen musste, dieses „Argument“ sei stichhaltig.
De facto aber gab es nie zuvor in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.
Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 Twh!“

Mehr dazu unter =>
www.antiatombonn.de/index.php/sofortausstieg

• Als Langfassung mit „regionale Betrachtung“ und genauem Datenabgleich mit Leistungsbilanz der ÜNB im Anhang (ab S. 5): www.antiatombonn.de/images/stories/pdf_downloads/Ein-Sofortausstieg-ist-mglich_2017_lang.pdf
(Text von Anika Limbach für AntiAtomBonn)
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siehe auch =>
Kohlekraftwerk Weisweiler von Klimaaktivist*innen blockiert • Kohlezufuhr unterbrochen

. . . AntiAtom-Euskirchen . . . 15.11.2017
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Bonn, 11.11.2017, 11:11 Uhr • 2.000 Menschen forderten: „Schluss mit dem faulen Zauber“

Kohle, Erdöl & Atom –

diese bösen Geister des Klimawandels prangerten die gut 2.000 Demonstrant*innen an.

Hinter dem Banner „Don’t nuke the climate“ warnten viele vor dem Versuch der Atomlobby sich als „green energy“ ins Spiel zu bringen.
„Auf gar keinen Fall lassen wir uns die todbringende Atomindustrie als grüne Energie verkaufen“, so Günter Hermeyer von „Don’t nuke the climate“ und Sprecher des Bündnisses „No-Climate-Change“ im Vorfeld.
In der Tat: Dieses unverschämte „Greenwashing“ braucht kein Mensch! Zur Untermauerung war das Geisterschiff der „Atomnarren“ aus Braunschweig dabei.

Eindringlich auch die Appelle an die Politik, keine Kompromisse bei der Klimapolitik zu schließen, sondern wesentlich mehr Druck beim Kohleausstieg zu machen. Auch die mehr als kritische Situation im Hambacher Forst wurde thematisiert.

Lasst Bilder sprechen . . .

. . . => hier einige Eindrücke in der Fotogalerie (22 Bilder)
von AntiAtom-Euskirchen

(chw) – – – – – – – – -



Tryo
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Übergabe eines Statements an Bundesumweltministerin Hendricks • Mahnwache am 10.11.2017 vor dem Forschungszentrum Jülich abgehalten

Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ hielt am 10. November 2017 vor dem Haupteingang des Jülicher Forschungszentrums (FZJ) eine Mahnwache ab.
Anlass war der Besuch der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im FZJ. Im Rahmen der 23. UN-Klimakonferenz (Conference of the Parties – kurz COP23) in Bonn hat die Ministerin mit Gästen der COP das FZJ besucht.

Vertreter*innen des Aktionsbündnisses „Stop Westcastor“ haben dabei ein Statement des US-Umweltaktivisten Tom Clements an Barbara Hendricks übergeben.
Tom Clements ist Direktor einer US-amerikanischen atomkritischen Nichtregierungsorganisation (NGO / Savannah River Site Watch) aus South Carolina übergeben. Das Statement richtet sich gegen eine Verbringung der 152 Castorbehälter von Jülich nach South Carolina in die USA.

Die 152 Castoren stehen in einem Zwischenlager, dessen Genehmigung bereits 2013 abgelaufen ist, seit 2014 lagern sie dort „illegal“.
Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“: „Wann wird endlich für die rund 300.000 Brennelementekugeln in den 152 Castorbehältern ein neues und vor allem sicheres Zwischenlager in Jülich gebaut?“
(mb)
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siehe zum Thema auch => Atomgegner halten Mahnwache vor dem Forschungszentrum . . . www1.wdr.de . . . 10.11.2017

und => Jülich: Politiker der Weltklimakonferenz zu Besuch . . . Radio Rur . . . 10.11.2017
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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