Archiv der Kategorie 'Tihange'

Tihange: Strafanzeigen-Flut gegen belgische Störfall-AKW

(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 18.04.2018)
„Es kann passieren, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputt geht“, so äußert sich der Atomsicherheits-Experte Wolfgang Renneberg nach einer Fachtagung zum belgischen Atomkraftwerk Tihange-2.
Atomkraftgegner*innen starten eine „Strafanzeigen-Flut“.

Die wegen tausender Risse im Reaktorbehälter bekannt gewordenen Blöcke der belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel standen im Fokus einer internationalen Expert*innenkonferenz in Aachen am vergangenen Wochenende. Es trafen sich dort die internationale Vereinigung unabhängiger Nuklearexpert*innen (Inrag), der zum Beispiel der ehemalige Leiter der deutschen Atomaufsicht, Dieter Majer, und Gregory Jaczko, Ex-Chef der Atomaufsichtsbehörde der USA, angehören. Ausgewiesene Atomkraftgegner sind beide nicht.

„Nach dem jetzigen Stand der Erkenntnisse“ müsse der Reaktor Tihange-2 vorerst stillgelegt werden, heißt es in einer Erklärung, die das Netzwerk Inrag verabschiedete. Die Stahlbauteile hätten aufgrund ihrer Schwächen „nie eingebaut werden dürfen“. Sie verstoßen gegen internationale Sicherheitsmaßstäbe, so die Experten.
Das Schlimmstmögliche, was passieren kann

Auch Wolfgang Renneberg, ehemaliger Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, hat an der Konferenz teilgenommen. In Tihange-2 könne „bei einem kleinen Abriss einer Leitung, die normalerweise kein Problem für das Kernkraftwerk sein sollte, die Sicherheitseinrichtungen dazu führen, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputt geht“, so Rennenberg. Wenn das geschehe, „gibt es keine Sicherheitssysteme, die das noch auffangen können“. Sehr große Freisetzungen von Radioaktivität würden stattfinden, die Katastrophenschutzmaßnahmen der Behörden wahrscheinlich zu spät kommen, „weil es einfach zu schnell geht“.

Der Betreiber Electrabel und die belgische Atomaufsicht würden die Risiken ignorieren, so Renneberg. Als Konsequenz fordert er, die Lieferung von Brennelementen aus Deutschland an das belgische AKW Tihange zu stoppen. Die Rechtsgrundlage im Atomgesetz sei angesichts zahlreicher Sicherheitsbedenken gegeben.

Strafanzeigen-Flut gegen
Bröckelreaktoren

Atomkraftgegner*innen erhöhen mit einer neuen Aktion den Druck für die Stilllegung der Meiler. Die Initiative „Stop Tihange“ ruft am kommenden Samstag, 21. April, dazu auf, Anzeige gegen den belgischen Staat und den Betreiber der Pannenmeiler zu erstatten. In Belgien, Deutschland und den Niederlanden sollen vor den Polizeistationen in Namur, Tongeren und Eupen parallel Aktionen stattfinden. Gemeinsam mit anderen Initiativen und einem Juristen sei ein Anzeigentext erarbeitet worden, der „unbedenklich“ sei.
„Es kann niemandem ein Nachteil daraus entstehen, dass man die Anzeige erstattet“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Ziel der Aktion sei die „sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren“.
(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 18.04.2018)
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WDR • Atomenergie-Experten zu Tihange


In Aachen findet derzeit ein internationales Treffen von Nuklearwissenschaftlern statt
– ganz in der Nähe des umstrittenen belgischen Atomkraftwerks Thiange. Die dortigen Atommeiler Thiange 2 und Doel 3 treiben Experten schon seit Längerem die Sorgenfalten ins Gesicht. Eine gemeinsame Erklärung der Forscher weist nun erneut auf die prekäre Sicherheitslage der Reaktoren hin und fordert zum Handeln auf. . . . . (WDR, 13.04.2018)

Darum bitte die Petition unterzeichnen:

Gegen den Weiterbetrieb der belgischen
Rissereaktoren Tihange.2 und Doel.3

=> https://www.change.org

Das Video zeigt: Auch Jülich und der Kreis Düren wäre betroffen
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AKW Tihange, Diavorträge & Diskussion: Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW ?

AKW Tihange,
Atomfabriken Gronau & Lingen
Petition: Keine Brennelemente an
Risikoreaktoren!

Bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org

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Diavorträge & Diskussion mit:

• Jörg Schellenberg, Walter Schumacher (Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)

• Stop Tihange Deutschland e.V.

• Wolfgang Abel, (“Fin du nucléaire”, Belgien)

„Wir begrüßen die Wahl von Emanuel Macron zum Karlspreisträger 2018“, so das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.
Wie auch der Verein Stop Tihange Deutschland e.V. erhofft sich das Anti-Atom-Bündnis, dass die Preisvergabe Druck auf den französischen Präsidenten ausübt, endlich das Atomkraftwerk Tihange in Belgien in unmittelbarer Nähe zur deutschen Westgrenze abzuschalten.

Macron ist über sein Präsidentenamt mittelbar der größte Einzelaktionär beim Energieriesen Engie, der Betreiber des AKW ist. Der französische Staat ist darüber hinaus, durch seine Anteile am Energiekonzernen EDF, ebenfalls Mitbesitzer des Kraftwerks. Die Möglichkeit hätte der französische Staatschef also allemal – nur den politischen Willen hat er bislang nicht gezeigt.



In den vergangenen Jahren hat es vielfältige Proteste gegeben.
Höhepunkt der Proteste war im Sommer 2017 eine 90 km lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht bis nach Aachen mit 50.000 Teilnehmern.

Aber worum genau geht es bei Tihange? Wofür steht es?
Was sind die möglichen Folgen eines atomaren Unfalls dort?
Wie stehen die belgischen Bürger zu einer möglichen Abschaltung?
Welche Rolle kann Macron theoretisch bei der Abschaltung des Kraftwerkes spielen – und ist es realistisch, dass er sich für diese Option einsetzen wird?
Welchen Beitrag kann und sollte das Aachener Karlspreisdirektorium für die Abschaltung des AKW Tihange leisten?

 

(PM)
Termine in der Region:
• 12. April 2018 • Köln • 19 Uhr • Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW? • Allerwelthaus, 50823 Köln, Körnerstr. 77-79
und am
• 13. April 2018 • Bonn • 19 Uhr • Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW? • Migrapolis, 53111 Bonn, Brüdergasse 16-18
sowie am
• 22. April 2018 • Aachen • 17 Uhr • Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW? • DGB-Haus, 52068 Aachen, Dennewartstr. 17
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AKW Tihange • Gronau • Lingen • Neue Petition: Keine Brennelemente an Risikoreaktoren!


Tausende Risse im Druckbehälter, mangelnde Erdbebensicherheit und unzureichender Katastrophenschutz – Belgiens marode Atomkraftwerke sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung in Europa.
Schreibt bitte jetzt Umweltministerin Schulze, Ministerpräsident Laschet und Ministerpräsident Weil – sie müssen die Brennelemente-Exporte an europäische Risikoreaktoren stoppen und die Atomfabriken in Gronau und Lingen stilllegen!
Darum bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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AKW Tihange: Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW ?


mehr Infos => hier weiterlesen bei ASW
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Tihange: Umweltinstitut-München wirft Laschet Doppelzüngigkeit vor

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet scheitert mit seinem Vorhaben, die belgische Regierung dazu zu bewegen, den pannenanfälligen Atomreaktor in Tihange so zeitnah wie möglich vom Netz zu nehmen.
Dies kommentiert Dr. Philip Bedall, Referent für Atompolitik am Umweltinstitut München.

„Armin Laschet ist an Doppelzüngigkeit nicht zu überbieten. In Belgien fordert er die Stilllegung der Pannenreaktoren, doch zu Hause sabotiert er die dafür nötigen Schritte“, erklärt Dr. Philip Bedall.
„Deutschland hat eine klare und wirkungsvolle Handlungsmöglichkeit: Den Stopp der Brennelemente-Exporte nach Belgien.
Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums zeigen, dass dies nur über eine Stilllegung der deutschen Atomfabriken in Gronau und Lingen möglich ist.
Doch gerade Laschet ist als CDU-Verhandlungsführer der Fachgruppe Energie dafür mitverantwortlich, dass ein entsprechender Beschluss aus dem Koalitionsvertrag gestrichen wurde.
Statt heiße Luft aufzuwirbeln müssen der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und die GroKo jetzt die Stilllegung der Atomfabriken einleiten.“
(PM vom 21.02.2018)
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Laschet beim „Atomgipfel“ in Brüssel: Viel heiße Luft um NiX

Dampfplauderer unter sich . . .


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Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel am 20.02.2018

• Pannenreaktoren stilllegen
• Uran-Brennstoffexporte stoppen
• Keine Braunkohle, sondern Erneuerbare als Ersatz

Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände erwarten vom Spitzentreffen am Dienstag, 20.02.2018, in Brüssel zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem belgischen Regierungschef Charles Michel konkrete Vereinbarungen zum Atomausstieg an den AKW-Standorten Tihange und Doel.

„Angesichts der gravierenden Sicherheitsprobleme in Tihange und Doel appellieren wir an den belgischen Regierungschef, die dringend notwendige Stilllegung der betroffenen Reaktoren nicht länger zu verzögern. Auch in der Sowjetunion und Japan hielt man vor Tschernobyl und Fukushima einen Super-GAU für ausgeschlossen. Doch die Ukraine, Weißrussland und Japan kämpfen bis heute mit den Folgen. Ein schwerer Reaktorunfall in Tihange oder Doel hätte verheerende Folgen für Westeuropa. Die Strahlenbelastungen in der Großregion Aachen/Brüssel/Maastricht wären vergleichbar mit denen innerhalb der 20 Kilometer Sperrzone in Fukushima,“ warnte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Von NRW-Ministerpräsident Laschet fordern die Initiativen und Verbände ein umgehendes Ende der Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau.
„Solange Deutschland durch die Lieferungen von Uran-Brennstoff maßgeblich am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren mitbeteiligt ist, bleibt die offizielle Kritik an den Atomkraftwerken unglaubwürdig. Der Brüssel-Besuch ist ein guter Anlass, um ein Exportverbot für Uran-Brennstoff auf den Weg zu bringen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich fordern die Initiativen und Verbände von Laschet eine Kehrtwende bei seiner bisherigen Forderung, Belgien ausgerechnet extrem umweltschädlichen Braunkohlestrom als Ersatz für die Atomkraftwerke anzubieten: „Dies ist ein klimapolitisch vergiftetes Angebot, das allein dem deutschen Energieriesen RWE nutzen soll. Wir fordern, dass Ministerpräsident Laschet von seinem Braunkohle-Vorschlag Abstand nimmt und stattdessen Belgien erneuerbare Energien anbietet. Nur so ist das Exportangebot glaubwürdig und nur so lassen sich auch die selbstgesteckten Klimaziele erreichen,“ forderte Herbert Gilles von der Initiative 3 Rosen aus Aachen.

„Für schmutzige Deals zugunsten RWE und zu Lasten unserer Zukunft stehen wir nicht zur Verfügung. Herr Laschet wurde gewählt, um Zukunft zu gestalten – zwei Drittel der Menschen in NRW wollen den schnellstmöglichen Kohleausstieg. Das ist ein klarer Wählerauftrag,“ ergänzte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ aus Kerpen.
(Text: PM)
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Atomare Zeitbombe? Der belgische Pannenreaktor Tihange 1

ARD – MONITOR vom 01.02.2018

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siehe zum Thema auch =>
AKW Tihange deutlich gefährlicher als bislang bekannt
(ASW, 01.02.2018)
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AKW Tihange deutlich gefährlicher als bislang bekannt

Das Sicherheitsrisiko durch das grenznahe belgische Atomkraftwerk Tihange ist deutlich größer als bislang bekannt. Das haben gemeinsame Recherchen des WDR-Hörfunks und des ARD-Magazins MONITOR ergeben.

Den Redaktionen liegt ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC) vor, das eine deutliche Häufung von so genannten „Precursor“-Fällen im Atomreaktor Tihange-1 belegt. Demnach hat es in den Jahren 2013 bis 2015 insgesamt acht solcher Ereignisse in Tihange-1 gegeben – das ist mehr als die Hälfte aller „Precursor“-Fälle in ganz Belgien. Bisher galten insbesondere die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 als besonders riskant.

Bei einem „Precursor“ (deutsch: Vorbote) handelt es sich um einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk, der unter bestimmten Voraussetzungen zu schweren Schäden am Reaktorkern, bis hin zur Kernschmelze führen kann.

Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, sieht darin ein Anzeichen, „dass die Anlage sicherheitstechnische Schwachstellen hat. Da müssen eigentlich bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken angehen, sowohl bei den Betreibern in Belgien (…) und auch beim deutschen Bundesumweltministerium“, erklärt der Atomexperte.
Der Gutachter und frühere Mitarbeiter der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), Manfred Mertins, hält Tihange-1 für ähnlich riskant wie die beiden bislang in der öffentlichen Kritik stehenden Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 und fordert, dass man auch bei Tihange-1 „darauf drängen müsste, die Anlage in überschaubarer Zeit abzustellen“.

Wegen Tausender Haarrisse in den Reaktordruckbehältern waren in den vergangenen Jahren Zweifel an der Sicherheit der Atomreaktoren Tihange-2 und Doel-3 laut geworden – insbesondere von deutscher Seite. Das AKW Tihange liegt nur rund 70 Kilometer von Aachen entfernt. Sowohl die Bundesregierung als auch die NRW-Landesregierung haben wiederholt die Stilllegung dieser Reaktoren gefordert.

Auf Nachfrage räumt das Bundesumweltministerium ein, es sei über die Anzahl der „Precursor“-Ereignisse in Tihange-1 informiert. Weiter heißt es: „Nur der zuständigen [belgischen] Atomaufsicht liegen alle notwendigen Unterlagen vor, um die Sicherheit eines AKW bewerten zu können.“

Für die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC sind „Precursor“-Analysen nicht geeignet, Rückschlüsse auf den Sicherheitszustand einzelner Reaktoren zu ziehen. Man könne „garantieren, dass der Betreiber und die FANC die Sicherheit dieses Reaktors gewährleisten“, erklärte die Behörde gegenüber dem WDR-Hörfunk und MONITOR.

Die Atomexpertin von Bündnis90/Die Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, kritisiert das Verhalten der Bundesregierung: „Wenn die Bundesregierung die notwendigen Informationen nicht einholt (…) dann vernachlässigt sie tatsächlich den Schutz der Bevölkerung“, so Kotting-Uhl gegenüber WDR-Hörfunk und MONITOR.
Die Grünen-Politikerin fordert neben umfassenden Informationen einen Stopp der Brennelemente-Lieferungen aus Deutschland an die belgischen Kernkraftwerke.
(PM von WDR vom 01.02.2018)

ARD – MONITOR vom 01.02.2018

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Tihange: Laschets Kohle-Argument

Die Pest mit der Cholera gegeneinander ausgespielt


2/3 der Menschen in NRW wollen nach einer Westpol-Umfrage früher aus der Braunkohle aussteigen.
Ministerpräsident Laschet hält daran fest.
Er sagt: Nur mit der Braunkohle hat NRW den Strom, um Belgien mit Energie zu beliefern, damit das AKW Tihange abgeschaltet wird.
Stimmt das? (WDR, 28.01.2018)
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siehe zum Thema auch =>
AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller! . . . ASW . . . 19.12.2017
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Initiativen und Verbände kritisieren GroKo-Sondierung

• Urananreicherung und Brennelemente-Exporte
ausgeklammert
• „Braunkohle plus Atom ist verheerendes Signal“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW, der Naturschutzbund (NABU) NRW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft- und Anti-Braunkohle-Initiativen kritisieren die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zur Neuauflage der Großen Koalition scharf:

„Das Thema Klimaschutz wurde an eine Kommission ausgelagert, die Atomkraft ganz ausgeklammert.
Weder gibt es eine schnellere Abschaltung der noch laufenden Atomkraftwerke noch eine Vereinbarung zur längst überfälligen Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen. Von beiden Standorten werden z.B. die Pannenreaktoren Tihange und Doel in Belgien beliefert, aber auch sicherheitstechnisch mangelhafte Reaktoren in Frankreich, Finnland und der Ukraine,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Erst vor wenigen Wochen hatten zwei Gutachten des Bundesumweltministeriums ergeben, dass eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage und der Brennelementefabrik rechtlich einwandfrei möglich ist.

Besonders enttäuscht sind die Verbände und Initiativen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz.
Laschet hatte im vergangenen Jahr mehrfach ein Aus für die Brennelementeexporte von Lingen ins belgische Tihange gefordert. Davon war bei den Sondierungsgesprächen nichts mehr zu hören. Stattdessen bot Laschet vor Weihnachten ausgerechnet dreckige deutsche Braunkohle als Ersatz für die belgischen AKW an. Schulz hingegen tut so, als wenn das deutsch-belgische Atomproblem gar nicht existiert. Beides ist unverantwortlich und ein verheerendes Signal. Laschets Versuch, die Sorgen der sowohl von Braunkohle und maroden Atomreaktoren betroffenen Bürgerinnen und Bürger gegeneinander auszuspielen, ist geradezu perfide.

„Solange Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau zum Weiterbetrieb von gefährlichen Atomreaktoren in den Nachbarländern und darüber hinaus exportiert werden, wird der Atomausstieg konterkariert. Wir erwarten von den Sondierern und der zukünftigen Bundesregierung einen klaren Ausstiegsfahrplan für die brisanten Atomanlagen in Gronau und Lingen – die rechtlichen Möglichkeiten sind vorhanden, wir fordern nun den politischen Willen. Herr Laschet und Herr Schulz, packen Sie es endlich an,“ so Dr. Angelika Claußen vom IPPNW.

„Zudem erwarten wir von Laschet und Schulz, dass eine künftige Koalition sich auf EU-Ebene für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen bei geplanten AKW-Laufzeitverlängerungen einsetzt, um ein öffentliches Mitspracherecht für die Bürgerinnen und Bürger zu erwirken. Bislang ist das für die Laufzeitverlängerungen alter Reaktoren wie in Tihange oder Doel auf 50 oder sogar 60 Jahre im EU-Recht nicht vorgeschrieben“, so Claus Mayr, Europaexperte des NABU. „Im geplanten Koalitionsvertrag muss daher massiv nachgebessert werden.“

Die Allianz von Organisationen und Initiativen fordert zudem von einer zukünftigen Regierung, sich nicht nur formell zum Klimaziel 2020 zu bekennen, sondern konkrete Beschlüsse zu fassen, um dieses auch zu erreichen.
Die schnelle Abschaltung der klimaschädlichsten Kohlemeiler bis 2020 sowie ein kompletter Kohleausstieg bis 2025 sind unabdingbar, um dem Klimaschutz und einer echten Energiewende eine reale Chance zu geben. Nach Berechnungen des Ökoinstituts und Prognos ist dies technisch auch machbar.
„Das Pariser Klimaabkommen enthält die völkerrechtlich bindende Vorgabe, die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Um den Vertrag nicht zu verletzen, muss Deutschland diesen schnellen Kohleausstieg vollziehen. Die Zeit drängt,“ erklärte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“.
(PM)
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siehe auch => • 21. Januar 2018 • Bonn • 9:30 Uhr • Aktion: „GroKo nur mit Kohleausstieg! Klimaziele einhalten!“
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AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen.
Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist.

Die AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen werfen Laschet vor, sich mit seinem Vorschlag zum Sprachrohr und Lobbyisten des Energiekonzerns RWE zu machen.

„Herr Laschet sucht offensichtlich verzweifelt nach Absatzmärkten für den überflüssigen Braunkohlestrom“, kommentiert Andreas Büttgen von der Initiative Buirer für Buir. „Das untergräbt auch strukturell das Ziel einer europäischen Energiewende. Wir dürfen und werden eine solche rückwärtsgewandte Klientelpolitik nicht zulassen. Wir müssen sofort mit der Braunkohleverstromung aufhören!“

„Armin Laschet will den Teufel Atom mit dem Beelzebub Braunkohle austreiben“, sagt der Landesvorsitzende des BUND NRW, Holger Sticht. „Es ist jedoch eine Fehlleistung, aus der Situation Profit für den Großkonzern RWE schlagen zu wollen, anstatt endlich die Weichen in Richtung einer zukunftsfähigen Energiegewinnung zu stellen.“

„Atomausstieg und Kohleausstieg gehören zusammen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Europa-Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs). „Beides sind Energiequellen der Vergangenheit und sie gefährden auf unterschiedliche Weise die Gesundheit der Bevölkerung. In Deutschland, in Belgien und weltweit leiden die Menschen unter den Folgen von Radioaktivität sowie den giftigen Schadstoffen Feinstaub, Stickoxid, Quecksilber, Blei, Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium, die durch Braunkohlekraftwerke und -tagebaue freigesetzt werden. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Urananreicherungsanlage in Gronau und den schnellstmöglichen Kohleausstieg.“

Auch die Aachener AntiAtom-Initiativen sind über Laschet verärgert: „Der Vorschlag bringt uns der Abschaltung von Tihange kein Jota näher. Sie muss politisch durchgesetzt werden. Technisch ist sie längst möglich. Vor etwa drei Jahren waren die Riss-Reaktoren 21 Monate lang außer Betrieb, ohne dass es auch nur annähernd zu Versorgungsengpässen gekommen wäre“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.
Eine Koppelung der Stromnetze zwischen Belgien und NRW wurde schon von der vorherigen Landesregierung vorgeschlagen und ist daher nicht neu. Die geplante, aber noch nicht genehmigte ALEGrO-Trasse könnte jedoch frühestens 2020 fertig gestellt werden. Dem steigenden Risiko eines Super-GAUs in Tihange und Doel muss aber jetzt begegnet werden – durch die sofortige Stilllegung der Riss-Reaktoren.

„Armin Laschet tut so, als ginge es ihm um den Schutz der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er sich wirklich für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 einsetzen will, darf er das nicht von Stromtrassen abhängig machen“, äußert Jochen Stay von der AntiAtom-Organisation .ausgestrahlt.
(PM)
Und Chris Weise von AntiAtom-Euskirchen kommentierte: „Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.“
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siehe auch => NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle . . . 17.12.2017 . . . ASW
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Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
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. . . 10.12.2017 . . . ASW

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NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle

Soso, jetzt hat Armin Laschet (CDU) „einen Plan“ und schlägt den Belgiern einen „Deal“ vor: Tihange abschalten, Braunkohlestrom aus NRWE beziehen. Laschet im Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir müssten etwa drei Gigawatt liefern, dazu brauchen wir übrigens die Braunkohle.“

Drei Gigawatt ? Dazu brauchen wir Braunkohle ?

Nein! Dafür braucht es keinen Weiterbetrieb der Braunkohletagebaue in NRWE und weitere sinnlose Abholzungen im Hambacher Forst!

Wie Anika Limbach von
AntiAtomBonn analysierte:
„Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 TWh!
Nie zuvor gab es in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.“
Zur Verdeutlichung:
• 1 GW (Gigawatt): eine Milliarde W
• 1 TW (Terawatt): eine Billion W

Und das, obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien (insbesondere Photovoltaik) künstlich gedeckelt wird, zugunsten von subventioniertem Atom- und Kohlestrom, der die Netze verstopft, die Umwelt sowie das Klima killt und die Energiewende ausbremst.

Fazit: Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.
(chw)
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aber wir bleiben dabei:

Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
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. . . 10.12.2017 . . . ASW

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siehe auch => @ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich! . . . 15.11.2017 . . . ASW


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Greenpeace-Report: schwere Sicherheitsmängel bei französischen und belgischen AKW

(Text von Ortrun Sadik für www.greenpeace.de vom 12.10.2017)

Schutz, los!

Frankreichs Atomkraftwerke sind Risikobetriebe, auch was den Schutz vor Angriffen angeht. Betroffen sind vor allem ihre Abklingbecken, das zeigt ein Greenpeace-Report.

Heute (12.10.2017) in den Morgenstunden kletterten Greenpeace-Aktivisten über die Absperrung um das französische AKW Cattenom. Im Außenbereich starteten sie Feuerwerkskörper und wiesen so auf den unzureichenden Schutz des Reaktors hin.
Denn das nahe der deutschen Grenze gelegene Atomkraftwerk hat eine massive Sicherheitslücke: das Abklingbecken.
Der Wassertank, in dem die hochradioaktiven Brennelemente gekühlt werden, liegt in Cattenom – genau wie in fast allen französischen und belgischen Atomkraftwerken – außerhalb der Schutzhülle und ist deshalb besonders anfällig für Angriffe jeglicher Art. Das hatte ein am vergangenen Dienstag veröffentlichter Sicherheitsreport von Greenpeace Frankreich deutlich gemacht.

Außerdem, so berichtete Spiegel Online heute Morgen, habe Cattenom ein Problem mit nicht erdbebensicheren Wasserrohren.
Der AKW-Betreiber EDF entdeckte diese Schwachstelle bei Kontrollen auch an 19 weiteren französischen Reaktoren. In seiner Meldung an die französische Atomaufsicht ordnete EDF sie auf Stufe 2 der internationalen Ines-Skala ein – also als „Störfall“ und nicht nur als „Materialmangel“.

Greenpeace fordert die französische Regierung auf, die Bevölkerung in Europa nicht länger durch ihre maroden und unsicheren Atomreaktoren zu gefährden und aus der Atomkraft auszusteigen.
. . . weiterlesen bei => www.greenpeace.de
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• WDR • Neue Studie belegt Gefahren in Atomreaktor Tihange


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siehe auch =>
Frankreich und Belgien: Greenpeace warnt vor Sicherheitslücken in AKW . . . www.spiegel.de . . . 10.10.2017
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• ZEIT ONLINE • Greenpeace-Studie: Experten warnen vor unsicheren Atomkraftwerken

Einer Greenpeace-Studie zufolge sind die Abklingbecken von AKW in Frankreich und Belgien unzureichend geschützt. Das gefährde ganz Europa, kritisiert die Organisation. . . . weiterlesen bei => www.zeit.de
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siehe auch =>
Frankreich und Belgien: Greenpeace warnt vor Sicherheitslücken in AKW . . . www.spiegel.de . . . 10.10.2017
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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