Archiv der Kategorie 'Regio'

Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am 13. September 2018

Hände weg vom Hambacher Forst – Kohleausstieg jetzt!

Anti-Kohle-Gruppen, Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände kritisieren scharf, dass sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und die schwarz-gelbe Landesregierung im sich dramatisch verschärfenden Konflikt um den Hambacher Forst und dem dringend notwendigen Kohleausstieg einseitig auf die Seite von RWE stellen.

Die Umweltschützer rufen deshalb zu einer gemeinsamen
Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei
am nächsten Donnerstag, 13. September, um 16 Uhr
auf.

„Ministerpräsident Laschet will uns verkohlen.“

„Wir erleben inzwischen täglich, dass der politische Konflikt um den für den Klimaschutz absolut unerlässlichen Kohleausstieg vor Ort im Hambacher Forst zu einem reinen Polizeithema gemacht werden soll. Die NRW-Polizei wird von der Landesregierung immer stärker als verlängerter Werksschutz von RWE eingesetzt. Wir fordern von Ministerpräsident Laschet eine Kehrtwende, um den schärfsten Umweltschutzkonflikt in NRW seit 20 Jahren zu deeskalieren. Jetzt ist die Politik gefragt, ein Rodungsstopp im Hambacher Forst ist der dafür notwendige erste Schritt“, so Andreas Büttgen von der örtlichen Initiative Buirer für Buir.

„Ministerpräsident Laschet sieht sich ohne Frage als Bündnispartner von RWE. Erst vor wenigen Monaten bot Laschet Belgien ausgerechnet dreckigen Braunkohlestrom als Ersatz für die gefährlichen Rissereaktoren in Tihange und Doel an – und war erstaunt, dass die belgische Regierung dies dankend ablehnte.
Wir erwarten von der NRW-Landesregierung ein schlüssiges Konzept zum Klimaschutz, Kohleausstieg und Atomausstieg. Ministerpräsident Laschet ist kein Privatmann und kann sich nicht einfach aus diesem Konflikt herausziehen“, ergänzte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW erklärte dazu: „Ministerpräsident Laschet hat den Einfluss, RWE zu bewegen, zumindest bis zum Abschluss der Arbeit der Strukturkommission die Sägen ruhen zu lassen. Nutzt er diese Möglichkeiten nicht, trägt er Mitschuld daran, wenn der Konflikt weiter eskaliert.“

Die Initiativen und Verbände planen zudem noch im Laufe des Septembers den Protest auch vor die Geschäftszentrale von RWE in Essen zu tragen.

Zudem finden von nun an jeden Sonntag um 11.30 Uhr öffentliche „Waldspaziergänge“ als Protest gegen die drohende Rodung im Hambacher Forst statt.
Infos und Anmeldung bei info[at]zobel-natur.de
(PM)
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„Tag X“ im Hambacher Forst ausgerufen

Hambacher Forst: Rodungen ausgesetzt
WDR 2 – Audio | 06.09.2018 | 04:16 Min.

Die Polizei NRW hat heute mit der Räumung der Waldbesetzung im Hambacher Forst begonnen.

Mit der Räumung des ersten Baumhauses ruft die Besetzung des Hambacher Forstes zusammen mit den anderen AktionsBündnissen (Ende-Gelände, Aktion Unterholz und Buirer für Buir) den Tag X aus und eine neue Phase des Kampfes beginnt.
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siehe auch =>
Mobilisierung zum Hambacher Forst: Tag X ist da . . . www.taz.de . . . 6.9.2018
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Update: Jetzt ist die Polizei wieder aus dem Wald raus, es ist noch nicht abzusehen, wann wieviel geräumt und gerodet wird. Trotzdem sind die Barrikaden und Bodenstrukturen weg und wir wissen nicht, wann die Polizei und RWE wieder in den Wald kommen wird um zu räumen.
Die Rodungsarbeiten jedoch sind auf den 14.10. nach hinten verschoben worden.
DAS HEISST NICHT, DASS NICHT TROTZDEM GERÄUMT WIRD!
Kommt also alle und bringt Baumaterial, haltbares Räumungsessen und radikale gute Laune mit.
(Mit Material von https://hambacherforst.org)
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siehe auch =>
Boden- und Blockadestrukturen im Hambacher Forst geräumt . . . 5.9.2018 . . . AntiAtom-Euskirchen
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Anti-Atom-Landeskonferenz der NRW – Initiativen am 08.09.2018 in Jülich

2019 drohen Castor-Transporte NRW-weit

Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ lädt zur NRW Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen am
Samstag, 8. September,
in den Jülicher Kulturbahnhof
(Bahnhofstraße 13)
ein.
Die Konferenz beginnt um 12.30 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr.

Wird 2019 ein „heißes Jahr“ für Aktivist*innen ?

Im Fokus stehen der hochradioaktive Atommüll aus Jülich und aus Garching.
Rollen die Castoren vom Jülicher Forschungszentrum nach Ahaus im Münsterland?
Oder werden sie in die USA verfrachtet?

Wird Ahaus zum Atommülllager „der Nation“ ?

Der Atommüll aus dem Garchinger Forschungsreaktor bei München soll laut Betreiber im nächsten Jahr über die Autobahnen rollen: quer durch Deutschland in das 700 Kilometer entfernte Zwischenlager Ahaus.
Nur bis 2036 hat das Lager eine Genehmigung zum Einlagern von Atommüll. Zudem können in Ahaus keine Castoren endlagergerecht „verpackt“ werden.

Quer durch NRW muss der Jülicher Atommüll, sollte er ins Münsterland gebracht werden. Mit einem „Großtransport“, begleitet von Protesten und Polizeieinsatz, ist zu rechnen. Seit Jahren fordern Umweltaktivisten ein neues Zwischenlager in Jülich – nach neuesten Erkenntnissen. Doch drei Zugmaschinen für Castor-Tieflader sind für den Abtransport der Jülicher Atomkugeln schon bestellt.

Weitere Punkte der Landeskonferenz sind die Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3. Vor wenigen Wochen hatte die Reaktorsicherheitskommission im Auftrag des Bundesumweltministeriums versucht, die Risse zu verharmlosen.
Auch eine engere Zusammenarbeit der Anti-Atom-Initiativen mit der Anti-Kohle-Bewegung ist ein Thema der Konferenz.
(PM)
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8. September 2018 in Jülich: AntiAtom-Landeskonferenz NRW

Die letzte Lako hat vor zwei Jahren – im September 2016 – stattgefunden. Es steht viel an und es ist Zeit sich wieder zu treffen.

Das Aktionsbündnis STOP Westcastor in Jülich lädt am 8. September 2018 ein.
Seid dabei – austauschen, planen und vernetzen – denn gemeinsam sind wir stark!

Wir treffen uns im Kulturbahnhof (https://kuba-juelich.de/) in Jülich, Bahnhofstraße 13.
Die LaKo beginnt um 12.30 Uhr und endet voraussichtlich gegen 16.30 Uhr.

Folgende Tagesordnungspunkte sind bislang vorgeschlagen:

• Castortransporte Jülich – Ahaus oder USA

• Atomtransporte Garching – Ahaus

• Urantransporte von/nach Gronau und durch NRW

• Tihange/Doel und das Verhalten seitens der Landes- und Bundesregierung

• evtl. Hambacher Forst, Zusammenarbeit mit der Anti-Kohle und Anti-Fracking-Bewegung

Das Aktionsbündnis STOP Westcastor schlägt weiterhin vor, dass zu jedem Punkt ein Bericht vorbereitet wird mit anschließender Diskussion.
Wer bei der Vorbereitung helfen oder weitere Tagesordnungspunkte vorschlagen möchte, meldet sich bitte beim Aktionsbündnis STOP Westcastor.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Zwecks besserer Planung meldet euch bitte an bei =>
maritaboslar[at]posteo.de
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Hambacher Forst: Im September jeden Sonntag Waldspaziergang!

Im September gibt es gleich fünf (!) Sonntagsspaziergänge, an jedem Sonntag . . .
. . . immer 11.30 Uhr, geplant ist der bekannte Treffpunkt am Kieswerk Collas.

Den ersten Spaziergang führt Andreas Büttgen von Buirer für Buir,
den zweiten Todde Kemmerich,
die andern drei Eva Töller und Michael Zobel: „Am Ende mein Appell, kommt in den Hambacher Wald solange es noch geht, zeigt, dass Ihr der Vernichtung des Hambacher Forstes nicht tatenlos zusehen wollt.“
Anmeldungen unter info[at]zobel-natur.de



https://hambacherforst.org

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Symbolische Blockade und Kundgebung gegen belgische Atomkraftwerke vor dem Bundesumweltministerium in Bonn

Solidarität mit Widerstand im Hambacher Forst

Bundesumweltministerin Svenja Schulze soll sich verstärkt für die sofortige Stilllegung der störanfälligen belgischen Atomkraftwerke einsetzen.
Außerdem soll sie unverzüglich die brisanten Brennelement-Exporte nach Belgien – und in andere Länder – endlich untersagen und die für diesen Export produzierenden Uranfabriken in Lingen und Gronau stilllegen lassen.

Das haben bei einer Kundgebung in Bonn vor dem Bundesumweltministerium am Donnerstag (30.08.2018) rund 60 Mitglieder*innen mehrerer Organisationen mit großem Nachdruck gefordert.
Zeitweise wurde die Zufahrt zum Ministerium spontan mit Anti-Atomkraft-Transparenten symbolisch blockiert.

Außerdem solidarisierten sich die Teilnehmer*innen der Kundgebung in Redebeiträgen mit dem Widerstand im Hambacher Forst gegen die drohende Rodung des Waldes. Die Energiepolitik des Energiekonzerns RWE wurde massiv kritisiert.

Veranstaltet wurde die Protestaktion von der Initiative Anti Atom Bonn, Unterstützung kam u. a. von weiteren Anti-Atomkraft-Initiativen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von Greenpeace und von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW).

Anlass der Protestaktion war die verharmlosende Reaktion des Bundesumweltministeriums (BMU) auf eine fragwürdige Stellungnahme der Reaktorsicherheitskommission (RSK) zu den beiden belgischen Pannen-AKW Tihange 2 und Doel 3.
Das BMU hatte dazu unbegründet verlauten lassen, dass die beiden Reaktoren trotz tausender Risse im Druckbehälter angeblich sicher zu betreiben seien. Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind entsetzt über diese Verharmlosung.

Im Juli hatte das BMU nach Veröffentlichung der RSK-Stellungnahme behauptet, die Forderung nach Abschaltung der beiden Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3 sei „jetzt durch nichts mehr zu rechtfertigen.“ Nach mehreren Medienanfragen ruderte jedoch selbst der RSK-Vorsitzende Wieland in der Badischen Zeitung zurück und erklärte, die RSK-Stellungnahme treffe eben keine Aussage über die „Sicherheit oder Unsicherheit“ des weiteren AKW-Betriebs in Belgien. Massive Kritik an dem RSK-Gutachten kommt auch vom Land Baden-Württemberg. Die Länder NRW, Rheinland-Pfalz und auch Niedersachsen sehen ebenfalls noch offene Fragen.

Der Protest der Anti-Atomkraft-Bewegung richtet sich zudem gegen die sehr fragwürdige Zusammensetzung der RSK.
Mehrere Mitglieder sind z. B. bei der Nuklearfirma EDF/Framatome beschäftigt, die die Brennelemente aus Lingen für Tihange und Doel liefert. Außerdem modernisiert Framatome die Sicherheitsleittechnik für Doel 1 und 2, während EDF sogar Miteigentümerin von Tihange 2 und Doel 3 ist. EDF/Framatome ist damit wirtschaftlich stark beteiligt in Belgien. Zudem hat Framatome über seine Anwälte in letzter Zeit laut Süddeutscher Zeitung massiv Druck auf das Bundesumweltministerium und das untergeordnete Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Erteilung von Transportgenehmigungen für Brennelementexporte ausgeübt.

Abgerundet wurde die Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium mit Liedern von Gerd Schinkel aus Köln.
(PM)
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30. August 2018 • Mahnwache vor dem BMU Bonn: AKW Tihange 2 und Doel 3 weiterhin brandgefährlich!



Ort: vor dem Eingang des Bundesumweltministeriums, Robert-Schuman-Platz 3,
53175 Bonn
Zeit: Donnerstag, 30. August 2018,
17:00 bis 18:00 Uhr

Mit musikalischer Unterstützung von Gerd Schinkel

Gemeinsamer Aufruf:

AKW Tihange 2 und Doel 3 weiterhin brandgefährlich!
Bundesumweltministerium darf nicht verharmlosen!
Brennelemente-Exporte stoppen!
Uranfabriken schließen!

Vor wenigen Wochen versuchte die Reaktorsicherheitskommission (RSK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) eine dramatische Kehrtwende bei der Einschätzung der zahllosen Risse in den Reaktordruckbehältern der belgischen Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3: „Wir können heute einschätzen, dass die Risse die Sicherheit dieser Meiler nicht beeinträchtigen“. Die Forderung nach Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 sei jetzt „durch nichts mehr zu rechtfertigen“, so Regierungssprecher und hochrangige Beamte des BMU gegenüber der Presse.

Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände sind entsetzt über diese unhaltbare Schlussfolgerung und Verharmlosung. Selbst der RSK-Vorsitzende, Rudolf Wieland, musste nach massiver öffentlicher Kritik einräumen: „Weder die Kommission noch ich haben in Pressegesprächen eine Aussage zur Unbedenklichkeit oder Bedenklichkeit eines Weiterbetriebs der belgischen Reaktoren getroffen.“ Trotzdem hatte Wieland zugelassen, dass ein Exklusivinterview mit ihm in den Aachener Nachrichten unwidersprochen mit „Studie: Belgiens Reaktoren sind sicher“ überschrieben werden konnte.

Ein weiterer gravierender Kritikpunkt betrifft die Befangenheit der RSK. Anti-Atom-Initiativen und der WDR konnten nachweisen, dass mehrere RSK-Mitglieder bei Nuklearfirmen wie EON und EDF/Frameatome beschäftigt sind, die direkt oder indirekt ein Interesse am Weiterbetrieb von Tihange und Doel haben. Bei einem Gutachten, das das Leben von Millionen Menschen unmittelbar betreffen kann, muss jedoch bereits der Verdacht auf Befangenheit von vornherein ausgeschlossen sein. BMU und RSK haben diese Kritik aber pauschal zurückgewiesen.

Vor diesem Hintergrund fordern Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände von der Bundesregierung bzw. vom Land NRW und dem Land Niedersaschsen:
• Die RSK-Stellungnahme zu Tihange 2 und Doel 3 muss durch das BMU zurückgewiesen werden! Einsatz für die sofortige Stilllegung der belgischen AKW !
• Erforderlich ist ein Neustart mit einer neu besetzten und unbefangenen RSK unter Einbeziehung internationaler Atomexperten (z. B. der INRAG)
• Sofortiger Exportstopp für Brennelemente nach Belgien, in die Schweiz etc.
• Schließung der Uranfabriken in Gronau und Lingen
• Das BMU muss den Atomausstieg auch in Deutschland deutlich beschleunigen – Stilllegung aller AKW und sonstiger Atomanlagen jetzt!
(PM)
siehe auch => Offener Brief: Belgische Rissereaktoren bleiben brandgefährlich
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Rückblick: Mahnwache vor dem FZJ und Begrüßung der Fahrradtour für Frieden und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz

(Fotos: Anne Schröder; Volontärin der Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten)
Grußwort für die Aktion am Forschungszentrum Jülich am 8. August im Rahmen der NRW-Friedensradtour 2018 (pdf)

Grußwort der BI Ahaus an die Friedensradtour 2018 in Jülich (pdf)

Für Abrüstung und gegen Atommülltransporte . . . www.aachener-nachrichten.de . . . 8.8.2018
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Castor-Alarm 2019

Es wird ernst: Der Betreiber des Forschungsreaktors in Garching hat bestätigt, dass im kommenden Jahr hochradioaktiver Atommüll von dort in das 700 Kilometer entfernte Zwischenlager Ahaus rollen soll. Auch in Jülich macht man sich offenbar transportbereit. . . .
. . . weiterlesen bei => www.ausgestrahlt.de/blog
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8. September 2018 in Jülich: AntiAtom-Landeskonferenz NRW

Die letzte Lako hat vor zwei Jahren – im September 2016 – stattgefunden. Es steht viel an und es ist Zeit sich wieder zu treffen.

Das Aktionsbündnis STOP Westcastor in Jülich lädt am 8. September 2018 ein.
Seid dabei – austauschen, planen und vernetzen – denn gemeinsam sind wir stark!

Wir treffen uns im Kulturbahnhof (https://kuba-juelich.de/) in Jülich, Bahnhofstraße 13.
Die LaKo beginnt um 12.30 Uhr und endet voraussichtlich gegen 16.30 Uhr.

Folgende Tagesordnungspunkte sind bislang vorgeschlagen:

• Castortransporte Jülich – Ahaus oder USA

• Atomtransporte Garching – Ahaus

• Urantransporte von/nach Gronau und durch NRW

• Tihange/Doel und das Verhalten seitens der Landes- und Bundesregierung

• evtl. Hambacher Forst, Zusammenarbeit mit der Anti-Kohle und Anti-Fracking-Bewegung

Das Aktionsbündnis STOP Westcastor schlägt weiterhin vor, dass zu jedem Punkt ein Bericht vorbereitet wird mit anschließender Diskussion.
Wer bei der Vorbereitung helfen oder weitere Tagesordnungspunkte vorschlagen möchte, meldet sich bitte beim Aktionsbündnis STOP Westcastor.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
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Offener Brief: Belgische Rissereaktoren bleiben brandgefährlich

RSK-Stellungnahme für Entwarnung ungeeignet

Aus Sicht zahlreicher Initiativen und Verbände gibt es bezüglich der belgischen Rissereaktoren Tihange.2 und Doel.3 keinerlei Grund zur Entwarnung.
In einem Offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Ministerpräsident*innen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stellen sie fest, dass es sich bei der zuletzt von der Reaktor-Sicher­heits­kommission (RSK) vorgelegten Stellungnahme um keinen Sicherheitsnachweis handelt.

Die aktuelle Stellungnahme der RSK, so heben die Unterzeichner*innen hervor, trifft keine Aussage über die Unbedenklichkeit der Risse in den Druckbehältern der Reaktoren. Weiterhin bleiben diesbezüglich zahlreiche Fragen offen.

In einer Pressekonferenz am 9. Juli erklärte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums (BMU), dass „die Risse die Sicherheit der Meiler [Tihange.2 und Doel.3] nicht beeinträchtigen“.
Ein weiterer hochrangiger Vertreter des BMU wird in den Medien zitiert, die Bundesregierung sehe nun „keine Handhabe mehr“, gegen den Betrieb der umstrittenen Meiler vorzugehen.
In einem Hintergrundgespräch mit Angehörigen von Initiativen und Verbänden am 2. August vertraten Vertreter des BMU jedoch die Auffassung, dass die RSK-Stellungnahme kein allumfassender Sicherheitsnachweis sei, sondern eine Plausibilitätsprüfung, bei der mindestens eine Frage offen bleibe. Dass sie trotzdem auf dieser Grundlage die Risse für unbedenklich erklären, ist nicht nachvollziehbar. Das Motto des BMU scheint hier zu sein: Offene Punkte verharmlosen und Reaktoren gesundbeten.

In ihrem Offenen Brief weisen die Unterzeichner*innen im Weiteren darauf hin, dass sich mehrere Mitglieder der RSK und ihrer Ausschüsse aufgrund ihrer Tätigkeit in Unternehmen der Atomindustrie in einem Interessenskonflikt befinden. Diese Befangenheitsprobleme – so kritisieren sie – wurden bislang jedoch von Seiten des Bundesumweltministeriums nicht angegangen. Offensichtlich besteht hier ein Aufsichtsproblem, was von Seiten des BMU bewusst ignoriert wird – dies zeigte sich auch im Gespräch.

Die Initiativen und Verbände fordern die Regierungen von Bund und Ländern zu einem Neuanfang bei der Begutachtung der Sicherheitsprobleme von Tihange.2 und Doel.3 auf. Dabei müssen sie die Analyseergebnisse der internationalen Expert*innengruppe (INRAG) in die Bewertung der Situation einbeziehen und tatsächlich unabhängige Wissenschaftler*innen mit der Begutachtung beauftragen.
Unabhängig davon müsse auch die Reaktor-Sicherheitskommission personell neu ausgerichtet werden und so den Befangenheitsproblemen begegnen.
Die Bundesregierung muss sich für die Stilllegung der Atomfabriken in Gronau (Westfalen) und Lingen (Niedersachsen) und damit für den Stopp der Lieferungen von Brennelementen aus Deutschland an die Reaktoren in Belgien einsetzen.
(PM vom 3.8.2018)

Zum offenen Brief vom 02.08.2018
Zur ausführlichen Analyse der RSK-Stellungnahme und den Recherchen über befangene RSK-Mitglieder

Aktueller Hintergrund:
Skandal um Tihange/Doel-Gutachten der deutschen Reaktorsicherheitskommission
Endlich Klarheit: Risse machen belgische AKW Doel.3 und Tihange.2 sicher
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8.8.2018: Mahnwache vor dem FZJ – Friedensaktivisten machen Zwischenstopp in Jülich

Fahrradtour für Frieden und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz
Um 16 Uhr Mahnwache und Begrüßung vor dem FZJ

Angesichts der zunehmenden Spannungen in der Welt und in Erinnerung an das Ende des I. Weltkrieges vor 100 Jahren will die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) NRW mit einer Friedensfahrradtour für Frieden und Abrüstung werben.

In Jülich werden sich Unterstützer*innen des Aktionsbündnisses „Stop Westcastor“ am Mittwoch, 8. August 2018, mit einer Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) beteiligen.
Gegen 16 Uhr nehmen Akteure von „Stop Westcastor“ die Friedensaktivisten vor dem Haupteingang des FZJ in Empfang.
Etwa um 18 Uhr geht es für die Friedensradler weiter in Richtung Kerkrade (Niederlande).

Die Fahrradtour der DFG-VK beginnt am 4. August in Münster und endet am 11. August in Roermond an der niederländisch/deutschen Grenze.
„Gemeinsam für eine andere Politik“ demonstrieren die Friedensaktivisten unterwegs an Militärstandorten wie zum Beispiel in Münster, wo die Schnelle Eingreiftruppe der NATO als Teil der Drohkulisse gen Osten angesiedelt ist, vor der Firma Rheinmetall in Düsseldorf, die den Leopard II-Panzer sowie den neuen Schützenpanzer Puma produziert, in Dülmen gegen das neu entstandene US-Waffendepot.
In Köln wird an den Atombombenabwurf auf Hiroshima erinnert und in Duisburg den Spuren der Umbrüche am Ende des I. Weltkriegs nachgegangen, als die Soldaten Nein zum Krieg sagten. Zum Abschluss besuchen die Friedensradler den belgischen Atomwaffenstandort Kleine Brogel, nur wenige Kilometer östlich von Mönchengladbach.

Nicht nur die Bedrohung durch die militärische Nutzung der Atomkraft ist Thema der Tour.

In Jülich geht es gemeinsam mit örtlichen Partnern auch um die weitgehend zivile Nutzung, genauer um die Hinterlassenschaften aus mehreren Jahrzehnten Atomforschung des FZJ: Rund 300 000 Atomkugeln, die in 152 Castorbehältern mittlerweile ungenehmigt lagern – und der havarierte AVR-Reaktorbehälter, der nicht zerlegt werden kann.
Marita Boslar (Aktionsbündnis „Stop Westcastor“): „In Jülich wurden die deutschen Kugelhaufenreaktoren AVR und THTR entwickelt, die überwiegend mit hochangereichertem, waffenfähigem Uran betrieben wurden.“

Die Rallye, an der auch Radler aus Weißrussland teilnehmen, findet in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst und der Agenda 21 Ratingen statt.
(PM von „Aktionsbündnis Stop Westcastor“ vom 1.8.2018)
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