Archiv der Kategorie 'Regio'

26. April 2019 • Demo in Köln am Sitz von Tihange-Betreiber Engie-Electrabel • 33 Jahre Atomkatastrophe von Tschernobyl

33. Jahrestag der Atomkatastrophe von
Tschernobyl am 26. April

Entfernung Jülich – Tschernobyl: 1.663 km
Entfernung Jülich – Tihange: 89 km
Demo vor den Toren des Tihange-Betreibers Engie-Electrabel in Köln
Strahlung kennt keine Grenzen.
Unser Widerstand auch nicht!


Wir fordern die Schließung der fünf gefährlichen belgischen Atomreaktoren Tihange & Doel (teilweise mit Rissen) und einen schnellen Übergang zu den erneuerbaren Energien. Der Betreiber vom AKW Tihange ist Engie-Electrable und hat auch einen Sitz in Köln. Darum protestieren wir hier.

Kein Tschernobyl in Belgien und Nachbarländern

Zerplatzte Tanks, versagender Beton, Lecks in Primärkreisläufen . . .
seit 2012 haben sich die Vorfälle in den belgischen Kernkraftwerken vervielfacht. Die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Unfalls wird jeden Tag wahrscheinlicher. Ein schwerer Unfall würde ganz Belgien, Umgebung und auch Jülich und Köln kontaminieren.

Nuklear und Klima

Die Atomindustrie besteht aus vielen Bereichen, die alle eine große Menge fossiler Energie benötigen und daher Treibhausgase emittieren, hauptsächlich bei der Extraktion der Erze, der Zerkleinerung, der Raffination, der Urananreicherreicherung, dem Anlagenbau und der Demontage, der Abfallaufbereitung und -lagerung.

Entgegen den Behauptungen der Pro-Atomlobby produziert die Atomenergie Treibhausgase, etwa das Achtfache der Windenergie pro produzierter Einheit elektrischer Energie.
Ein einzelner Reaktor von einem GW erfordert die Gewinnung, Vermahlung und Raffinierung von 200.000 Tonnen Erz pro Jahr. Diese Schritte erfordern viel fossile Energie. Die Urananreicherung verbraucht 150.000 Tonnen Fluor und Chlor pro Jahr, potenzielle Quellen von Gasen mit einem viel höheren Treibhauseffekt als Kohlendioxid (CO2). Die Stilllegung der Atomkraftwerke und die möglichst wenig gefährliche Lagerung ihres strahlenden Abfalles für mehr als 100.000 Jahre wird für unsere Nachkommen einen Energieverbrauch erfordern, den niemand einschätzen kann.

Engie Electrabel

Die Engie Electrabel S.A. ist ein belgischer Stromversorger mit führender Stellung im gesamten Benelux. Sitz der Gesellschaft ist Brüssel. Sie ist eine Tochtergesellschaft der französischen Engie. Electrabel war ehemals börsennotiert, ist aber seit 2007 eine 100%-Tochter von GDF Suez. 2015 benannte sich der französische Konzern um in Engie und die Tochter in Engie Electrabel.
Electrabel ist Betreiber von Kernkraftwerken, darunter das Kernkraftwerk Doel und das Kernkraftwerk Tihange in Belgien. Die Blöcke Doel3 und Tihange2 werden von Kernkraftwerksgegnern aber auch Fachleuten in Belgien, Deutschland und den Niederlanden als nicht mehr sicher angesehen.
Die Electrabel Energie Deutschland wurde im Februar 2009 in GDF Suez Energie Deutschland und 2015 in Engie Deutschland AG umbenannt.

Das Kernkraftwerk Tihange . . .

. . . bei Huy (niederländisch: Hoei) in der Wallonischen Region von Belgien besteht aus drei Blöcken mit Druckwasserreaktoren.
Block 1 hat eine Leistung von ca. 1000 MWe und ging 1975 ans Netz, Block 2 mit einer Nettoleistung von 1.008 MW(e) und Block 3 mit 1.038 MW(e) folgten bis 1985.
2012 wurden „tausende Risse im Reaktorbehälter“ bis 15 cm Länge zunächst in Doel und im September 2012 auch in Tihange bekannt.
Im Februar 2015 teilten Electrabel und die belgische Atomaufsichtsbehörde FANK (Agence Fédérale de Contrôle Nucléaire ) mit, man habe tausende neue Risse in den Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 gefunden.
Allein in Tihange stieg die Zahl von 2.000 auf 3.150.
(Text mit Material von: Flyer A. Curie; M. Haase; chw)

siehe auch => .ausgestrahlt-Info: Atomkraft in Belgien


Der GAU von Tschernobyl 1986 (Ein 5-min.-Info-Film von 2011)


Was geschah in Tschernobyl? • ZDF – heuteplus – 2-min.-Info • Am 26.04.2016 auf YouTube veröffentlicht
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siehe auch => Die Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 . . . www.ausgestrahlt.de
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26. April 2019: Demo in Köln vor der deutschen Hauptverwaltung von Tihange-Betreiber Engie-Electrabel

Bitte Bild anklicken für mehr Infos:

siehe auch => .ausgestrahlt-Info: Atomkraft in Belgien

Urenco vervierfacht Urananreicherungsgrad

· RWE, EON und Bundesregierung billigen Ausbau des Atomsektors

· Wettlauf in den USA um zivil-militärische Atom-Renaissance

· Uran-Firma in Jülich an Entwicklung und Bau beteiligt?

Der deutsch-niederländisch-britische Urananreicherer Urenco hat angekündigt, in der firmeneigenen Urananreicherungsanlage in New Mexico/USA Kapazitäten für eine Vervierfachung des bisherigen Urananreicherungsgrads für Brennelemente aufzubauen.
Zukünftig soll Uran 235 statt bislang maximal auf 5 Prozent auf bis zu 19,75 Prozent angereichert werden.

Für die Entwicklung der entsprechenden Zentrifugen würde die zentrale Urenco-Techniktochter ETC (Enrichment Technology Company) neben dem Forschungszentrum in Jülich eingesetzt werden.
Als mögliche Kunden führt Urenco „fortgeschrittene Reaktortypen“ sowie Forschungsreaktoren an, aber auch die von Urenco geplanten eigenen U-Batterie-Atomreaktoren.
Konkretes Interesse an dem deutlich höher angereicherten Uran hat in den USA vor wenigen Wochen ausgerechnet das US-Verteidigungsministerium geäußert, das kleine mobile Reaktoren für „rapid response scenarios“ bauen möchte.

Mit der Ankündigung von Urenco setzen sich die deutschen Miteigentümer RWE und EON sowie die Aufsicht führende Bundesregierung klar für einen gefährlichen Ausbau des Atomsektors ein. Das neue Produkt „HALEU“ (high assay low-enriched uranium) kommt extrem nahe an die 20 Prozent-Grenze bei der Urananreicherung. Darüber gilt Uran als hochangereichert und waffenfähig.

Atompolitische Sicherheitsbarrieren werden durchbrochen

„Der Urananreicherer Urenco, seine deutschen Miteigentümer RWE und EON sowie die Bundesregierung durchbrechen bei der Urananreicherung eine sicherheitspolitische Barriere – just zu einer Zeit, wo in den USA und in Europa eine neue atomare Aufrüstung droht. Öffentlich verkünden die Bundesregierung, aber auch RWE und EON, aus der Atomenergie aussteigen zu wollen, doch nun offenbart sich der Einstieg in eine völlig neue zivil-militärische Dimension der Urananreicherung. In den USA gibt es bereits jetzt einen Wettlauf auf dem HALEU-Sektor zwischen Urenco und dem US-Konkurrenten Centrus Energy um neue Kunden“, so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Urenco wird in den USA schon seit Jahren mit der Belieferung von Reaktoren in Zusammenhang gebracht, die Tritium für den Einsatz in Atomwaffen herstellen. Bislang galt die 5 Prozent-Grenze bei der Urananreicherung als Beleg für die rein zivile Nutzung – warum soll dies jetzt nicht mehr gelten? Wie kann die Bundesregierung einen derart dramatischen Kursschwenk bei Urenco billigen? Und welche Garantien gibt es, dass die neue 19,75 Prozent-Grenze in ein paar Jahren nicht auch gekippt wird, weil die Begehrlichkeiten zu groß werden? Die Gefahr der Proliferation schätze ich aus friedenspolitischer Sicht als sehr hoch ein“, so Dr. Angelika Claussen von der Ärzteorganisation und Friedensnobelpreisträgerin IPPNW.

Zentrifugenfirma in Jülich und Urananreicherungsanlage Gronau beteiligt?

„Auch die deutschen Standorte zur Urananreicherung und Zentrifugenherstellung werden direkt und indirekt von der Vervierfachung des Urananreicherungsgrads betroffen sein.
In Jülich befindet sich bei ETC das technologische Zentrum der Zentrifugenherstellung für Urenco und die französische Partnerfirma Orano.
Und von Urenco in Gronau angereichertes Uran kann in der US-Anreicherungsanlage in New Mexico dann womöglich zu HALEU weiter angereichert werden – hier werden viele der bisherigen Sicherheitsschranken durchbrochen“, ergänzte Kerstin Rudek von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
(PM)
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Bundesregierung torpediert sachgerechte Lösung für Jülicher Atommüll!

Auch dagegen wird am 9. März 2019 in Ahaus demonstriert

Für den Verbleib der Kugel-Brennelemente des stillgelegten Versuchsreaktor AVR in Jülich werden seit Jahren drei „Optionen“ geprüft und bearbeitet, weil die bestehende Lagerhalle nicht mehr den Sicherheits-Anforderungen entspricht.
Die vernünftigste Option wäre der Bau einer neuen erdbebensicheren Lagerhalle in Jülich. Damit würden aufwändige Transporte vermieden. Außerdem könnten dort die Betreiber des AVR die defizitäre Dokumentation der Behälterinhalte korrigieren und die für eine Endlagerung notwendigen Konditionierungstechniken entwickeln.

Bereits im Jahr 2012 war ein Grundstück auf dem Gelände des FZJ dafür ausgesucht worden.
Die mit der Entsorgung in Jülich beauftragte Gesellschaft JEN hatte die für die Nutzung nötigen Umweltverträglichkeits-Untersuchungen bereits abgeschlossen, ein seismologisches Gutachten über die Eignung des Standortes war im März 2018 vom Bundesamt für Entsorgung (BfE) akzeptiert worden, weitere Arbeiten zur Standortuntersuchungen waren im Gange – da hat das FZJ im November 2018 die bereits 2012 gemachte Zusage zur Überlassung des Grundstückes zurückgezogen!

Bekanntgegeben wurde diese Entwicklung durch JEN während einer Tagung des Nationalen Begleitgremiums am 19.02.19 in Jülich.
Zwar will das FZJ über die Bereitstellung eines neuen Grundstückes mit der JEN verhandeln, jedoch müssten die genannten Untersuchungen dann von neuem beginnen. Dies würde Jahre in Anspruch nehmen, womit der Neubau in Jülich immer unwahrscheinlicher würde.
Stattdessen rücken unsinnige Transporte nach Ahaus oder gar in die USA in den Vordergrund.

Wer trifft solche abstrusen Entscheidungen?

Akteure in diesem Ränkespiel sind zu 100% staatliche Einrichtungen: Gesellschafter des FZJ sind der Bund und das Land NRW, allen voran das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
An der Spitze des Jülicher Aufsichtsrates steht Dr. Karl Eugen Huthmacher als Vertreter des BMBF. Er hat schon vor Jahren erklärt, dass die Existenz eines Atommüll-Lagers dem Image eines modernen Forschungszentrums abträglich sei.
Um zu verhindern, dass der AVR-Atommüll in Jülich bleibt und die Verantwortlichen für seine Entstehung auch für seine möglichst schadlose Entsorgung sorgen, ist dem BMBF offenbar kein Winkelzug zu schade.

Dies ist für uns nicht
akzeptabel.

Auf der überregionalen Demonstration am 9. März in Ahaus wird daher der Widerstand gegen die Machenschaften des FZJ und die geplanten Castor-Transporte aus Jülich, aber auch aus Garching nach Ahaus einen zentralen Stellenwert einnehmen.
Es geht weiterhin um die drohende Umwandlung der Zwischenlager in Dauerlager sowie um die Erinnerung an die Katastrophe von Fukushima.
Außerdem soll der Druck zur Durchsetzung des endgültigen Ausstiegs aus der Atomenergie und der Produktion weiteren Atommülls verstärkt werden.

Getragen wird die Aktion von zahlreichen Bürgerinitiativen und Umweltverbänden. Weitere Details zu der Demonstration unter => www.atommuell-protest.de
(PM)
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Zu mir oder zu dir? Wohin mit dem deutschen Atommüll? • Ahaus-Demo am 9. März 2019

Bitte anklicken zum lesen (Atommüll-Zeitung komplett als pdf)

Auch gegen die für 2019 geplanten CASTOR-Transporte (auch aus Jülich): Überregionale Ahaus-Demo


https://atommuell-protest.de

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WDR: Wohin mit dem Atommüll in Jülich?

Jülich: Wohin mit den radioaktiven Brennelementen?
=> WDR, 19.02.2019

Auch gegen die für 2019 geplanten CASTOR-Transporte (auch aus Jülich): Überregionale Ahaus-Demo


https://atommuell-protest.de

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Nationales Begleitgremium zur Endlagersuche am 19.02.2019 in Jülich

• Mahnwache vor dem FZJ von 11.00 Uhr bis 13.30 Uhr!

• Anti-Atomkraft-Initiativen fordern verantwortungsvollen Umgang mit Atommüll statt „Mitmach-Theater“ für die Öffentlichkeit

Am morgigen Dienstag, 19. Februar, tagt das Nationale Begleitgremium (NBG) in Jülich. Es soll die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Atommüll-Endlagersuche begleiten. Das Gremium besucht unter anderem auch die Hinterlassenschaften des havarierten AVR-Kugelhaufen-Reaktors.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich und aus dem Münsterland werden versuchen, den katastrophalen Umgang mit dem Jülicher Atommüll in der Sitzung öffentlich zu machen.
Die Initiativen sind der Veranstaltung gegenüber jedoch sehr kritisch gestimmt:

• Das NBG hat laut Standort-Auswahlgesetz das vorrangige Ziel, Vertrauen bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager zu schaffen und darf lediglich Empfehlungen an den Bundestag geben. Das heißt alle Vorschläge, Kritikpunkte und Voten des Begleitgremiums und der von ihm angehörten Expert*innen und Anti-Atomkraft-Initiativen können einfach vom zuständigen Bundesamt für kerntechnische Entsorgung (BfE), der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und dem Bundestag ignoriert werden – so wie es seit Jahrzenten gängige Praxis ist.

• Bei der Tagung darf sich die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) dem Nationalen Begleitgremium als Vorzeige-Unternehmen zur Atommüllbeseitigung präsentieren: Es werden ein Abriss-Roboter für das Reaktorgebäude und das Reaktorgebäude selber bei einer Führung gezeigt – beides hat jedoch nichts mit der Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll aus den (Jülicher) Castoren zu tun!

• Die Kugelbrennelemente in den 152 Castoren in Jülich sind überhaupt nicht für eine Endlagerung geeignet, da der genaue Inhalt der einzelnen Castoren unbekannt ist und der Atommüll vor einer wie auch immer gearteten Endlagerung aufwändig konditioniert werden muss. Dabei verzögert die JEN – genau wie vormals das Forschungszentrum Jülich – seit Jahren den Neubau eines möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich und einen langfristig verantwortungsvollen Umgang mit dem Atommüll. Stattdessen präferiert die JEN risikoreiche und teure Verschiebungen der 152 Castoren nach Ahaus beziehungsweise in die USA – ohne dass das Problem dadurch langfristig gelöst wird.

• Die Diskussionsrunde zu den Jülicher Castoren wird von der JEN dominiert werden, unabhängige Referent*innen zu dem Thema wurden laut Tagesordnung nicht eingeladen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen werden sich nicht auf Gremien verlassen, die an den entscheidenden Stellen keine Befugnisse haben, sondern weiterhin öffentlichen Druck machen, damit endlich ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Atommüll beginnt.

Deswegen rufen die Initiativen gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), ausgestrahlt, Umweltinstitut München und NABU NRW zu einer überregionalen Demo in Ahaus am 9. März auf.

Das Motto lautet:
„Atommüll-Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden“
.

Am Jülicher Atommüll sieht man, was passiert, wenn die Verantwortlichen jahrelang schludern.
Die illegale Atommülllagerung beziehungsweise ständige Genehmigungsverlängerungen – bei nicht mehr zeitgemäßen Sicherheitskonzepten — drohen auch in Ahaus, wenn dort 2036 die Lager-Genehmigung ausläuft. Einen Endlager-Standort wird es bis dahin auch mit Hilfe des Nationalen Begleitgremiums nicht geben. Deswegen macht der Abtransport der Jülicher Castoren unter Sicherheits- und Entsorgungsaspekten keinen Sinn!
(PM)
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Alle Infos zur Demo => https://atommuell-protest.de
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Mahnwache vor dem FZJ von 11.00 Uhr bis 13.30 Uhr!
Jülich, Wilhelm-Johnen-Straße

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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

US-Umweltaktivist Tom Clements gegen den Export der Jülicher Brennelemente in die USA

Tom Clements, Direktor einer US-amerikanischen atomkritischen Nichtregierungsorganisation (Savannah River Site Watch) aus South Carolina, spricht sich gegen den Export der Jülicher Brennelemente in die USA aus.
Die Jülicher Kugeln sollen in der maroden militärischen US-Anlage Savannah River bei hohen Temperaturen aufgearbeitet werden, unter Bedingungen, die in Westeuropa längst nicht mehr zulässig wären. So soll der hohe Gehalt an langlebigem radioaktiven Kohlenstoff-14 in die Umgebung abgegeben werden.
Clements spricht sich dafür aus, die Jülicher Kugeln, die – anders als von den Jülicher Verantwortlichen behauptet – nach einem Gutachten der zuständigen US-Behörde, keine nennenswerte Proliferationsgefahr darstellen, unter weniger umweltbelastenden Bedingungen in Deutschland für die Endlagerung zu konditionieren.

Tom Clements hat das das Dokument „Probleme und Herausforderungen bei der Ausfuhr von AVR-Brennelementen“ verfasst und es an das Nationale Begleitgremium gestern (12.02.) per Mail gesendet. Das Gremium ist am kommenden Dienstag, 19. Februar, Gast der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN). Vor Ort wollen sich die Mitglieder des Gremiums unter anderem über Fragen der Zwischenlagerung (AVR-Castoren) informieren.
(PM)
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Hambacher Forst Filmkollektiv: Ein Rückblick auf die Räumung im September 2018

Hoch- und Tiefbau . . . Teil zwei.

„Die Räumung der Baumdörfer im Hambacher Forst im September ist längst Geschichte. Sie hinterließ Narben, die bis heute zu spüren sind.“

Beeindruckende Einblicke . . .
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siehe auch => Hambacher Forst: Hoch und Tiefbau, Teil 1
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Save the Date: Samstag, 9. März 2019 • Überregionale Ahaus-Demo: „Atommüllzwischenlager dürfen keine Endloslager werden!“

Auftaktkundgebung:

12:00 Uhr, Bahnhofsvorplatz Ahaus
Redebeiträge, Musik, Volxküche

Anschließend Demonstrationszug zum Rathaus
Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen, Musik, Volxküche

Danach gemeinsame Fahrt zum Atommüll-Lager (Busse, PKW, Fahrräder). Dort werden gelbe Xe und schwarze Fahnen aufgestellt.


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=> https://atommuell-protest.de
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siehe auch => Mach mit bei der Unterschriftenaktion gegen Atommülltransporte: „Ahauser Erklärung“
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(2-min. – Vorschau) • Der 60-minütige Dokumentarfilm thematisiert den Widerstand im Umfeld des CASTOR-Transport nach Ahaus im März 98 • www.medienprojekt-wuppertal.de
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Für die 18-jährige Zora dauert der „Atomausstieg“ bereits ihr ganzes Leben lang . . .

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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Störfall am AVR Reaktor in Jülich am 26.08.18

Bereits am 26.08.18 gab es einen Störfall beim AVR, dem Versuchsreaktor, der schwer verunfallte und stillgelegt wurde.
Aus einer Veröffentlichung des BFE (Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit):

Unterbrechung der Signalübertragung der Gefahrenmeldeanlage zur Warte

Status: Die Anlage ist stillgelegt und befindet sich im Abbau.

„Aufgrund eines gehäuften, sich wiederholenden Ansprechens einer Störmeldung, die für den aktuellen Betriebszustand als nicht relevant bewertet wurde, die aber die übrige Überwachung der Anlage erheblich gestört hatte, wurde entschieden, die Meldung temporär zu unterdrücken. Zu diesem Zweck wurde eine entsprechende Kabelverbindung getrennt.
Bei einem am nachfolgenden Tag durchgeführten betrieblichen Vorgang wurde festgestellt, dass eine zu erwartende Meldung auf der Gefahrenmeldeanlage unterblieben war. Die getrennte Verbindung wurde wieder hergestellt und die Gefahrenmeldeanlage funktionierte wieder ordnungsgemäß.
Die Ursache für die Fehlhandlung (Trennung der Kabelverbindung) war die nicht korrekte Interpretation der gehäuft auftretenden Störmeldung. Im vorliegenden Fall gab es keine Auswirkungen auf den Abbaubetrieb der Anlage.
Es handelt sich um ein Ereignis der Meldekategorie N (Normalmeldung).
Der Betreiber hat es in die Stufe 0 der internationalen Bewertungsskala INES eingestuft (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische, bzw. keine radiologische Bedeutung).“

Dieser höchst fahrlässige Umgang mit einer Störfallmeldung durch Abschaltung der Anlage verurteilen wir aufs Schärfste und haben eine Anfrage an das BFE nach Informationsfreiheitsgesetz gestellt, was das überhaupt für ein Störfall war und wie die Mitarbeiter dazu kamen die Anlage einfach stillzulegen.
Selbstverständlich veröffentlichen wir es an dieser Stelle, wenn wir Antwort erhalten haben.
(PM)
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siehe auch => Altreaktor 16 Stunden ohne Kontrolle
Jülich: Mitarbeiter trennt offenbar genervt von Meldungen Verbindung des stillgelegten Meilers zum Kontrollzentrum
. . . Aachener Nachrichten . . . 30.01.2919

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siehe auch => Kippung und Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich . . . 14.05.2015
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

AntiAtom-Initiativen in NRW rufen zu Atommüll-Demo in Ahaus am 9. März 2019 auf

Am Samstag, 26.1.19 trafen sich Vertreter*innen der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen zu ihrer Landeskonferenz (Lako) in Köln, um sich über die aktuellen Entwicklungen an den Atomstandorten in NRW und an den Landesgrenzen auszutauschen und Protest-Aktionen zu organisieren.
Für das Frühjahr sind Proteste in Ahaus, Gronau und Köln geplant.

Endloses Desaster bei Atommülllagerung –
große Demo am 9. März in Ahaus

Besonders an den Standorten Jülich und Ahaus wird deutlich, wie groß das Atommüll-Desaster inzwischen ist:
In Ahaus läuft 2036 die Genehmigung für die Zwischenlager-Halle und die ersten Castorbehälter aus. Ein verantwortungsvolles und aktuellen Sicherheitsstandards entsprechendes Lagerungskonzept gibt es nicht.
Stattdessen sollen dieses Jahr aus Jülich, wo seit Jahren die Genehmigung für das Zwischenlager fehlt, 152 weitere Castoren nach Ahaus kommen.
Ebenso sind Castortransporte nach Ahaus mit atomwaffenfähigem Atommüll aus Garching bei München für den Sommer angekündigt.

Die Lako der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen ruft deswegen zur Teilnahme an einer überregionalen Demonstration am 9. März 2019 in Ahaus auf, Auftakt ist um 12:00 Uhr am Bahnhof.

Es soll für neue, möglichst sichere Zwischenlager-Konzepte und gegen weitere Castortransporte demonstriert werden.
„Die derzeitige Konzeptlosigkeit der verantwortlichen Stellen führt dazu, dass aus Zwischenlagern Endloslager werden“, so die Initiativen.

An den Demo-Vorbereitungen beteiligen sich inzwischen auch große Verbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), .ausgestrahlt, der BBU und das Umwelt-Institut München.

Tihange und Euratom im Blick –
Proteste in Brüssel und Köln

Auch über die benachbarten Risse-AKW in Tihange und Doel sowie deren Belieferung aus der Gronauer Urananreicherungsanlage und der Lingener Brennelementefabrik (Niedersachsen) wurde auf der Landeskonferenz diskutiert. Die Gefährdung der Bevölkerung durch die maroden Atommeiler wird durch Brennstoffexporte aus der Bundesrepublik noch befeuert – trotz angeblichem deutschem „Atomausstieg“.

Am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe wollen die NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen am 26. April 2019 in Köln vor der Niederlassung des „Engie-Konzern“, der die AKW Tihange und Doel betreibt, demonstrieren, zeitgleich mit belgischen Verbündeten vor dem Engie-Hauptsitz in Brüssel.

Angesichts der konkreten Gefahren wird der immer noch gültige Euratom-Vertrag von 1957, der in seiner Präambel die Förderung von Atomenergie vorsieht, von den Anti-Atomkraft-Initiativen als große Hemmschwelle für einen europaweiten Atomausstieg und eine umfassende Energiewende gesehen.
Durch den antiquierten Euratom-Vertrag müssen alle Mitgliedsstaaten Forschung für neue AKW in der EU mitfinanzieren.
Mit ihren überregional und international vernetzten Protesten will die Lako der Anti-Atomkraft-Initiativen diesen konkreten Gefahren und politischen Missständen engagierten Protest entgegensetzen: „Wir brauchen einen umfassenden Atomausstieg statt weitere Atommüllproduktion, Geldverschwendung und grenzübergreifenden Risiken“ lautet das Resümee der Landeskonferenz der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen.

Ostermarsch zur UAA Gronau am Karfreitag

Traditionell wird für den Karfreitag, 19.4.2019, wieder der Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau von Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen organisiert.
(PM)
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BI ruft Aktivist*innen im Hambacher Forst zum Bleiben auf

Antje Grothus, die in der Kohlekommission die Interessen der Tagebau-Anwohner vertritt, mahnte: Die Aktivist*innen müssten noch im Wald bleiben, „allein aus dem Grund, weil man RWE nicht vertrauen kann“.
Es gebe Ankündigungen in den sozialen Netzwerken von sogenannten RWE-Aktivisten, dass sie mit Kettensägen in den Wald gehen und ihn platt machen wollten. „Der Wald ist hart umkämpft, da muss man drauf achten, dass er geschützt wird – weiterhin“, so Grothus.


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Quelle => Wettwünschen um den Hambacher Forst . . . WDR . . . 28.01.2019
siehe auch => www.buirerfuerbuir.de
und => https://hambacherforst.org
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ARD-Report-Beitrag zum Hambacher Forst: Schlacht oder Schlichtung?

Klimaschützer und Polizei kämpfen im Hambacher Forst erbittert gegeneinander. Schon bald soll der Wald wieder von Baumhäusern geräumt werden. Eine friedliche Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht:

Der Wissenschaftler Daniel Mullis von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung analysiert globale und lokale Themen, so auch den Konflikt um den Hambacher Wald:

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siehe auch => Der neuste Brüller in der BILD-“Zeitung“:
Die „Gewalt-Uni“ der Hambach-Aktivisten
. . . 22.01.2019
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