Archiv der Kategorie 'Kohlekraft'

Tihange: Laschets Kohle-Argument

Die Pest mit der Cholera gegeneinander ausgespielt


2/3 der Menschen in NRW wollen nach einer Westpol-Umfrage früher aus der Braunkohle aussteigen.
Ministerpräsident Laschet hält daran fest.
Er sagt: Nur mit der Braunkohle hat NRW den Strom, um Belgien mit Energie zu beliefern, damit das AKW Tihange abgeschaltet wird.
Stimmt das? (WDR, 28.01.2018)
- – – – – – – – – – – – – – – – – –
siehe zum Thema auch =>
AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller! . . . ASW . . . 19.12.2017
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Initiativen und Verbände kritisieren GroKo-Sondierung

• Urananreicherung und Brennelemente-Exporte
ausgeklammert
• „Braunkohle plus Atom ist verheerendes Signal“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW, der Naturschutzbund (NABU) NRW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft- und Anti-Braunkohle-Initiativen kritisieren die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zur Neuauflage der Großen Koalition scharf:

„Das Thema Klimaschutz wurde an eine Kommission ausgelagert, die Atomkraft ganz ausgeklammert.
Weder gibt es eine schnellere Abschaltung der noch laufenden Atomkraftwerke noch eine Vereinbarung zur längst überfälligen Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen. Von beiden Standorten werden z.B. die Pannenreaktoren Tihange und Doel in Belgien beliefert, aber auch sicherheitstechnisch mangelhafte Reaktoren in Frankreich, Finnland und der Ukraine,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Erst vor wenigen Wochen hatten zwei Gutachten des Bundesumweltministeriums ergeben, dass eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage und der Brennelementefabrik rechtlich einwandfrei möglich ist.

Besonders enttäuscht sind die Verbände und Initiativen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz.
Laschet hatte im vergangenen Jahr mehrfach ein Aus für die Brennelementeexporte von Lingen ins belgische Tihange gefordert. Davon war bei den Sondierungsgesprächen nichts mehr zu hören. Stattdessen bot Laschet vor Weihnachten ausgerechnet dreckige deutsche Braunkohle als Ersatz für die belgischen AKW an. Schulz hingegen tut so, als wenn das deutsch-belgische Atomproblem gar nicht existiert. Beides ist unverantwortlich und ein verheerendes Signal. Laschets Versuch, die Sorgen der sowohl von Braunkohle und maroden Atomreaktoren betroffenen Bürgerinnen und Bürger gegeneinander auszuspielen, ist geradezu perfide.

„Solange Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau zum Weiterbetrieb von gefährlichen Atomreaktoren in den Nachbarländern und darüber hinaus exportiert werden, wird der Atomausstieg konterkariert. Wir erwarten von den Sondierern und der zukünftigen Bundesregierung einen klaren Ausstiegsfahrplan für die brisanten Atomanlagen in Gronau und Lingen – die rechtlichen Möglichkeiten sind vorhanden, wir fordern nun den politischen Willen. Herr Laschet und Herr Schulz, packen Sie es endlich an,“ so Dr. Angelika Claußen vom IPPNW.

„Zudem erwarten wir von Laschet und Schulz, dass eine künftige Koalition sich auf EU-Ebene für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen bei geplanten AKW-Laufzeitverlängerungen einsetzt, um ein öffentliches Mitspracherecht für die Bürgerinnen und Bürger zu erwirken. Bislang ist das für die Laufzeitverlängerungen alter Reaktoren wie in Tihange oder Doel auf 50 oder sogar 60 Jahre im EU-Recht nicht vorgeschrieben“, so Claus Mayr, Europaexperte des NABU. „Im geplanten Koalitionsvertrag muss daher massiv nachgebessert werden.“

Die Allianz von Organisationen und Initiativen fordert zudem von einer zukünftigen Regierung, sich nicht nur formell zum Klimaziel 2020 zu bekennen, sondern konkrete Beschlüsse zu fassen, um dieses auch zu erreichen.
Die schnelle Abschaltung der klimaschädlichsten Kohlemeiler bis 2020 sowie ein kompletter Kohleausstieg bis 2025 sind unabdingbar, um dem Klimaschutz und einer echten Energiewende eine reale Chance zu geben. Nach Berechnungen des Ökoinstituts und Prognos ist dies technisch auch machbar.
„Das Pariser Klimaabkommen enthält die völkerrechtlich bindende Vorgabe, die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Um den Vertrag nicht zu verletzen, muss Deutschland diesen schnellen Kohleausstieg vollziehen. Die Zeit drängt,“ erklärte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“.
(PM)
- – – – – – – – – – –
siehe auch => • 21. Januar 2018 • Bonn • 9:30 Uhr • Aktion: „GroKo nur mit Kohleausstieg! Klimaziele einhalten!“
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Hambacher Forst: Näxte Waldführung am Sonntag, 14. Januar 2018

Hambacher Forst

• Näxte Waldführung: Sonntag,
14. Januar 2018 11.30 Uhr
Treffpunkt => Karte hier klicken

Gut drei Stunden sind einzuplanen, der Weg ist nicht lang, aber es gibt viel zu sehen, zu besprechen, mindestens eine längere Pause.
- – – — – – – — – — – – -
mehr Infos unter => http://naturfuehrung.com
und / oder => https://hambacherforst.org
- – – – – – – – – – – -

hambi treehouses from experimentellerrand on Vimeo.

hambi treehouses II from experimentellerrand on Vimeo.
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> Derzeit sind die Rodungsarbeiten im Hambacher Forst per Gerichtsurteil vorläufig gestoppt.

5 min. – ARD-Reportage vom 28.12.2017

- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen.
Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist.

Die AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen werfen Laschet vor, sich mit seinem Vorschlag zum Sprachrohr und Lobbyisten des Energiekonzerns RWE zu machen.

„Herr Laschet sucht offensichtlich verzweifelt nach Absatzmärkten für den überflüssigen Braunkohlestrom“, kommentiert Andreas Büttgen von der Initiative Buirer für Buir. „Das untergräbt auch strukturell das Ziel einer europäischen Energiewende. Wir dürfen und werden eine solche rückwärtsgewandte Klientelpolitik nicht zulassen. Wir müssen sofort mit der Braunkohleverstromung aufhören!“

„Armin Laschet will den Teufel Atom mit dem Beelzebub Braunkohle austreiben“, sagt der Landesvorsitzende des BUND NRW, Holger Sticht. „Es ist jedoch eine Fehlleistung, aus der Situation Profit für den Großkonzern RWE schlagen zu wollen, anstatt endlich die Weichen in Richtung einer zukunftsfähigen Energiegewinnung zu stellen.“

„Atomausstieg und Kohleausstieg gehören zusammen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Europa-Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs). „Beides sind Energiequellen der Vergangenheit und sie gefährden auf unterschiedliche Weise die Gesundheit der Bevölkerung. In Deutschland, in Belgien und weltweit leiden die Menschen unter den Folgen von Radioaktivität sowie den giftigen Schadstoffen Feinstaub, Stickoxid, Quecksilber, Blei, Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium, die durch Braunkohlekraftwerke und -tagebaue freigesetzt werden. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Urananreicherungsanlage in Gronau und den schnellstmöglichen Kohleausstieg.“

Auch die Aachener AntiAtom-Initiativen sind über Laschet verärgert: „Der Vorschlag bringt uns der Abschaltung von Tihange kein Jota näher. Sie muss politisch durchgesetzt werden. Technisch ist sie längst möglich. Vor etwa drei Jahren waren die Riss-Reaktoren 21 Monate lang außer Betrieb, ohne dass es auch nur annähernd zu Versorgungsengpässen gekommen wäre“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.
Eine Koppelung der Stromnetze zwischen Belgien und NRW wurde schon von der vorherigen Landesregierung vorgeschlagen und ist daher nicht neu. Die geplante, aber noch nicht genehmigte ALEGrO-Trasse könnte jedoch frühestens 2020 fertig gestellt werden. Dem steigenden Risiko eines Super-GAUs in Tihange und Doel muss aber jetzt begegnet werden – durch die sofortige Stilllegung der Riss-Reaktoren.

„Armin Laschet tut so, als ginge es ihm um den Schutz der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er sich wirklich für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 einsetzen will, darf er das nicht von Stromtrassen abhängig machen“, äußert Jochen Stay von der AntiAtom-Organisation .ausgestrahlt.
(PM)
Und Chris Weise von AntiAtom-Euskirchen kommentierte: „Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.“
- – – – – – – – – – – – – – – – – – –
siehe auch => NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle . . . 17.12.2017 . . . ASW
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
Wechsle Deinen Stromanbieter

. . . 10.12.2017 . . . ASW

- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle

Soso, jetzt hat Armin Laschet (CDU) „einen Plan“ und schlägt den Belgiern einen „Deal“ vor: Tihange abschalten, Braunkohlestrom aus NRWE beziehen. Laschet im Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir müssten etwa drei Gigawatt liefern, dazu brauchen wir übrigens die Braunkohle.“

Drei Gigawatt ? Dazu brauchen wir Braunkohle ?

Nein! Dafür braucht es keinen Weiterbetrieb der Braunkohletagebaue in NRWE und weitere sinnlose Abholzungen im Hambacher Forst!

Wie Anika Limbach von
AntiAtomBonn analysierte:
„Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 TWh!
Nie zuvor gab es in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.“
Zur Verdeutlichung:
• 1 GW (Gigawatt): eine Milliarde W
• 1 TW (Terawatt): eine Billion W

Und das, obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien (insbesondere Photovoltaik) künstlich gedeckelt wird, zugunsten von subventioniertem Atom- und Kohlestrom, der die Netze verstopft, die Umwelt sowie das Klima killt und die Energiewende ausbremst.

Fazit: Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.
(chw)
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aber wir bleiben dabei:

Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
Wechsle Deinen Stromanbieter

. . . 10.12.2017 . . . ASW

- – – – – – – – – – – – -

siehe auch => @ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich! . . . 15.11.2017 . . . ASW


- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

Eine Reise in die UnteRWElt


Eine Reise in die UnteRWElt from experimentellerrand on Vimeo.
- – – — – – – — – — – – -
siehe auch =>
https://hambacherforst.org
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

NRWE-Landtag diskutierte über Rodung im Hambacher Forst

Grüne wollen Abholzung des Hambacher Forsts verhindern
• Alle anderen Fraktionen im Landtag sind dagegen
• CDU spricht von „Terroristen im Hambacher Forst“
. . . weiterlesen (mit Video) bei => www1.wdr.de
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
Alle aktuellen Entwicklungen,
Live-Ticker und Infos bei =>
https://hambacherforst.org
- – – – – – – — – – – – – – – – – – – – – – – -

siehe auch =>
@ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich! . . . 15.11.2017 . . . ASW
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

In Solidarität mit den Aktivist*innen im Hambacher Forst!

EILMELDUNG • 28.11.2017 • 16:00 Uhr •
„Der BUND NRW e.V. hat mit einem Eilantrag einen vorläufigen Rodungsstopp ab heute 18 Uhr erwirkt.

Laut Oberverwaltungsgericht könnte die Entscheidung mehrere Wochen dauern. Wir gehen davon aus, dass unsere Proteste und die Besetzung ihren Einfluss auf die Entwicklungen hatten.“

Die Zerstörungen durch RWE sind in vollem Gang
Mit freundlicher Unterstützung der Polizei NRWE


Alle aktuellen Entwicklungen,
Live-Ticker und Infos bei =>
https://hambacherforst.org

- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

Nach dem Urteil zum Hambacher Forst: Die Auseinandersetzung wird weitergehen

(aktualisiert/ergänzt am 26.11.2017)
Der BUND ist mit seinem Versuch gescheitert, den Braunkohletagebau Hambach vor Gericht zu stoppen.
Verantwortlich für die Fortführung des Tagebaus aber sei nicht das Gericht, sondern die Landesregierung, meint Jürgen Döschner in seinem Kommentar. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
- – – – – – – – – – — – – – – – – –

WDR-Video • Reaktionen auf Hambacher Forst Urteil:
„Rodungen völlig unnötig“
• 02:45 min.
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
Alle aktuellen Entwicklungen
und Infos bei
=>
https://hambacherforst.org

Bitte: Unterschreibe auch Du die Petition =>

HAMBACHER WALD RETTEN & KLIMA SCHÜTZEN
https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1

- – – – – – – – – – — – – – – – – –
siehe auch =>
Special Report from the
Occupied Forest:

Meet Activists Fighting Europe’s Largest Open-Pit Coal Mine

- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

Urteil im Prozess um den Hambacher Forst: „Profit Rules“


Verwaltungsgericht, 50667 Köln, Appellhofplatz 16 um 10 Uhr
• Klage abgewiesen • RWE darf roden • BUND will weiter gerichtlich gegen Rodung vorgehen und kündigt Eilantrag an •
– – – – – – – – – – – – -
.
hier klicken zum =>
.
Live-Ticker aus dem Gericht
.
.

- – – – – – – – – – – – -

siehe auch =>
Voralarm: RWE bereitet sich auf Einsatz vor . . . 22.11.2017 . . . https://hambacherforst.org
- – – – — – – – – – — – – – – – –
Was vorher geschah:

• Vergleich zu Tagebau Hambach gescheitert

• RWE lehnt Vorschlag ab

• Gerichtsentscheidung bis Freitag

Im Prozess um den Braunkohletagebau Hambach ist am Dienstag (21.11.2017) ein Vergleich gescheitert. Das Verwaltungsgericht Köln hatte vorgeschlagen, den Tagebau fortzuführen, ohne den Wald zu roden. Dabei gingen die Richter von einem Kohleausstieg in absehbarer Zeit aus. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de

Auch darum: RWE & Co. nix weiter unterstützen!

=> NiX wie raus aus Atom- & Kohle-Kraft!
Jetzt auf echten Ökostrom umsteigen!

- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

@ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich!

siehe auch => Interview mit Armin Laschet zum Kohleausstieg
Aktuelle Stunde | 13.11.2017 | UT | Verfügbar bis 20.11.2017 | WDR-Video

- – – – – – – – – – – – -
Kohleausstieg: ja oder nein? Und wann?

Energieökonomin Claudia Kemfert fordert auf WDR 2
, vor 1990 gebaute Kohlekraftwerke so schnell wie möglich stillzulegen.
Ausreichend Energie sei vorhanden und auch zur Erreichung der Klimaschutzziele sei der Kohleausstieg unabdingbar. . . .
(Text von www1.wdr.de)
- – – – – — – – —
Ohne negative Auswirkungen auf die Stromverbraucher*innen und die Versorgungssicherheit wäre ein sofortiger und gleichzeitiger Ausstieg aus Braunkohle und Atomkraft möglich. Das zeigt die Analyse von Anika Limbach (AntiAtomBonn):

„Wenn diese Aussage immer noch grundsätzlich in Zweifel gezogen wird – sogar von Befürworter*innen der Energiewende – dann liegt das an der offen-sichtlich erfolgreichen Strategie einer hoch-bezahlten Lobby.
Wie die Energieexpertin Claudia Kemfert in ihrem neuen Buch klarstellt, wurde das Mantra eines angeblich drohenden Blackouts so lange in der Öffentlichkeit wiederholt, bis die Allgemeinheit davon ausgehen musste, dieses „Argument“ sei stichhaltig.
De facto aber gab es nie zuvor in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.
Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 Twh!“

Mehr dazu unter =>
www.antiatombonn.de/index.php/sofortausstieg

• Als Langfassung mit „regionale Betrachtung“ und genauem Datenabgleich mit Leistungsbilanz der ÜNB im Anhang (ab S. 5): www.antiatombonn.de/images/stories/pdf_downloads/Ein-Sofortausstieg-ist-mglich_2017_lang.pdf
(Text von Anika Limbach für AntiAtomBonn)
- – – – – – – – – – – – – – — – – -
siehe auch =>
Kohlekraftwerk Weisweiler von Klimaaktivist*innen blockiert • Kohlezufuhr unterbrochen

. . . AntiAtom-Euskirchen . . . 15.11.2017
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

Bonn, 11.11.2017, 11:11 Uhr • 2.000 Menschen forderten: „Schluss mit dem faulen Zauber“

Kohle, Erdöl & Atom –

diese bösen Geister des Klimawandels prangerten die gut 2.000 Demonstrant*innen an.

Hinter dem Banner „Don’t nuke the climate“ warnten viele vor dem Versuch der Atomlobby sich als „green energy“ ins Spiel zu bringen.
„Auf gar keinen Fall lassen wir uns die todbringende Atomindustrie als grüne Energie verkaufen“, so Günter Hermeyer von „Don’t nuke the climate“ und Sprecher des Bündnisses „No-Climate-Change“ im Vorfeld.
In der Tat: Dieses unverschämte „Greenwashing“ braucht kein Mensch! Zur Untermauerung war das Geisterschiff der „Atomnarren“ aus Braunschweig dabei.

Eindringlich auch die Appelle an die Politik, keine Kompromisse bei der Klimapolitik zu schließen, sondern wesentlich mehr Druck beim Kohleausstieg zu machen. Auch die mehr als kritische Situation im Hambacher Forst wurde thematisiert.

Lasst Bilder sprechen . . .

. . . => hier einige Eindrücke in der Fotogalerie (22 Bilder)
von AntiAtom-Euskirchen

(chw) – – – – – – – – -



Tryo
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

„No-Climate-Change“-Demo am 11.11.2017 • Ab 10:30 Uhr Busbahnhof/Kaiserplatz, Bonn

Großes Geister-Atom-Schiff wird vor der Verharmlosung der Atomlobby als Klimaretter warnen.

Am kommenden Samstag, 11.11.2017, wird das Bündnis „No-Climate-Change“ die bösen Geister des Klimawandels – Kohle, Erdöl & Atom – mit einer Demonstration zum Konferenzort der Weltklimakonferenz (COP23) austreiben.

In die Demonstration wird der ursprüngliche Karneval mit seinem gegenüber der Obrigkeit respektlosen Humor einbezogen werden. Unser durchaus karnevalistischer Aufzug wird begleitet u.a. von einem Geisterschiff der „Atomnarren“ aus Braunschweig und den Kölner „Pappnasen“.
Das Bündnis besteht aus einem breiten Spektrum der sozialen und Umweltbewegungen.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Auftaktkundgebung um 10.30 Uhr am Kaiserplatz.
Um 11:11 Uhr setzt sich Demonstrationszug in Bewegung, nimmt den Weg: Zentraler-Omnibusbahnhof-Bonn (Hauptbahnhof) – Kaiserstraße – Fritz-Tillmann-Straße – Am Hofgarten – Adenauerallee – Willy-Brandt-Allee und wird um 13:00 Uhr die Genscherallee (neben der Bundeskunsthalle) erreichen.
Dort wird die Abschlusskundgebung stattfinden.

No-Climate-Change hegt keine großen Erwartungen an die Konferenz. Zwar ist Fidschi sicherlich einer der Staaten, für die weitgehende Ergebnisse existenziell wären, aber die Bundesregierung wird sich kaum als Antreiber zu ehrgeizigen Zielen betätigen.
Deutschland wird die selbstgesetzten Klimaziele deutlich verfehlen und es ist nicht sichtbar, dass dies der Bundesregierung Kopfzerbrechen bereiten würde.
Vielmehr nehme sie Veränderungen der Klimasysteme skrupellos in Kauf, sagte Günter Hermeyer von „Don’t nuke the climate“ und Sprecher des Bündnisses. „Wenn wir den Klimawandel bekämpfen wollen, darf nicht gleichzeitig der weltweite Warenverkehr durch immer mehr Freihandel angeheizt werden. Die nicht nur von der Atomlobby ins Spiel gebrachte angeblich Alternative des Atomstroms als ‚Klimawandelretter‘ könnte weltweit und besonders hier im Großraum Aachen-Köln-Bonn in absehbarer Zukunft die totale Vernichtung jeglicher Lebensmöglichkeit bedeuten. Auf gar keinen Fall lassen wir uns die todbringende Atomindustrie als grüne Energie verkaufen.“

„Zwei Drittel des Erdöls, die Hälfte des Erdgases und 80 Prozent der Kohle muss in der Erde bleiben“, sagte Dagmar Paternoga von Attac Deutschland und ebenfalls Bündnissprecherin. „Der Energieverbrauch für Produktion und Transport, der Auto- und Flugverkehr sowie die industrielle Fleischproduktion müssen sofort und drastisch reduziert werden. In einer profitgetriebenen Ökonomie wird das nicht möglich sein. Kapitalismus und Wachstumszwang, das ganze Modell der Industriegesellschaft müssen infrage gestellt werden.“
(mit Material PM vom 7.11.2017 von www.no-climate-change.org)
Mehr Infos unter => https://www.no-climate-change.org



- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

Der Hambacher Forst braucht Solidarität!

Rodungen bald möglich

Wir erwarten, dass RWE am 21.11., dem Tag des Gerichtsurteils, bereits mit den Rodungen anfangen wird.
Internen Informationen zufolge plant RWE mit Unterstützung der Polizei den ältesten Teil des Waldes einschließlich aller Baumhausdörfer roden und räumen zu lassen.“ . . . weiterlesen bei => https://hambacherforst.org

- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________

5.11.2017: „Ende Gelände“ blockiert Hambacher Tagebau • RWE muss zwei Bagger und ein Förderband stoppen

Ende Gelände setzt Zeichen im Vorfeld der Weltklimaverhandlungen

Heute Mittag gelang es mehreren tausend Klimaaktivist*innen vom Bündnis Ende Gelände an verschiedenen Stellen den Tagebau Hambach zu betreten. Mit ihren Körpern blockieren sie erfolgreich Kohleinfrastruktur, um ihre Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg in die Tat umzusetzen. Der Energiekonzern RWE musste daraufhin den Betrieb von Kohlebaggern und den Betrieb eines Förderbandes im Tagebau einstellen.

„Wir sind Teil einer internationalen Graswurzelbewegung, die für eine globale Energiewende von unten eintritt. Fossile Energieträger müssen im Boden bleiben. Wir sind hier direkt am Ort der Zerstörung und setzen ein deutliches Zeichen für Klimagerechtigkeit. Gemeinsam sind wir viele, gemeinsam sind wir entschlossen und stark“, sagte Janna Aljets, Pressesprecherin von Ende Gelände.

„Es kann nicht sein, dass es „legal“ ist, für den Kohleabbau Dörfer und Wälder abzubaggern und durch die Verbrennung von Kohle den Klimawandel zu befeuern. Wenn die Gesetze die Zerstörung von Lebensgrundlagen schützen, dann müssen wir uns über sie hinwegsetzen – in unseren Augen ist unser Handeln legitim“, so Dorothee Häußermann, Pressesprecherin von Ende Gelände. „Mit unserer heutigen Aktion zeigen wir erneut, dass wir ruhig und besonnen vorgehen. Unser ziviler Ungehorsam gefährdet keine Menschen. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise ist ziviler Ungehorsam mehr als notwendig.“

Mit einer angemeldeten Demonstration für Klimagerechtigkeit starteten heute Morgen rund 4.500 Menschen im rheinischen Buir. Im Verlauf verließen Aktivist*innen des Ende Gelände-Bündnisses die Demonstration, um die Infrastruktur des Tagebau Hambachs zu blockieren. Solidarisch unterstützt werden sie von etlichen nationalen und internationalen Klimaaktivist*innen, so auch von den Pacific Climate Warriors, einer Gruppe von Klimaschützer*innen verschiedener pazifischer Inselstaaten.

Am gestrigen Samstag fand in Bonn die Großdemonstration „Kohle stoppen – Klima schützen“ mit 25.000 Menschen statt, auf der Forderungen nach Klimagerechtigkeit und einem Ausstieg aus der Kohle auf die Straße getragen wurden. Die Weltklimaverhandlungen (COP23) finden rund 50 Kilometer vom Tagebau Hambach entfernt statt und stehen unter dem Vorsitz des drastisch vom Klimawandel betroffenen Inselstaats Fidschi.
(PM von Ende Gelände)
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
. . . siehe zum Thema auch =>
Aktivisten dringen in Braunkohletagebau Hambach ein . . . 5.11.2017 . . . www1.wdr.de . . . mit Video

- – – – – — – – -
und => Proteste: Braunkohlegegner dringen in rheinischen Tagebau Hambach ein . . . 5.11.2017 . . . www.spiegel.de

sowie => Protest im Braunkohletagebau Hambach:
Alle Finger in der Grube

Tausende AktivistInnen dringen in den Braunkohletagebau Hambach ein. Sie protestieren gegen den „fossilen Kapitalismus“. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 5.11.2017
- – – – – – – – – – – -
siehe auch =>
5.11.2017 • Tagebau Hambach • „Ende Gelände“ Live-Ticker
- – – – – – — – — – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
_____________________________________