Archiv der Kategorie 'Gronau'

Tihange, Lingen, Gronau und Co.: Chance im Bundesrat vertan

Eine weitere Chance vertan: Baden-Württenberg hat seinen Antrag im Bundesrat, der einen Exportstopp von Brennelementen an grenznahe Atomkraftwerke fordert und heute verhandelt werden sollte, laut einer PM von Hubertus Zdebel (Linke) wegen unsicherer Mehrheitsverhältnisse, überraschend zurückgezogen.

Zdebel dazu: „Die Rücknahme des Antrages ist alles andere als ein starkes gemeinsames Signal der Bundesländer an die Bundesregierung, die Exporte von Uranbrennstoffen aus den deutschen Uranfabriken in Gronau und Lingen endlich zu verbieten. Zur Durchsetzung des Exportstopps bedarf es weiteren Druck aus der Zivilgesellschaft, aus Umweltverbänden und Anti-Atomkraft-Initiativen.
DIE LINKE fordert schon seit langem, die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen, die über unbefristete Betriebsgenehmigungen verfügen, endlich in den deutschen Atomausstieg einzubeziehen. Sie versorgen Atomkraftwerke weltweit mit Brennstoff – darunter die besonders maroden Meiler in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Tschechien und der Schweiz.
Dass ihre Stilllegung möglich ist, haben Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums gezeigt.
Das muss nun auch endlich umgesetzt werden.“
(Mit Material aus PM)
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siehe auch => Neues Gutachten: Atomfabriken Gronau und Lingen könnten stillgelegt werden . . . 17.11.2017

sowie => Ein Exportstopp für Brennelemente aus Lingen kann rechtssicher verfügt werden . . . 21.10.2016

und => Rechtsgutachten zum Export von Brennelementen aus Lingen . . . 23.07.2016
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Gemeinsamer Appell an Bundesländer: Export-Verbot für Brennelemente beschließen

Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden und Anti-Atomkraft-Initiativen fordert die Regierungen der Länder dazu auf, am Freitag einem Bundesrats-Antrag zuzustimmen, der einen Exportstopp von Brennelementen an grenznahe Atomkraftwerke (AKW) fordert.
Die Organisationen begrüßen den von Baden-Württemberg eingebrachten Antrag und richten ihre Forderung insbesondere an die nordrhein-westfälische Landesregierung, die im Vorfeld angekündigt hat, den Antrag abzulehnen.

„Es ist an der Zeit, dass sich die Landesregierungen vereint dafür einsetzen, die deutsche Beteiligung am Betrieb der gefährlichen Atommeiler endlich zu beenden“, betont Dr. Philip Bedall, Referent für Energie- und Atompolitik am Umweltinstitut München. „Obwohl die Bundesregierung die Stilllegung der deutschen AKW beschlossen hat, ist Deutschland immer noch mitverantwortlich dafür, dass grenznahe AKW im Ausland die eigene Bevölkerung bedrohen.“

Die Bundesratsinitiative Baden-Württembergs zielt darauf, die Bundesregierung aufzufordern, Exporte von Brennstoff an grenznahe AKW im Ausland künftig zu untersagen. Darüber hinaus soll die Bundesregierung ihre Initiativen, die zu einem raschen Abschalten der entsprechenden AKW führen, verstärken und ausweiten.

Die Verbände und Initiativen richten ihre Forderung insbesondere an die nordrhein-westfälische Landesregierung, die zu den lautesten Kritikern der grenznahen belgischen AKW Tihange 2 und Doel 3 gehört. Bislang folgte der harschen Rhetorik jedoch kein echtes Engagement gegen die Pannenmeiler.
„Immer wenn es konkret wird, etwas gegen den Betrieb der Riss-Reaktoren zu unternehmen, glänzt Nordrhein-Westfalen mit Untätigkeit“, erklärt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. „Eigene wirksame Maßnahmen bleibt Ministerpräsident Laschet bisher schuldig. Damit ist er als Kritiker der Pannenreaktoren unglaubhaft.“
(PM)
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=> hier gibts den Verbändebrief vom 15. November 2018 an die Landesregierungen zum lesen oder herunterladen als pdf
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .

Anhörung im Bundestag: CDU/CSU stehen zur Urananreicherung

Neues aus dem Laschet-NRWE-Kasperle-Theater:
Verbot von Atom-Exporten – keine Hilfe aus NRW


• Verbot von Atom-Exporten wird Thema im Bundesrat
• NRW unterstützt Antrag aus Baden-Württemberg nicht
CDU und FDP hatten mal sofortigen Stopp gefordert
=> zum WDR-Video und Artikel vom 17.10.2018

Deutscher Atombrennstoff hält belgische Bröckel-Reaktoren am Laufen.

Doch CDU und CSU bremsen einen Produktionsstopp aus.

Im Streit über die Beendigung der deutschen Atombrennstoffproduktion erhöhen SPD, Grüne und Linke den Druck. „Zum Atomausstieg muss auch das Ende der Verarbeitung von Kernbrennstoff zählen“, sagte SPD-Abgeordnete Nina Scheer der taz nach einer Expertenanhörung im Umweltausschuss des Bundestags. Sie „appelliere“ an CDU und CSU, sich zur Stilllegung der deutschen Urananreicherungsanlage (UAA) im nordrhein-westfälischen Gronau und der Brennelementefertigung im niedersächsischen Lingen „durchzuringen“. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 17.10.2018

Ini­tia­ti­ven zu Uran­anrei­che­rung und Brenn­ele­men­ten kontro­vers be­wer­tet

Die Forderung von Bündnis 90/Die Grünen und der Linksfraktion, Urananreicherung und Brennelementeherstellung in Deutschland zu beenden, wird von Experten höchst unterschiedlich bewertet.
Besonders umstritten ist die Frage, ob mit dem geforderten Ausstieg Verfassungs-, Völker- oder EU-Recht gebrochen werden würde.
Das wurde in einer Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unter Vorsitz von Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen) am Mittwoch, 17. Oktober 2018, deutlich.
Die Grünen haben einen entsprechenden Gesetzentwurf (19/964), Die Linke einen Antrag (19/2520) vorgelegt. Darin fordern sie, die Betriebserlaubnis für Anlagen der Urananreicherung und Brennelementeherstellung zu beenden und diese stillzulegen. Die Abgeordneten argumentieren, diese Maßnahmen seien im Zuge des deutschen Atomausstiegs nötig. . . . weiterlesen bei => www.bundestag.de . . . 17.10.2018
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. . . ach, übrigens => Auch hier steckt RWE drin:
Urananreicherungsanlage Gronau / RWE . . . 16.08.2018

Darum: RWE weder direkt noch indirekt unterstützen!

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NRW-Landeskonferenz: AntiAtom-Initiativen besorgt über atomare Risiken und Castortransporte in NRW

„Wann handelt aus NRW stammende Bundesumweltministerin Schulze endlich?“

Vergangenen Samstag (8.9.) kamen Atomkraftgegner*innen aus NRW sowie Vertreter*innen der bundesweiten Organisation .ausgestrahlt und des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur Anti-Atom-Landeskonferenz in Jülich zusammen.
Sie tauschten sich über die Probleme und Entwicklungen an den verschiedenen Standorten von Atomanlagen in NRW und Atomanlagen in unmittelbarer Grenznähe aus und berieten über Protestaktionen.
Konkret rufen die Atomkraftgegner*innen am kommenden Donnerstag, 13.9.2018 zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei auf, um auf die aktuellen Probleme in der Kohle- und Atompolitik aufmerksam zu machen.

An allen Standorten wurde deutlich, dass die aus Münster stammende Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sich zu wenig um die atompolitischen Probleme kümmert.
So sind für Ahaus im Münsterland ab Herbst 2019 Castortransporte aus Garching und Jülich angekündigt.
Mehrere Briefe der Bürgerinitiative aus Ahaus an die Umweltministerin wurden von der Staatssekretärin unter anderem mit den Worten „Frau Bundesumweltministerin nimmt die Sorgen der in der Region lebenden Menschen sehr ernst“ abgespeist. Svenja Schulze fordert eine schnellstmögliche Räumung des ungenehmigten Jülicher Zwischenlagers – ohne sich langfristige Gedanken über die Sicherheit in Ahaus oder die ungelöste Konditionierung des hochproblematischen Atommülls zu machen. Die Umweltministerin nimmt sogar bei der Bearbeitung des Atommülls in einer US-Militäranlage die Freisetzung des radioaktiven Graphits als CO2 in die Umwelt in Kauf.
In Ahaus findet am 16.9.2018 um 14 Uhr in der Innenstadt eine Kundgebung der Bürgerinitiative statt.

Mit Blick auf die Aachener Region wird kritisiert, dass Svenja Schulze nun jeglichen Widerstand gegen die gefährlichen belgischen Riss-Reaktoren und deren Belieferung aus den Uranfabriken Gronau und Lingen aufgegeben hat, indem Sie einer befangenen Reaktorsicherheitskommission (RSK) vertraut, die die Bedeutung der gefunden Risse kleinredet, obwohl sie sich nur auf belgische Daten verlässt.

Gleichzeitig tauschten sich die Atomkraftgegner*innen besorgt darüber aus, dass am Karlsruher Institut für Technik (KIT) ganz offensichtlich an neuen Reaktortypen geforscht wird. Ein Karlsruher Forscher ist am 30.Oktober bei der Thorium-Tagung in Brüssel als Redner angekündigt. Solche Forschung konterkariert einen Atomausstieg nach Ansicht der Landeskonferenz genauso wie der unbefristete Weiterbetrieb der Uranfabriken in Gronau und Lingen.
Lediglich zur Gronauer Urananreicherungsanlage äußerte sich Frau Schulze gegenüber den Initiativen etwas ausführlicher, was offenbar daran liegt, dass Gronauer Uranoxid nun in Besitz der britischen Urananreicherungsanlage übergegangen ist und damit nicht mehr in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt.
Die NRW-Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen fordert die Bundesumweltministerin auf, sich nicht länger vor den atomaren Problemen in NRW zu drücken und diese mit dem Ziel größtmöglicher Sicherheit anzugehen.

Solidarität mit dem Hambacher Forst

Nach der Landeskonferenz besuchten Atomkraftgegner*innen die Widerstandscamps und Baumbesetzungen im Hambacher Forst.
Neben praktischer Unterstützung durch Lebensmittelspenden, sowie guten Gesprächen mit den Menschen vor Ort, erklärten die Teilnehmer*innen der Landeskonferenz ihre Solidarität mit den Zielen des Widerstands:
„Stopp der weiteren Rodung des Hambacher Forsts! –
Ausstieg aus der schmutzigen Energiegewinnung durch Braunkohleverbrennung!“

Kritisiert wurde die massive Kriminalisierung des Widerstands, gefordert wird deutliches Handeln der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, um die genannten Ziele zu verwirklichen!
Die dort zu beobachtenden polizeilichen Repressalien und teils absurden Übertreibungen was die Gewalttätigkeit angeht, kennen die Atomkraftgegner*innen von Castor-Transporten leider zu Genüge.
(PM)
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Initiativen und Verbände fordern im Gespräch mit RWE die sofortige Schließung von Urenco

• RWE lehnt nach Gesprächen mit Anti-Atominitiativen den Ausstieg aus Urananreicherung in Gronau strikt ab
• Waffenfund bei Urenco Gronau

Rund 33 Jahre nach der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (15.08.1985) hat im RWE-Tower in Essen erstmalig ein Gespräch zwischen RWE, dem Geschäftsführer von Urenco Deutschland und Anti-Atomkraft-Initiativen sowie Umweltverbänden stattgefunden.
In scharfer Form kritisieren die Verbände und Initiativen, dass die RWE-Spitze am unbefristeten Weiterbetrieb der umstrittenen Uranfabrik in Gronau festhält.

Obwohl die mögliche Verknüpfung mit dem US-Atomwaffenprogramm weiter auf der Tagesordnung steht, reagierten die Vertreter von RWE und Urenco Gronau mit angeblichem Nichtwissen auf unsere Frage nach den öffentlich zugänglichen Vertragsvereinbarungen zwischen dem Urenco-Konzern und der TVA (Tennessee–Valley – Behörde), das seine Tritium–Erzeugung jetzt auf zwei amerikanische Atomkraftwerke, ausweiten wird. Tritium wird für den Sprengkörper bei Atomwaffen eingesetzt.
Bezüglich der Einhaltung von internationalen Kontrollverträgen (Atomwaffensperrvertrag und Vertrag von Almelo) sahen RWE und Urenco keine eigene Verantwortung. Das läge in der Verantwortung der Politik und der Atomaufsichtsbehörden.
Dr. med. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW: “Ein solches Maß an systematischer Verantwortungslosigkeit auf der Seite von RWE entsetzt mich. Da frage ich mich, schüttelt RWE nicht ebenso seine Verantwortung bezüglich seiner Verschmutzungspolitik in Sachen Kohle und Klimawandel ab?“

Laufende Gespräche über einen möglichen Verkauf der Urenco mit einem US/japanischem Konsortium wurden dementiert. Auch gäbe es keinerlei Gespräche mit der Bundesregierung über eine mögliche Entschädigung im Falle einer Stilllegung der Anlage in Gronau.

Bei der Frage nach Verantwortung des Unternehmens für die Lieferkette und die Einhaltung der Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung des Urans, sahen die RWE Vertreter keine Konzernverantwortung.
Günter Hermeyer von uranium network: “Jedes Unternehmen hat eine eigene Verantwortung innerhalb der Lieferkette, so muss auch Urenco dafür sorgen, dass die Herkunft des Urans eindeutig offengelegt wird und Land – Menschen – und Arbeitnehmerrechte durchgesetzt werden.“

Der Geschäftsführer von Urenco Deutschland beantwortete einige Detailfragen zur Gronauer Anlage und zur seit Jahren ungenutzten Uranoxid-Halle, die nach seiner Aussage vermutlich auch in den kommenden 5 Jahren nicht in Betrieb genommen wird.
Bezüglich unserer Fragen nach dem zu entsorgenden Atommüll aus Gronau erfuhren wir, dass Urenco abgereichertes Uranhexafluoridauf seinem Gelände erneut zur Urananreicherung benutze, falls der Kunde nicht über eigene Uranvorräte verfüge.

Die erschreckenden Nachrichten über gefundene Waffenteile im Urenco Werk Gronau, sorgten nur wenige Stunden nach dem Gespräch in Essen für Irritationen bei den Atomkraftgegnern.
Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf: „Wir fühlen uns verschaukelt, da wir davon ausgehen, dass die Vertreter von RWE und Urenco von dem Vorfall wussten und ihn bewusst verschwiegen haben. Wir hatten das Gefühl, dass das auch für andere Themen des Gesprächs galt.“

„Obwohl RWE bei den Fragen abblockte und nicht ansatzweise kooperativ war, wollen die Initiativen und Verbände mit dem Konzern im Gespräch bleiben. Wir haben einen Fragenkatalog mit 25 Fragen erstellt und warten auf die zugesagte Beantwortung. Unsere Forderungen nach sofortiger Stilllegung der UAA und der RWE-Atomkraftwerke Lingen und Gundremmingen bleiben bestehen.“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
(PM)
siehe auch => Waffenteile bei UAA-Mitarbeiter entdeckt . . . www1.wdr.de . . . 20.08.2018
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Urananreicherungsanlage Gronau / RWE

• Nach jahrelangen Protesten heute erstmals Gespräch im RWE-Tower: Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände fordern Ende der Urananreicherung!
• RWE ist Anteilseigner an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

Nach jahrelangen Protesten von Atomkraftgegner*innen und Umweltverbänden gegen die Beteiligung von RWE und EON an Urenco hat RWE für heute Nachmittag erstmals zu Gesprächen über die Urananreicherung im westfälischen Gronau in den RWE-Tower nach Essen eingeladen. An dem Treffen werden Anti-Atomkraft-Initiativen, die Ärzteorganisation IPPNW und ICAN Deutschland teilnehmen.

Im besonderen Fokus der Gespräche stehen die Zukunft Urencos und der Urananreicherung in Gronau, der Urenco-Atommüll, die Gefahren der zahlreichen Urantransporte sowie die mutmaßliche Unterstützung des Atomwaffenprogramms der USA durch Urenco und die völlig unklare Entsorgung des Gronauer Uranmülls.

Gleichzeitig unterstützen die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände angesichts des Klimawandels die Forderung nach einem beschleunigten Kohleausstieg. RWE steht hier als größter Betreiber von Kohlekraftwerken und größter CO2-Emittent Europas in der Pflicht.

RWE und EON halten jeweils ein Drittel am britisch-deutsch-niederländischen Urananreicherer Urenco, der in Gronau die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage betreibt. Das trinationale Konsortium beliefert u. a. die Brennelementefabrik in Lingen, von wo aus die Brennelemente in die belgischen Pannenreaktoren Doel 3 und Tihange 2, aber auch ukrainische Reaktoren nahe dem Kriegsgebiet in der Ostukraine und erstmals seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 auch wieder Japan beliefert werden.
Bislang ist die Urananreicherung vom Atomausstieg in Deutschland komplett ausgenommen.
Atomkraftgegner und die IPPNW kritisieren dies seit langem und fordern die sofortige Stilllegung dieser Anlagen.

„Wir wollen RWE heute nochmal persönlich verdeutlichen, dass das Zeitalter der Atomenergie in Deutschland unweigerlich zu Ende geht. Dazu gehört zwingend auch das Ende der Urananreicherung in Gronau und die Abwicklung der Firma Urenco. Zudem versetzt es uns in große Sorge, dass RWE offenbar hinter verschlossenen Türen über einen noch in diesem Jahr bevorstehenden Verkauf der Urenco an ein japanisch/US-amerikanisches Konsortium verhandelt. Nach jahrelangen Protesten auf den RWE-Jahreshauptversammlungen erwarten wir, dass sich RWE heute der Diskussion offen und kompromissbereit stellt,“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Starke Besorgnis haben Medienberichte ausgelöst, wonach Urenco Uran für Atomreaktoren in den USA anreichern soll, die sich am Atomwaffenprogramm der USA beteiligen. „122 Staaten haben letztes Jahr im Rahmen der Vereinten Nationen für ein Abkommen zum Verbot von Atomwaffen gestimmt. Darin steht, dass auch die Unterstützung der Herstellung von Atomwaffen verboten sein soll. Sollte sich bestätigen, dass durch Urenco angereichertes Uran für nicht-friedliche Zwecke verwendet wird, muss das aufhören“, fordert Johannes Mikeska von ICAN Deutschland

Die Praxis von Urenco wäre ein klarer Verstoß gegen die im Staatsvertrag von Almelo vereinbarte rein zivile Nutzung der Urananreicherung. „Die Beteiligung am Atomwaffenprogramm in den USA bedeutet das Überschreiten einer roten Linie und den Bruch des Staatsvertrags von Almelo durch Urenco. Da die USA über keine eigene Urananreicherung mehr verfügen, sind weitere derartige Bitten an Urenco mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Wir fordern von RWE als Anteilseigner bei Urenco sowie von der Bundesregierung als staatlicher Aufsicht über Urenco das sofortige Ende aller Lieferungen von angereichertem Uran, das direkt oder indirekt militärisch genutzt werden kann – eine Beteiligung am atomaren Wettrüsten ist absolut unverantwortlich,“ so Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Präsidentin Europa.
(PM vom 16.08.2018)
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Tihange und Doel: Schluss mit Symbolpolitik

Umweltverbände fordern wirksame Maßnahmen gegen
Gefahr durch belgische Atomkraftwerke

In einem offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen (Armin Laschet) und Rheinland-Pfalz (Malu Dreyer) erheben Umweltverbände aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden schwere Vorwürfe gegenüber der deutschen Politik.

Sie profitiert wirtschaftlich vom Betrieb der Reaktoren in Tihange und Doel und setzt dafür die Bürgerinnen und Bürger schwerer Gefahr aus. Es ist an der Zeit, dass Bundes- und Landesregierungen endlich vereint die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die deutsche Beteiligung am Betrieb der gefährlichen Atommeiler zu beenden.

Unterzeichner*innen des Briefs aus Anlass des zweiten Arbeitstreffens der Deutsch-Belgischen Nuklearkommission vom 13. bis 14. Juni 2018 in Brüssel, sind Amis de la terre Belgique / Friends of the Earth Wallonia-Brussels, die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Climaxi/ Friends of the Earth Flanders, Fin du Nucléaire, das Umweltinstitut München und Wise Nederland.

Gemeinsam fordern sie die Stilllegung der Atomfabriken in Gronau (Westfalen) und Lingen (Niedersachsen) und damit den Stopp der Brennelemente-Lieferungen aus Deutschland an die Reaktoren im belgischen Tihange und Doel. Darüber hinaus muss die Bundesrepublik ihre Aktienanteile in Höhe von 21,5 Millionen Euro an der Betreiberfirma der belgischen Reaktoren, Engie, abstoßen.
(PM von .ausgestrahlt vom 12.06.2018)
=> Den offenen Brief gibt`s hier als pdf

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300 Menschen beim Ostermarsch Gronau fordern Ende der Urananreicherung

Mit etwa 300 Menschen begann der Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau (Westfalen). Der Ostermarsch endete an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage, die der Urenco-Konzern betreibt. Die Kernforderung lautete:

„Atomwaffen und Urananreicherung ächten.
Zivile Konfliktlösung statt Rüstungsexporte“

Bei der Auftaktkundgebung wurde unter anderem ein Grußwort der Sängerin Nina Hagen verlesen. Gemeinsam mit dem Pastor Karl-Heinz ter Horst macht sie auf den gesundheitsgefährdenden Einsatz von abgereichertem Uran in panzerbrechender Munition aufmerksam. Auch in der Gronauer Uranfabrik entsteht abgereichertes Uran, welches, da es nicht militärisch genutzt werden darf, Atommüll ist. Deshalb fordern Nina Hagen und Pastor ter Horst die Schließung der Gronauer und auch der Lingener Uranfabrik, welche bislang beide vom Atomausstieg ausgenommen sind.

Mit seiner Musik sorgte der Liedermacher Gerd Schinkel nicht nur für gute Stimmung, sondern informierte so ganz nebenbei in seinen Liedern über die risikoreichen Machenschaften des Urenco-Konzerns, und motivierte die Menschen, sich für ein friedliches Miteinander und gegen die gefährliche Uranindustrie zu engagieren.
Uran-Exporte sind zivil und militärisch brisant

Die Demonstrant*innen forderten unter anderem, dass die Bundesrepublik Deutschland endlich dem noch jungen Atomwaffenverbotsvertrag der UN beitreten solle, anstatt US-Atombomben in Büchel zu lagern und der Gronauer Urananreicherungsanlage Exporte in alle Welt zu erlauben. „Durch die Exporte fördert Deutschland womöglich die Instandhaltung und Weiterentwicklung des US-Atombombenprogramms, da inzwischen auch Lieferverträge für AKW des US-Atombombenprogramms abgeschlossen wurden“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Auch die Exporte in AKW im ostukrainische Kriegsgebiet und die belgischen Riss-Reaktoren sind ein weiterer Grund für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage anstatt sie weiter vom Atomausstieg auszuklammern.

Kein Atombombenfähiger Atommüll nach Ahaus!
Scharfe Kritik gab es an den Plänen der bayrischen Landesregierung hochangereicherten Atommüll (87,5% Uran 235) aus dem Garchinger Forschungsreaktor nach Ahaus zu bringen. Der Inhalt eines Brennelements aus diesem Reaktor reicht für die Herstellung einer Atombombe vom Hiroshima-Typ. „Das Atommüll-Lager in Ahaus würde damit zu einem bevorzugten Objekt für Terroranschläge. Das werden wir nicht hinnehmen“, so Hartmut Liebermann von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ in seiner Rede.

Hintergrundinformationen:

• Die Technik der Urananreicherung kann für den Bau von Atombomben genutzt werden. Das nordkoreanische, das pakistanische und auch das iranische Atomprogramm basieren auf der Anreicherungstechnik der Urenco-Tochter Ultra-Centrifuge Nederland (UCN), deren Pläne in den 70er Jahren von dem Pakistaner Abdul Quadeer Khan entwendet wurden.
• Neue Lieferverträge zwischen Urenco und dem US-AKW-Betreiber TVA legen den Verdacht nahe, dass mit dem von Urenco angereicherten Uran in zwei AKW das wichtige Spaltprodukt Tritium erzeugt wird, was unerlässlich für die Wirkung und Instandhaltung von Atomwaffen ist. Die USA besitzen seit geraumer Zeit keine eigene Anreicherung.
• Die neue US-Atomwaffenstrategie, soll mit sogenannten „Mini-Nukes“ einen atomaren Krieg „führbarer“ machen soll, also die Hemmschwelle Atomwaffen einzusetzen, herabsenken.
• Abgereichertes Uran wird Munition zugesetzt, um sie aufgrund der hohen Dichte durchschlagskräftiger zu machen, zum Beispiel im Einsatz gegen Panzer oder Bunker. Dabei wird das schwach-radioaktive Material im Kriegsgebiet als Staub verteilt und verseucht so ganze Regionen.

(PM)
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WDR • Ostermarsch Gronau 2018


• Seit 60 Jahren Ostermärsche in Europa
• In NRW im Jubiläumsjahr knapp 20 Termine
• Ziel der Demonstrationen: Frieden und Abrüstung
• 300 Menschen demonstrierten in Gronau

Die NRW-Ostermärsche 2018 sind am Karfreitag (30.03.2018) im münsterländischen Gronau (Kreis Borken) gestartet – mit einem Gang zur Uran-Anreicherungsanlage. „Wir fordern die Stilllegung der Anlage, weil sie zum Bau von atomwaffenfähigem Uran genutzt werden kann“, sagt Udo Buchholz vom „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“. (WDR, 30.03.2018)
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Karfreitag, 30. März 2018 • Ostermarsch-Auftakt in Gronau

Gronauer Ostermarsch,
Karfreitag, 30. März 2018

Auftakt: 13 Uhr Bahnhof Gronau (Westfalen)
– Abschluss ca. 15 Uhr
Urananreicherungsanlage Gronau

• Urananreicherung und Atomwaffen ächten!

• Stilllegen und Abwracken!

• Zivile Konfliktlösung statt Waffenexporte!

. . . . . (Bus-Shuttle zurück zum Bahnhof nach der Demo!)

=> https://ostermarsch-gronau.de/
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AKW Tihange • Gronau • Lingen • Neue Petition: Keine Brennelemente an Risikoreaktoren!


Tausende Risse im Druckbehälter, mangelnde Erdbebensicherheit und unzureichender Katastrophenschutz – Belgiens marode Atomkraftwerke sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung in Europa.
Schreibt bitte jetzt Umweltministerin Schulze, Ministerpräsident Laschet und Ministerpräsident Weil – sie müssen die Brennelemente-Exporte an europäische Risikoreaktoren stoppen und die Atomfabriken in Gronau und Lingen stilllegen!
Darum bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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Proteste gegen Urantransporte in mehreren Bundesländern

Grafik: pixabay

Am Wochenende wurden in mehreren Städten Protestaktionen gegen Urantransporte durchgeführt.

Anti-Atomkraft-Initiativen hatten zur Teilnahme an Mahnwachen aufgerufen, um auf die Gefahren der zahlreichen Urantransporte aufmerksam zu machen. Gleichzeitig richteten sich die Proteste generell gegen die Nutzung der Atomenergie. So wurde zum Beispiel in Hamburg mit Straßentheater gegen Urantransporte protestiert, in Münster und Bonn mit Mahnwachen. In Rheinland-Pfalz wurde in Regionalzügen der Moselstrecke auf die Gefahren der Urantransporte hingewiesen. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) solidarisiert sich mit den Protesten und unterstützt die Forderung nach dem Verbot von Uran- und sonstigen Atomtransporten. Bereits jetzt ruft der BBU zur Teilnahme an Mahn- und Gedenkveranstaltungen im März anlässlich des 7. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima auf (11. März).

Foto: pixabay

In dem Aufruf zur Teilnahme an den Protestaktionen hieß es: Wir wollen auf den Transport von Uranerzkonzentrat (auch bekannt als „Yellow Cake“) aufmerksam machen, das regelmäßig im Hamburger Hafen verladen wird und dann per Bahn bis Narbonne im Süden Frankreichs fährt, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Uranerzkonzentrat ist eine Art gelbes Pulver, das aus den Uranminen kommt und in Narbonne in Uranhexafluorid (sehr giftiges Zeug) umgewandelt wird, damit es in Gronau zum Beispiel für Brennelemente angereichert werden kann.“

Das Uranerzkonzentrat fährt über den Schienenweg von Hamburg über Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier, danach über Metz und Woippy bis Narbonne. Protestaktionen gab es entlang dieser Transportstrecke.

Udo Buchholz vom BBU-Vorstand betont, dass sich der Aktionstag gegen viele Gefahren der Atomindustrie ausgerichtet war. „Der Schwerpunkt der Proteste richtete sich gegen konkrete Transporte von Uranerzkonzentrat.
Die Proteste richteten sich aber auch gegen alle Uran- und
Atomtransporte, sowie gegen Atomkraftwerke und Uranfabriken. Und der Protest richtete sich auch gegen den Uranabbau, der in vielen Ländern erfolgt und der die Rohstoffe der Atomindustrie liefert.“

Urantransporte erfolgen auch mit LKW – Hilfskräfte werden vorab nicht informiert.
Der BBU weist darauf hin, dass Urantransporte nicht nur mit der
Bahnerfolgen, sondern auch mit LKW. Oft fahren die Transporte unerkannt durch Wohngebiete; Hilfskräfte wie Feuerwehren oder das THW werden im Vorfeld nicht über derartige Transporte informiert und wären im Ernstfall selber den Gefahren radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

Weitere Informationen über die Gefahren der Urantransporte unter
http://urantransport.de.

Informationen zum Thema Uranabbau:
http://www.wise-uranium.org, http://www.menschenrechte3000.de


(PM)

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Tihange: Umweltinstitut-München wirft Laschet Doppelzüngigkeit vor

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet scheitert mit seinem Vorhaben, die belgische Regierung dazu zu bewegen, den pannenanfälligen Atomreaktor in Tihange so zeitnah wie möglich vom Netz zu nehmen.
Dies kommentiert Dr. Philip Bedall, Referent für Atompolitik am Umweltinstitut München.

„Armin Laschet ist an Doppelzüngigkeit nicht zu überbieten. In Belgien fordert er die Stilllegung der Pannenreaktoren, doch zu Hause sabotiert er die dafür nötigen Schritte“, erklärt Dr. Philip Bedall.
„Deutschland hat eine klare und wirkungsvolle Handlungsmöglichkeit: Den Stopp der Brennelemente-Exporte nach Belgien.
Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums zeigen, dass dies nur über eine Stilllegung der deutschen Atomfabriken in Gronau und Lingen möglich ist.
Doch gerade Laschet ist als CDU-Verhandlungsführer der Fachgruppe Energie dafür mitverantwortlich, dass ein entsprechender Beschluss aus dem Koalitionsvertrag gestrichen wurde.
Statt heiße Luft aufzuwirbeln müssen der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und die GroKo jetzt die Stilllegung der Atomfabriken einleiten.“
(PM vom 21.02.2018)
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Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel am 20.02.2018

• Pannenreaktoren stilllegen
• Uran-Brennstoffexporte stoppen
• Keine Braunkohle, sondern Erneuerbare als Ersatz

Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände erwarten vom Spitzentreffen am Dienstag, 20.02.2018, in Brüssel zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem belgischen Regierungschef Charles Michel konkrete Vereinbarungen zum Atomausstieg an den AKW-Standorten Tihange und Doel.

„Angesichts der gravierenden Sicherheitsprobleme in Tihange und Doel appellieren wir an den belgischen Regierungschef, die dringend notwendige Stilllegung der betroffenen Reaktoren nicht länger zu verzögern. Auch in der Sowjetunion und Japan hielt man vor Tschernobyl und Fukushima einen Super-GAU für ausgeschlossen. Doch die Ukraine, Weißrussland und Japan kämpfen bis heute mit den Folgen. Ein schwerer Reaktorunfall in Tihange oder Doel hätte verheerende Folgen für Westeuropa. Die Strahlenbelastungen in der Großregion Aachen/Brüssel/Maastricht wären vergleichbar mit denen innerhalb der 20 Kilometer Sperrzone in Fukushima,“ warnte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Von NRW-Ministerpräsident Laschet fordern die Initiativen und Verbände ein umgehendes Ende der Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau.
„Solange Deutschland durch die Lieferungen von Uran-Brennstoff maßgeblich am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren mitbeteiligt ist, bleibt die offizielle Kritik an den Atomkraftwerken unglaubwürdig. Der Brüssel-Besuch ist ein guter Anlass, um ein Exportverbot für Uran-Brennstoff auf den Weg zu bringen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich fordern die Initiativen und Verbände von Laschet eine Kehrtwende bei seiner bisherigen Forderung, Belgien ausgerechnet extrem umweltschädlichen Braunkohlestrom als Ersatz für die Atomkraftwerke anzubieten: „Dies ist ein klimapolitisch vergiftetes Angebot, das allein dem deutschen Energieriesen RWE nutzen soll. Wir fordern, dass Ministerpräsident Laschet von seinem Braunkohle-Vorschlag Abstand nimmt und stattdessen Belgien erneuerbare Energien anbietet. Nur so ist das Exportangebot glaubwürdig und nur so lassen sich auch die selbstgesteckten Klimaziele erreichen,“ forderte Herbert Gilles von der Initiative 3 Rosen aus Aachen.

„Für schmutzige Deals zugunsten RWE und zu Lasten unserer Zukunft stehen wir nicht zur Verfügung. Herr Laschet wurde gewählt, um Zukunft zu gestalten – zwei Drittel der Menschen in NRW wollen den schnellstmöglichen Kohleausstieg. Das ist ein klarer Wählerauftrag,“ ergänzte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ aus Kerpen.
(Text: PM)
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