Archiv der Kategorie 'Demo'

Demonstranten fordern Aus für AKW in Lingen

(aktualisiert/ergänzt am 11.06.2018)
Hunderte Demonstrant*innen haben am Sonnabend (9.6.2018) ein Abschalten des Atomkraftwerks Emsland sowie der Brennelementefabrik Lingen gefordert. Zur Demonstration hatten rund 80 Initiativen und Organisationen aufgerufen.

Das 30 Jahre alte Atomkraftwerk dürfe nach seiner am Dienstag endenden Revision nicht wieder ans Netz gehen, sagte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“. Man müsse jeden Tag mit einem Super-GAU rechnen, weil es immer wieder zu Pannen und Störfällen komme.
Die Atomkraftwerke in Norddeutschland insgesamt stünden zudem der Energiewende im Weg, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit. Sie blockierten die Nutzung des schon verfügbaren Stroms aus erneuerbaren Energien, so der BUND-Landesvorsitzende Heiner Baumgarten.

Laut Atomgesetz darf das Atomkraftwerk „Emsland“ noch bis 2022 Strom produzieren.
Die Lingener Brennelementefabrik hat eine unbefristete Betriebserlaubnis. Sie beliefert AKW in mehreren europäischen Staaten mit frischen Brennstäben, darunter auch die als „Risiko-Reaktoren“ geltenden Kraftwerke in Doel und Tihange (Belgien).
(Quelle/Text: www.ndr.de 9.6.2018)

Manuskripte einiger Redner*innen bei der Demo 2018 in Lingen

• Rede von Angelika Claußen (IPPNW)
• Grußwort von Charlotte Mijeon (Sortir du Nucléaire, Frankreich)
• Rede von Cécile Lecomte (Robin Wood)
• Rede von Gerd Otten (Elternverein Restrisiko Emsland)
• Rede von Jan Schaake (Enschede voor Vrede, Niederlande)
• Rede von Vladimir Slivyak (Ecodefense Moskau)
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Einen sehr schönen Bericht mit Fotos zur Demo gibt`s bei => eichhörnchen l‘écureuille:
Atomausstieg muss geLINGEN!

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Anreise am 9. Juni 2018 nach Lingen zur AntiAtom-Demo

Mit dem Zug:

z.B. Jülich Bhf ab 07:43 Uhr – Lingen(Ems) an 12:13 Uhr
oder Düren ab 08:45 Uhr – Lingen(Ems) an 12:13 Uhr
Die Auftaktkundgebung beginnt um 13:00 Uhr vor dem Haupttor des AKW Emsland bei Lingen. Zugreisende können Linien- oder Shuttlebusse von und zum Bahnhof Lingen nutzen. Der anschließende Demozug führt über eine Strecke von ca. 2 km bis zur Brennelementefabrik. Dort findet die Abschlusskundgebung bis 15:30 Uhr statt.

Mit dem Demo-Bus:

Aachen: Demobus – Abfahrt: 9:00 Uhr Hbf, Rückkehr: ca. 18:00 Uhr; weitere Infos auf der website von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Bonn (mit Halt in Köln): Informationen zum Demobus ab Bonn findet Ihr auf der website von AntiAtomBonn.
Anmeldungen unter => kontakt[at]antiatombonn.de

Sonstige Mitfahrgelenheiten:

Oder bildet Banden (mit PKW/Mitfahrgelegenheiten) und meldet diese an (wenn Ihr noch freie Plätze habt) unter:
=> kontakt[at]lingen-demo.de

. . . weiterlesen => 9. Juni 2018 • Demo in Lingen: Atomrisiko jetzt beenden!

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Tausende demonstrierten und feierten in Gorleben bei der „Kulturellen Widerstandspartie“

Die meisten Wunder-Punkte der Kulturellen Landpartie waren am Pfingst-Freitag (18.05.2018) geschlossen, denn der wunde Punkt Gorleben stand im Fokus:
. . . weiterlesen => bei ASW
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9. Juni 2018 • Demo in Lingen: Atomrisiko jetzt beenden!

– – – Aufruf – – –
Demonstration in Lingen

Im niedersächsischen Lingen wird das Atomkraftwerk Emsland das „neue“ AKW genannt. Dabei wird es am
20. Juni 30 Jahre alt!

Dieser Atommeiler, einer der „jüngsten“ in Deutschland, hat eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022. Das Risiko einer so langen Laufzeit können und dürfen wir nicht zulassen, weder in Lingen noch an anderen Standorten!
Es gibt keine ’sichere Atomkraft‘, und je älter ein Reaktor wird, desto gefährlicher ist er. Allein durch Materialermüdung und Verschleiß steigt die Anzahl der Störfälle dramatisch an, auch im AKW Emsland.
Gleichzeitig entsteht täglich Müll, der weder jetzt noch in Zukunft sicher gelagert werden kann.
Die unflexiblen Atommeiler – ebenso wie alte Braunkohlemeiler – ‚verstopfen‘ außerdem die Netze und blockieren den Ausbau Erneuerbarer Energien.
Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, im Zuge der Atomgesetz-Novelle bis Ende Juni einen deutlich schnelleren Atomausstieg festzulegen.

Uranfabriken schließen!

Auch die Brennelementefabrik Lingen und die Urananreicherungsanlage Gronau müssen so schnell wir möglich stillgelegt werden. Es kann nicht sein, dass sich Deutschland zwar zum „Atomausstieg“ bekennt, aber durch Brennstoff-Lieferungen die weltweite Atomindustrie noch jahre- und jahrzehntelang stützt – indirekt sogar Atomwaffenprogramme wie das in den USA.

Uralt-Reaktoren in Grenznähe werden genauso aus Lingen versorgt wie z. B. Olkiluoto, ein AKW-Neubau in Finnland, der schon vor seiner Inbetriebnahme für Negativschlagzeilen sorgte. Dabei wäre eine Schließung der Uranfabriken per Bundestagsbeschluss ohne Weiteres möglich. Umweltministerin Schulze muss nun diese Gesetzesänderung auf den Weg bringen!

Uran-Exporte stoppen!

Dass marode Reaktoren in Tihange, Doel (Belgien) sowie Fessenheim und Cattenom (Frankreich) mit Brennelementen aus Lingen und Uran aus Gronau beliefert werden dürfen, ist ein fortwährender Skandal. Gerade hier hat die Umweltministerin Handlungsspielraum. Sie kann und muss die Ausfuhr von Brennstoffen an grenznahe Risikomeiler unterbinden – das haben renommierte Jurist*innen überzeugend dargelegt. Wir fordern Frau Schulze eindringlich auf, bestehende Genehmigungen für Brennstoff-Lieferungen zu widerrufen und neu beantragte zu verweigern.

Wir brauchen eine echte Energiewende

– ökologisch und sozial gerecht! Weder Kohle, noch fossile Energien, noch Atomkraft haben darin einen Platz!
Geht mit uns zusammen für einen sofortigen und vollständigen Atomausstieg auf die Straße!
(Text von www.lingen-demo.de)

www.lingen-demo.de

Folgende Mitfahrgelegenheiten in der Region werden
bisher angeboten:

Aachen: Demobus – Abfahrt: 9:00 Uhr Hbf, Rückkehr: ca. 18:00 Uhr; weitere Infos auf der website von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

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AntiAtom-Proteste zur Karlspreisverleihung am 10. Mai 2018 an Emmanuel Macron

Die Verleihung des Aachener Karlspreises wollte das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA) nutzen, um Druck auf Präsident Macron und die lokalen Vertreter im Karlspreisdirektorium auszuüben, sich eindeutig für die Schließung von Tihange auszusprechen.

Etwa 800 Menschen beteiligten sich an einer Demonstration vom Welthaus auf den Marktplatz bis in den abgesperrten Bereich. Sie trafen dort auf weitere 800 Anti-Tihange-Demonstranten, die anderweitig dorthin gekommen waren. Durch diese große Anzahl dominierten sie den Besucherbereich des Platzes in „gelb“.

Natürlich waren die allermeisten aus Aachen und Umgebung gekommen. Aber sowohl aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg waren Delegationen und Einzelpersonen gekommen. Kleinere Gruppen auch aus Köln, Düsseldorf, Bonn und sogar aus Lingen!
Während der ganzen Proteste erklang immer wieder ein umgedichtetes Lied (mit der Melodie von ‚Frère Jacques‘). Doch fast immer, sobald sich Macron oder Verantwortliche für seine Preisverleihung zeigten, wurde der Gesang – entgegen der ursprünglichen AAA-Intention – durch wütendes Pfeifen und Buhrufe übertönt.

Warum gegen Tihange?

Diese Frage war wohl für ALLE Besucher der Veranstaltung ‚kein Thema‘. Jeder in Aachen weiß über die Risse- und Pannenreaktoren Bescheid.

Warum Protest bei Macron?

Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass er als französischer Staatspräsident über 28% der Stimmrechtsanteile an dem maroden Atommeiler in Tihange hält und insofern erhebliche Einflussmöglichkeiten für dessen Schließung hat.
(Quelle/Text und Fotos von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)
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10. Mai (Himmelfahrt): Auf nach Aachen zur Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron

Protest gegen belgische AKWs Doel und Tihange

Während sich fast die ganze Region gegen den Weiterbetrieb von Tihange stellt, ernennen die Spitzen der Aachener Politik und Wirtschaft den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zu ihrem Vorzeigeeuropäer und verleihen ihm am Donnerstag um 11 Uhr den Karlspreis im Aachener Rathaus.

Emmanuel Macron ist als Staatspräsident gleich über drei Verbindungen an den belgischen AKWs beteiligt:

• Über den Mutterkonzern Engie gehört dem französischen Staat rd ¼ an Tihange und Doel.
• Über EDF, einen französischen Staatskonzern zusätzlich 50 % an Tihange 1.
• Die Lingener Brennelementefabrik ist ebenfalls in französischem Staatsbesitz und beliefert gleich alle 7 belgischen Reaktoren mit ihrem atomaren Brennstoff.

Darüber hinaus lässt Macron keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, wie wichtig Atomkraft für Frankreich ist. Wir finden, wer andere Länder durch eigene Atomkraftwerke gefährdet, ist ein schlechter Europäer und darf nicht Träger des Karlspreises sein.
Aus diesem Grund brauchen wir Dich, zeig Emmanuel Macron am Donnerstag, dass Du das nicht hinnehmen willst!
Kleide Dich in Gelb und beschere Emmanuel Macron sein gelbes Wunder!

Ablauf der Aktionen am 10. Mai (Himmelfahrt):

10:00 Uhr Demonstration Richtung Marktplatz (Start: Welthaus Aachen, An der Schanz 1)
10:45 Uhr Protest auf dem Marktplatz während der Preisverleihung.
12:30 Uhr Abschlusskundgebung am Augustinerbach / Ecke Pontstr. (300 m vom Markt entfernt)

Nicht vergessen: Gelbe Kleidung (gelbes Oberteil) tragen, falls ihr die nicht habt, einfach in Schwarz gekleidet erscheinen.
Wir können nicht abschätzen, wie voll der Markt sein wird, falls ihr merken solltet, dass die Stadt schon voll ist, könnt ihr euch auch direkt zum Markt orientieren und die Demo fallen lassen, denn die Präsenz auf dem Markt ist das wichtigste!
(Text von Stop Tihange e.V.)


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Aktionen rund um die Karlspreisverleihung an den größten Einzelaktionär von Tihange, Emanuel Macron, am 10. Mai 2018

(Quelle/Text von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)
Der mittelbar mit Abstand größte Einzelaktionär des AKW Tihange, Emanuel Macron, wird zum Karlspreisträger 2018 ernannt.
Mit dieser Entscheidung hat das Karlspreisdirektorium völlig neue Optionen für die Schließung des Atomkraftwerks eröffnet! Wir werden sie nutzen!

Wir dokumentieren hier den
„Fahrplan“ des Protests an
diesem Himmelfahrtstag:

10. Mai 2018 um 10 Uhr: Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)
10:45 Uhr: Start der Demonstration zum Marktplatz
11:15 Uhr: Ende von Teil-1 der Demo; Teilnehmer*innen gehen INDIVIDUELL auf den Marktplatz (200 m)

11:00 bis 13:00 Uhr:
Auf dem Marktplatz ist der „offizielle Teil der Karlspreisverleihung“

12:30 / 13:00 Uhr: Teilnehmer*innen gehen INDIVIDUELL vom Markt zum Teil-2 der Aktion (200 m) zur
12:30 Uhr: Kundgebung am Augustinerbach/Pontstrasse (neben Cafe Kittel)
14:00 Uhr: Ende der Kundgebung


Bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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Rote Karte für RWE: Rückblick auf die Proteste zur Hauptversammlung am 26.04.2018


Anti-Atom- und Anti-Kohle-Bündnis bei der Hauptversammlung von RWE gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. an der Grugahalle Essen.
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WDR • Protest gegen Tihange – „Strafanzeigen-Flut“ in Belgien


In Belgien, Deutschland und den Niederlanden haben Anti-Atom-Initiativen gegen den belgischen Staat und den Betreibern der dortigen AKW Anzeige ersttatet
– wegen unterlassener Hilfeleistung.
Die Strafanzeigen waren von einem Greenpeace Anwalt vorformuliert worden und gehen nun an die zuständige Staatsanwaltschaft. . . . . (WDR, 21.04.2018)
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Tihange: Strafanzeigen-Flut gegen belgische Störfall-AKW

(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 18.04.2018)
„Es kann passieren, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputt geht“, so äußert sich der Atomsicherheits-Experte Wolfgang Renneberg nach einer Fachtagung zum belgischen Atomkraftwerk Tihange-2.
Atomkraftgegner*innen starten eine „Strafanzeigen-Flut“.

Die wegen tausender Risse im Reaktorbehälter bekannt gewordenen Blöcke der belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel standen im Fokus einer internationalen Expert*innenkonferenz in Aachen am vergangenen Wochenende. Es trafen sich dort die internationale Vereinigung unabhängiger Nuklearexpert*innen (Inrag), der zum Beispiel der ehemalige Leiter der deutschen Atomaufsicht, Dieter Majer, und Gregory Jaczko, Ex-Chef der Atomaufsichtsbehörde der USA, angehören. Ausgewiesene Atomkraftgegner sind beide nicht.

„Nach dem jetzigen Stand der Erkenntnisse“ müsse der Reaktor Tihange-2 vorerst stillgelegt werden, heißt es in einer Erklärung, die das Netzwerk Inrag verabschiedete. Die Stahlbauteile hätten aufgrund ihrer Schwächen „nie eingebaut werden dürfen“. Sie verstoßen gegen internationale Sicherheitsmaßstäbe, so die Experten.

Das Schlimmstmögliche, was passieren kann

Auch Wolfgang Renneberg, ehemaliger Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, hat an der Konferenz teilgenommen. In Tihange-2 könne „bei einem kleinen Abriss einer Leitung, die normalerweise kein Problem für das Kernkraftwerk sein sollte, die Sicherheitseinrichtungen dazu führen, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputt geht“, so Rennenberg. Wenn das geschehe, „gibt es keine Sicherheitssysteme, die das noch auffangen können“. Sehr große Freisetzungen von Radioaktivität würden stattfinden, die Katastrophenschutzmaßnahmen der Behörden wahrscheinlich zu spät kommen, „weil es einfach zu schnell geht“.

Der Betreiber Electrabel und die belgische Atomaufsicht würden die Risiken ignorieren, so Renneberg. Als Konsequenz fordert er, die Lieferung von Brennelementen aus Deutschland an das belgische AKW Tihange zu stoppen. Die Rechtsgrundlage im Atomgesetz sei angesichts zahlreicher Sicherheitsbedenken gegeben.

Strafanzeigen-Flut gegen
Bröckelreaktoren

Atomkraftgegner*innen erhöhen mit einer neuen Aktion den Druck für die Stilllegung der Meiler. Die Initiative „Stop Tihange“ ruft am kommenden Samstag, 21. April, dazu auf, Anzeige gegen den belgischen Staat und den Betreiber der Pannenmeiler zu erstatten. In Belgien, Deutschland und den Niederlanden sollen vor den Polizeistationen in Namur, Tongeren und Eupen parallel Aktionen stattfinden. Gemeinsam mit anderen Initiativen und einem Juristen sei ein Anzeigentext erarbeitet worden, der „unbedenklich“ sei.
„Es kann niemandem ein Nachteil daraus entstehen, dass man die Anzeige erstattet“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Ziel der Aktion sei die „sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren“.
(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 18.04.2018)

Treffpunkte für die deutschen Teilnehmer*innen an der
Aktion „Strafanzeige“:

13.00 Uhr Welthaus Aachen, An der Schanz 1, 52064 Aachen
Wir fahren von dort gemeinsam mit Privat-PKW nach Eupen.
Mitfahrgelegenheiten und –angebote bitte unter Mitfahren@anti-akw-ac.de erfragen oder abgeben
14.00 – 17.00 Uhr Polizeiwache Eupen, Herbesthaler Straße 12, 4700 EUPEN Abgabe der Anzeigen und Information der Öffentlichkeit
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26. April 2018: Zeig RWE die Rote Karte! Proteste zur RWE-Hauptversammlung

Kundgebung und Aktion „Rote Linie“ zur
RWE-Hauptversammlung

Donnerstag, 26. April 2018

8.30 Uhr vor der Grugahalle Essen

13.00 Uhr vor dem Hbf/Hauptpost Essen

• Menschenkette und kreative Aktionen mit RWE-Drachen, Großpuppen u.v.m.
• Atemgift-Ambulanz
• Informationen zum Widerstand im Rheinischen Braunkohlerevier und Uran-Lieferungen an Pannen-AKW Tihange

Trotz Klimawandel und Energiewende setzt RWE weiterhin auf fossile Energieträger, vor allem Kohle. RWE zerstört dafür Wälder, Dörfer und gefährdet die Gesundheit von vielen Menschen und das globale Klima. Trotz Atomausstieg beliefert RWE die Pannenreaktoren Tihange und Doel und ist an der Gronauer Urananreicherungsanlage beteiligt. RWE verdient Millionen an dieser lebensbedrohenden Situation für Europa. Wir können das nicht tolerieren!

Am 26. April 2018, dem Jahrestag von Tschernobyl, findet in Essen die Hauptversammlung von RWE statt. Eine gute Gelegenheit, um uns Gehör zu verschaffen und zu zeigen, dass der Widerstand gegen RWE immer stärker wird!

Ab 8.30 Uhr werden wir vor der Grugahalle eine Rote Linie in Form einer Menschenkette mit roten Karten, Bändern und Transparenten bilden. Dazu wird es viele weitere kreative Aktionen geben. Dazu laden wir euch ein!

In der Hauptversammlung selbst werden zahlreiche Aktivist*innen unsere vielfältigen Kritikpunkte den Aktionär*innen vortragen und den RWE-Vorstand mit entlarvenden Fragen löchern.

Ab 13 Uhr werden wir dann die Kritik an RWE auch in die Essener Innenstadt tragen:
• Rote Karte für den Klima-Killer RWE!
• Rote Karte für die Zerstörung des Hambacher Walds und Zwangsumsiedlungen!
• Rote Karte für Uranlieferungen an Pannenreaktoren Tihange und Doel
• Rote Karte für Uranlieferungen in die USA für Atomwaffen-Tritium
• Rote Karte für die RWE-AKW Lingen 2 und Gundremmingen C
• Rote Karte für die Gesundheitsgefährdung!
• Rote Karte für die Repression gegen Klima-Aktivist*innen!
• Rote Karte für Blutkohle aus Kolumbien und Russland!
(PM von: www.kritischeaktionaere.de/rwe.html)
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Für eine echte Energiewende!

NiX wie raus aus Atom- & Kohle-Kraft!
Jetzt auf echten Ökostrom umsteigen!

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300 Menschen beim Ostermarsch Gronau fordern Ende der Urananreicherung

Mit etwa 300 Menschen begann der Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau (Westfalen). Der Ostermarsch endete an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage, die der Urenco-Konzern betreibt. Die Kernforderung lautete:

„Atomwaffen und Urananreicherung ächten.
Zivile Konfliktlösung statt Rüstungsexporte“

Bei der Auftaktkundgebung wurde unter anderem ein Grußwort der Sängerin Nina Hagen verlesen. Gemeinsam mit dem Pastor Karl-Heinz ter Horst macht sie auf den gesundheitsgefährdenden Einsatz von abgereichertem Uran in panzerbrechender Munition aufmerksam. Auch in der Gronauer Uranfabrik entsteht abgereichertes Uran, welches, da es nicht militärisch genutzt werden darf, Atommüll ist. Deshalb fordern Nina Hagen und Pastor ter Horst die Schließung der Gronauer und auch der Lingener Uranfabrik, welche bislang beide vom Atomausstieg ausgenommen sind.

Mit seiner Musik sorgte der Liedermacher Gerd Schinkel nicht nur für gute Stimmung, sondern informierte so ganz nebenbei in seinen Liedern über die risikoreichen Machenschaften des Urenco-Konzerns, und motivierte die Menschen, sich für ein friedliches Miteinander und gegen die gefährliche Uranindustrie zu engagieren.
Uran-Exporte sind zivil und militärisch brisant

Die Demonstrant*innen forderten unter anderem, dass die Bundesrepublik Deutschland endlich dem noch jungen Atomwaffenverbotsvertrag der UN beitreten solle, anstatt US-Atombomben in Büchel zu lagern und der Gronauer Urananreicherungsanlage Exporte in alle Welt zu erlauben. „Durch die Exporte fördert Deutschland womöglich die Instandhaltung und Weiterentwicklung des US-Atombombenprogramms, da inzwischen auch Lieferverträge für AKW des US-Atombombenprogramms abgeschlossen wurden“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Auch die Exporte in AKW im ostukrainische Kriegsgebiet und die belgischen Riss-Reaktoren sind ein weiterer Grund für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage anstatt sie weiter vom Atomausstieg auszuklammern.

Kein Atombombenfähiger Atommüll nach Ahaus!
Scharfe Kritik gab es an den Plänen der bayrischen Landesregierung hochangereicherten Atommüll (87,5% Uran 235) aus dem Garchinger Forschungsreaktor nach Ahaus zu bringen. Der Inhalt eines Brennelements aus diesem Reaktor reicht für die Herstellung einer Atombombe vom Hiroshima-Typ. „Das Atommüll-Lager in Ahaus würde damit zu einem bevorzugten Objekt für Terroranschläge. Das werden wir nicht hinnehmen“, so Hartmut Liebermann von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ in seiner Rede.

Hintergrundinformationen:

• Die Technik der Urananreicherung kann für den Bau von Atombomben genutzt werden. Das nordkoreanische, das pakistanische und auch das iranische Atomprogramm basieren auf der Anreicherungstechnik der Urenco-Tochter Ultra-Centrifuge Nederland (UCN), deren Pläne in den 70er Jahren von dem Pakistaner Abdul Quadeer Khan entwendet wurden.
• Neue Lieferverträge zwischen Urenco und dem US-AKW-Betreiber TVA legen den Verdacht nahe, dass mit dem von Urenco angereicherten Uran in zwei AKW das wichtige Spaltprodukt Tritium erzeugt wird, was unerlässlich für die Wirkung und Instandhaltung von Atomwaffen ist. Die USA besitzen seit geraumer Zeit keine eigene Anreicherung.
• Die neue US-Atomwaffenstrategie, soll mit sogenannten „Mini-Nukes“ einen atomaren Krieg „führbarer“ machen soll, also die Hemmschwelle Atomwaffen einzusetzen, herabsenken.
• Abgereichertes Uran wird Munition zugesetzt, um sie aufgrund der hohen Dichte durchschlagskräftiger zu machen, zum Beispiel im Einsatz gegen Panzer oder Bunker. Dabei wird das schwach-radioaktive Material im Kriegsgebiet als Staub verteilt und verseucht so ganze Regionen.

(PM)
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WDR • Ostermarsch Gronau 2018


• Seit 60 Jahren Ostermärsche in Europa
• In NRW im Jubiläumsjahr knapp 20 Termine
• Ziel der Demonstrationen: Frieden und Abrüstung
• 300 Menschen demonstrierten in Gronau

Die NRW-Ostermärsche 2018 sind am Karfreitag (30.03.2018) im münsterländischen Gronau (Kreis Borken) gestartet – mit einem Gang zur Uran-Anreicherungsanlage. „Wir fordern die Stilllegung der Anlage, weil sie zum Bau von atomwaffenfähigem Uran genutzt werden kann“, sagt Udo Buchholz vom „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“. (WDR, 30.03.2018)
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Karfreitag, 30. März 2018 • Ostermarsch-Auftakt in Gronau

Gronauer Ostermarsch,
Karfreitag, 30. März 2018

Auftakt: 13 Uhr Bahnhof Gronau (Westfalen)
– Abschluss ca. 15 Uhr
Urananreicherungsanlage Gronau

• Urananreicherung und Atomwaffen ächten!

• Stilllegen und Abwracken!

• Zivile Konfliktlösung statt Waffenexporte!

. . . . . (Bus-Shuttle zurück zum Bahnhof nach der Demo!)

=> https://ostermarsch-gronau.de/
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Sonntag, 18. März 2018, Hambacher Forst: „Rote Linie“ – es ist wieder so weit

(aktualisiert / ergänzt am 15.03.2018)

Sonntag, 18. März 2018 11.30 Uhr
Treffpunkt => ist die Unterstraße in Morschenich (52399 Merzenich) in Richtung Tagebaukante Hambach. Dort werden Euch Menschen freudig erwarten und Euch den Weg weisen.

Rote Linie – es ist wieder so weit

Zwischen Morschenich, den Baggern und dem Hambacher Wald werden wir erneut ein eindrucksvolles Zeichen setzen. Rot gekleidet, mit roten Transparenten und Bannern sagen wir „bis hierher und nicht weiter“. Wie 2016 und 2017 werden viele Menschen im und um den Wald unterwegs sein, rot, unüberseh- und unüberhörbar. . . .
Denkt bitte an festes Schuhwerk und bringt Euch bitte auch etwas Weiches zum drauf sitzen und Geschirr mit.
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mehr Infos unter => http://zukunft-statt-braunkohle.de

sowie => http://naturfuehrung.com
und / oder => https://hambacherforst.org
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