Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am 13. September 2018

Hände weg vom Hambacher Forst – Kohleausstieg jetzt!

Anti-Kohle-Gruppen, Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände kritisieren scharf, dass sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und die schwarz-gelbe Landesregierung im sich dramatisch verschärfenden Konflikt um den Hambacher Forst und dem dringend notwendigen Kohleausstieg einseitig auf die Seite von RWE stellen.

Die Umweltschützer rufen deshalb zu einer gemeinsamen
Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei
am nächsten Donnerstag, 13. September, um 16 Uhr
auf.

„Ministerpräsident Laschet will uns verkohlen.“

„Wir erleben inzwischen täglich, dass der politische Konflikt um den für den Klimaschutz absolut unerlässlichen Kohleausstieg vor Ort im Hambacher Forst zu einem reinen Polizeithema gemacht werden soll. Die NRW-Polizei wird von der Landesregierung immer stärker als verlängerter Werksschutz von RWE eingesetzt. Wir fordern von Ministerpräsident Laschet eine Kehrtwende, um den schärfsten Umweltschutzkonflikt in NRW seit 20 Jahren zu deeskalieren. Jetzt ist die Politik gefragt, ein Rodungsstopp im Hambacher Forst ist der dafür notwendige erste Schritt“, so Andreas Büttgen von der örtlichen Initiative Buirer für Buir.

„Ministerpräsident Laschet sieht sich ohne Frage als Bündnispartner von RWE. Erst vor wenigen Monaten bot Laschet Belgien ausgerechnet dreckigen Braunkohlestrom als Ersatz für die gefährlichen Rissereaktoren in Tihange und Doel an – und war erstaunt, dass die belgische Regierung dies dankend ablehnte.
Wir erwarten von der NRW-Landesregierung ein schlüssiges Konzept zum Klimaschutz, Kohleausstieg und Atomausstieg. Ministerpräsident Laschet ist kein Privatmann und kann sich nicht einfach aus diesem Konflikt herausziehen“, ergänzte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW erklärte dazu: „Ministerpräsident Laschet hat den Einfluss, RWE zu bewegen, zumindest bis zum Abschluss der Arbeit der Strukturkommission die Sägen ruhen zu lassen. Nutzt er diese Möglichkeiten nicht, trägt er Mitschuld daran, wenn der Konflikt weiter eskaliert.“

Die Initiativen und Verbände planen zudem noch im Laufe des Septembers den Protest auch vor die Geschäftszentrale von RWE in Essen zu tragen.

Zudem finden von nun an jeden Sonntag um 11.30 Uhr öffentliche „Waldspaziergänge“ als Protest gegen die drohende Rodung im Hambacher Forst statt.
Infos und Anmeldung bei info[at]zobel-natur.de
(PM)
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„Tag X“ im Hambacher Forst ausgerufen

Hambacher Forst: Rodungen ausgesetzt
WDR 2 – Audio | 06.09.2018 | 04:16 Min.

Die Polizei NRW hat heute mit der Räumung der Waldbesetzung im Hambacher Forst begonnen.

Mit der Räumung des ersten Baumhauses ruft die Besetzung des Hambacher Forstes zusammen mit den anderen AktionsBündnissen (Ende-Gelände, Aktion Unterholz und Buirer für Buir) den Tag X aus und eine neue Phase des Kampfes beginnt.
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siehe auch =>
Mobilisierung zum Hambacher Forst: Tag X ist da . . . www.taz.de . . . 6.9.2018
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Update: Jetzt ist die Polizei wieder aus dem Wald raus, es ist noch nicht abzusehen, wann wieviel geräumt und gerodet wird. Trotzdem sind die Barrikaden und Bodenstrukturen weg und wir wissen nicht, wann die Polizei und RWE wieder in den Wald kommen wird um zu räumen.
Die Rodungsarbeiten jedoch sind auf den 14.10. nach hinten verschoben worden.
DAS HEISST NICHT, DASS NICHT TROTZDEM GERÄUMT WIRD!
Kommt also alle und bringt Baumaterial, haltbares Räumungsessen und radikale gute Laune mit.
(Mit Material von https://hambacherforst.org)
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siehe auch =>
Boden- und Blockadestrukturen im Hambacher Forst geräumt . . . 5.9.2018 . . . AntiAtom-Euskirchen
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Anti-Atom-Landeskonferenz der NRW – Initiativen am 08.09.2018 in Jülich

2019 drohen Castor-Transporte NRW-weit

Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ lädt zur NRW Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen am
Samstag, 8. September,
in den Jülicher Kulturbahnhof
(Bahnhofstraße 13)
ein.
Die Konferenz beginnt um 12.30 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr.

Wird 2019 ein „heißes Jahr“ für Aktivist*innen ?

Im Fokus stehen der hochradioaktive Atommüll aus Jülich und aus Garching.
Rollen die Castoren vom Jülicher Forschungszentrum nach Ahaus im Münsterland?
Oder werden sie in die USA verfrachtet?

Wird Ahaus zum Atommülllager „der Nation“ ?

Der Atommüll aus dem Garchinger Forschungsreaktor bei München soll laut Betreiber im nächsten Jahr über die Autobahnen rollen: quer durch Deutschland in das 700 Kilometer entfernte Zwischenlager Ahaus.
Nur bis 2036 hat das Lager eine Genehmigung zum Einlagern von Atommüll. Zudem können in Ahaus keine Castoren endlagergerecht „verpackt“ werden.

Quer durch NRW muss der Jülicher Atommüll, sollte er ins Münsterland gebracht werden. Mit einem „Großtransport“, begleitet von Protesten und Polizeieinsatz, ist zu rechnen. Seit Jahren fordern Umweltaktivisten ein neues Zwischenlager in Jülich – nach neuesten Erkenntnissen. Doch drei Zugmaschinen für Castor-Tieflader sind für den Abtransport der Jülicher Atomkugeln schon bestellt.

Weitere Punkte der Landeskonferenz sind die Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3. Vor wenigen Wochen hatte die Reaktorsicherheitskommission im Auftrag des Bundesumweltministeriums versucht, die Risse zu verharmlosen.
Auch eine engere Zusammenarbeit der Anti-Atom-Initiativen mit der Anti-Kohle-Bewegung ist ein Thema der Konferenz.
(PM)
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8. September 2018 in Jülich: AntiAtom-Landeskonferenz NRW

Die letzte Lako hat vor zwei Jahren – im September 2016 – stattgefunden. Es steht viel an und es ist Zeit sich wieder zu treffen.

Das Aktionsbündnis STOP Westcastor in Jülich lädt am 8. September 2018 ein.
Seid dabei – austauschen, planen und vernetzen – denn gemeinsam sind wir stark!

Wir treffen uns im Kulturbahnhof (https://kuba-juelich.de/) in Jülich, Bahnhofstraße 13.
Die LaKo beginnt um 12.30 Uhr und endet voraussichtlich gegen 16.30 Uhr.

Folgende Tagesordnungspunkte sind bislang vorgeschlagen:

• Castortransporte Jülich – Ahaus oder USA

• Atomtransporte Garching – Ahaus

• Urantransporte von/nach Gronau und durch NRW

• Tihange/Doel und das Verhalten seitens der Landes- und Bundesregierung

• evtl. Hambacher Forst, Zusammenarbeit mit der Anti-Kohle und Anti-Fracking-Bewegung

Das Aktionsbündnis STOP Westcastor schlägt weiterhin vor, dass zu jedem Punkt ein Bericht vorbereitet wird mit anschließender Diskussion.
Wer bei der Vorbereitung helfen oder weitere Tagesordnungspunkte vorschlagen möchte, meldet sich bitte beim Aktionsbündnis STOP Westcastor.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Zwecks besserer Planung meldet euch bitte an bei =>
maritaboslar[at]posteo.de
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Hambacher Forst: Im September jeden Sonntag Waldspaziergang!

Im September gibt es gleich fünf (!) Sonntagsspaziergänge, an jedem Sonntag . . .
. . . immer 11.30 Uhr, geplant ist der bekannte Treffpunkt am Kieswerk Collas.

Den ersten Spaziergang führt Andreas Büttgen von Buirer für Buir,
den zweiten Todde Kemmerich,
die andern drei Eva Töller und Michael Zobel: „Am Ende mein Appell, kommt in den Hambacher Wald solange es noch geht, zeigt, dass Ihr der Vernichtung des Hambacher Forstes nicht tatenlos zusehen wollt.“
Anmeldungen unter info[at]zobel-natur.de



https://hambacherforst.org

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Symbolische Blockade und Kundgebung gegen belgische Atomkraftwerke vor dem Bundesumweltministerium in Bonn

Solidarität mit Widerstand im Hambacher Forst

Bundesumweltministerin Svenja Schulze soll sich verstärkt für die sofortige Stilllegung der störanfälligen belgischen Atomkraftwerke einsetzen.
Außerdem soll sie unverzüglich die brisanten Brennelement-Exporte nach Belgien – und in andere Länder – endlich untersagen und die für diesen Export produzierenden Uranfabriken in Lingen und Gronau stilllegen lassen.

Das haben bei einer Kundgebung in Bonn vor dem Bundesumweltministerium am Donnerstag (30.08.2018) rund 60 Mitglieder*innen mehrerer Organisationen mit großem Nachdruck gefordert.
Zeitweise wurde die Zufahrt zum Ministerium spontan mit Anti-Atomkraft-Transparenten symbolisch blockiert.

Außerdem solidarisierten sich die Teilnehmer*innen der Kundgebung in Redebeiträgen mit dem Widerstand im Hambacher Forst gegen die drohende Rodung des Waldes. Die Energiepolitik des Energiekonzerns RWE wurde massiv kritisiert.

Veranstaltet wurde die Protestaktion von der Initiative Anti Atom Bonn, Unterstützung kam u. a. von weiteren Anti-Atomkraft-Initiativen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von Greenpeace und von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW).

Anlass der Protestaktion war die verharmlosende Reaktion des Bundesumweltministeriums (BMU) auf eine fragwürdige Stellungnahme der Reaktorsicherheitskommission (RSK) zu den beiden belgischen Pannen-AKW Tihange 2 und Doel 3.
Das BMU hatte dazu unbegründet verlauten lassen, dass die beiden Reaktoren trotz tausender Risse im Druckbehälter angeblich sicher zu betreiben seien. Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind entsetzt über diese Verharmlosung.

Im Juli hatte das BMU nach Veröffentlichung der RSK-Stellungnahme behauptet, die Forderung nach Abschaltung der beiden Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3 sei „jetzt durch nichts mehr zu rechtfertigen.“ Nach mehreren Medienanfragen ruderte jedoch selbst der RSK-Vorsitzende Wieland in der Badischen Zeitung zurück und erklärte, die RSK-Stellungnahme treffe eben keine Aussage über die „Sicherheit oder Unsicherheit“ des weiteren AKW-Betriebs in Belgien. Massive Kritik an dem RSK-Gutachten kommt auch vom Land Baden-Württemberg. Die Länder NRW, Rheinland-Pfalz und auch Niedersachsen sehen ebenfalls noch offene Fragen.

Der Protest der Anti-Atomkraft-Bewegung richtet sich zudem gegen die sehr fragwürdige Zusammensetzung der RSK.
Mehrere Mitglieder sind z. B. bei der Nuklearfirma EDF/Framatome beschäftigt, die die Brennelemente aus Lingen für Tihange und Doel liefert. Außerdem modernisiert Framatome die Sicherheitsleittechnik für Doel 1 und 2, während EDF sogar Miteigentümerin von Tihange 2 und Doel 3 ist. EDF/Framatome ist damit wirtschaftlich stark beteiligt in Belgien. Zudem hat Framatome über seine Anwälte in letzter Zeit laut Süddeutscher Zeitung massiv Druck auf das Bundesumweltministerium und das untergeordnete Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Erteilung von Transportgenehmigungen für Brennelementexporte ausgeübt.

Abgerundet wurde die Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium mit Liedern von Gerd Schinkel aus Köln.
(PM)
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30. August 2018 • Mahnwache vor dem BMU Bonn: AKW Tihange 2 und Doel 3 weiterhin brandgefährlich!



Ort: vor dem Eingang des Bundesumweltministeriums, Robert-Schuman-Platz 3,
53175 Bonn
Zeit: Donnerstag, 30. August 2018,
17:00 bis 18:00 Uhr

Mit musikalischer Unterstützung von Gerd Schinkel

Gemeinsamer Aufruf:

AKW Tihange 2 und Doel 3 weiterhin brandgefährlich!
Bundesumweltministerium darf nicht verharmlosen!
Brennelemente-Exporte stoppen!
Uranfabriken schließen!

Vor wenigen Wochen versuchte die Reaktorsicherheitskommission (RSK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) eine dramatische Kehrtwende bei der Einschätzung der zahllosen Risse in den Reaktordruckbehältern der belgischen Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3: „Wir können heute einschätzen, dass die Risse die Sicherheit dieser Meiler nicht beeinträchtigen“. Die Forderung nach Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 sei jetzt „durch nichts mehr zu rechtfertigen“, so Regierungssprecher und hochrangige Beamte des BMU gegenüber der Presse.

Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände sind entsetzt über diese unhaltbare Schlussfolgerung und Verharmlosung. Selbst der RSK-Vorsitzende, Rudolf Wieland, musste nach massiver öffentlicher Kritik einräumen: „Weder die Kommission noch ich haben in Pressegesprächen eine Aussage zur Unbedenklichkeit oder Bedenklichkeit eines Weiterbetriebs der belgischen Reaktoren getroffen.“ Trotzdem hatte Wieland zugelassen, dass ein Exklusivinterview mit ihm in den Aachener Nachrichten unwidersprochen mit „Studie: Belgiens Reaktoren sind sicher“ überschrieben werden konnte.

Ein weiterer gravierender Kritikpunkt betrifft die Befangenheit der RSK. Anti-Atom-Initiativen und der WDR konnten nachweisen, dass mehrere RSK-Mitglieder bei Nuklearfirmen wie EON und EDF/Frameatome beschäftigt sind, die direkt oder indirekt ein Interesse am Weiterbetrieb von Tihange und Doel haben. Bei einem Gutachten, das das Leben von Millionen Menschen unmittelbar betreffen kann, muss jedoch bereits der Verdacht auf Befangenheit von vornherein ausgeschlossen sein. BMU und RSK haben diese Kritik aber pauschal zurückgewiesen.

Vor diesem Hintergrund fordern Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände von der Bundesregierung bzw. vom Land NRW und dem Land Niedersaschsen:
• Die RSK-Stellungnahme zu Tihange 2 und Doel 3 muss durch das BMU zurückgewiesen werden! Einsatz für die sofortige Stilllegung der belgischen AKW !
• Erforderlich ist ein Neustart mit einer neu besetzten und unbefangenen RSK unter Einbeziehung internationaler Atomexperten (z. B. der INRAG)
• Sofortiger Exportstopp für Brennelemente nach Belgien, in die Schweiz etc.
• Schließung der Uranfabriken in Gronau und Lingen
• Das BMU muss den Atomausstieg auch in Deutschland deutlich beschleunigen – Stilllegung aller AKW und sonstiger Atomanlagen jetzt!
(PM)
siehe auch => Offener Brief: Belgische Rissereaktoren bleiben brandgefährlich
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Initiativen und Verbände fordern im Gespräch mit RWE die sofortige Schließung von Urenco

• RWE lehnt nach Gesprächen mit Anti-Atominitiativen den Ausstieg aus Urananreicherung in Gronau strikt ab
• Waffenfund bei Urenco Gronau

Rund 33 Jahre nach der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (15.08.1985) hat im RWE-Tower in Essen erstmalig ein Gespräch zwischen RWE, dem Geschäftsführer von Urenco Deutschland und Anti-Atomkraft-Initiativen sowie Umweltverbänden stattgefunden.
In scharfer Form kritisieren die Verbände und Initiativen, dass die RWE-Spitze am unbefristeten Weiterbetrieb der umstrittenen Uranfabrik in Gronau festhält.

Obwohl die mögliche Verknüpfung mit dem US-Atomwaffenprogramm weiter auf der Tagesordnung steht, reagierten die Vertreter von RWE und Urenco Gronau mit angeblichem Nichtwissen auf unsere Frage nach den öffentlich zugänglichen Vertragsvereinbarungen zwischen dem Urenco-Konzern und der TVA (Tennessee–Valley – Behörde), das seine Tritium–Erzeugung jetzt auf zwei amerikanische Atomkraftwerke, ausweiten wird. Tritium wird für den Sprengkörper bei Atomwaffen eingesetzt.
Bezüglich der Einhaltung von internationalen Kontrollverträgen (Atomwaffensperrvertrag und Vertrag von Almelo) sahen RWE und Urenco keine eigene Verantwortung. Das läge in der Verantwortung der Politik und der Atomaufsichtsbehörden.
Dr. med. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW: “Ein solches Maß an systematischer Verantwortungslosigkeit auf der Seite von RWE entsetzt mich. Da frage ich mich, schüttelt RWE nicht ebenso seine Verantwortung bezüglich seiner Verschmutzungspolitik in Sachen Kohle und Klimawandel ab?“

Laufende Gespräche über einen möglichen Verkauf der Urenco mit einem US/japanischem Konsortium wurden dementiert. Auch gäbe es keinerlei Gespräche mit der Bundesregierung über eine mögliche Entschädigung im Falle einer Stilllegung der Anlage in Gronau.

Bei der Frage nach Verantwortung des Unternehmens für die Lieferkette und die Einhaltung der Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung des Urans, sahen die RWE Vertreter keine Konzernverantwortung.
Günter Hermeyer von uranium network: “Jedes Unternehmen hat eine eigene Verantwortung innerhalb der Lieferkette, so muss auch Urenco dafür sorgen, dass die Herkunft des Urans eindeutig offengelegt wird und Land – Menschen – und Arbeitnehmerrechte durchgesetzt werden.“

Der Geschäftsführer von Urenco Deutschland beantwortete einige Detailfragen zur Gronauer Anlage und zur seit Jahren ungenutzten Uranoxid-Halle, die nach seiner Aussage vermutlich auch in den kommenden 5 Jahren nicht in Betrieb genommen wird.
Bezüglich unserer Fragen nach dem zu entsorgenden Atommüll aus Gronau erfuhren wir, dass Urenco abgereichertes Uranhexafluoridauf seinem Gelände erneut zur Urananreicherung benutze, falls der Kunde nicht über eigene Uranvorräte verfüge.

Die erschreckenden Nachrichten über gefundene Waffenteile im Urenco Werk Gronau, sorgten nur wenige Stunden nach dem Gespräch in Essen für Irritationen bei den Atomkraftgegnern.
Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf: „Wir fühlen uns verschaukelt, da wir davon ausgehen, dass die Vertreter von RWE und Urenco von dem Vorfall wussten und ihn bewusst verschwiegen haben. Wir hatten das Gefühl, dass das auch für andere Themen des Gesprächs galt.“

„Obwohl RWE bei den Fragen abblockte und nicht ansatzweise kooperativ war, wollen die Initiativen und Verbände mit dem Konzern im Gespräch bleiben. Wir haben einen Fragenkatalog mit 25 Fragen erstellt und warten auf die zugesagte Beantwortung. Unsere Forderungen nach sofortiger Stilllegung der UAA und der RWE-Atomkraftwerke Lingen und Gundremmingen bleiben bestehen.“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
(PM)
siehe auch => Waffenteile bei UAA-Mitarbeiter entdeckt . . . www1.wdr.de . . . 20.08.2018
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Urananreicherungsanlage Gronau / RWE

• Nach jahrelangen Protesten heute erstmals Gespräch im RWE-Tower: Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände fordern Ende der Urananreicherung!
• RWE ist Anteilseigner an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

Nach jahrelangen Protesten von Atomkraftgegner*innen und Umweltverbänden gegen die Beteiligung von RWE und EON an Urenco hat RWE für heute Nachmittag erstmals zu Gesprächen über die Urananreicherung im westfälischen Gronau in den RWE-Tower nach Essen eingeladen. An dem Treffen werden Anti-Atomkraft-Initiativen, die Ärzteorganisation IPPNW und ICAN Deutschland teilnehmen.

Im besonderen Fokus der Gespräche stehen die Zukunft Urencos und der Urananreicherung in Gronau, der Urenco-Atommüll, die Gefahren der zahlreichen Urantransporte sowie die mutmaßliche Unterstützung des Atomwaffenprogramms der USA durch Urenco und die völlig unklare Entsorgung des Gronauer Uranmülls.

Gleichzeitig unterstützen die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände angesichts des Klimawandels die Forderung nach einem beschleunigten Kohleausstieg. RWE steht hier als größter Betreiber von Kohlekraftwerken und größter CO2-Emittent Europas in der Pflicht.

RWE und EON halten jeweils ein Drittel am britisch-deutsch-niederländischen Urananreicherer Urenco, der in Gronau die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage betreibt. Das trinationale Konsortium beliefert u. a. die Brennelementefabrik in Lingen, von wo aus die Brennelemente in die belgischen Pannenreaktoren Doel 3 und Tihange 2, aber auch ukrainische Reaktoren nahe dem Kriegsgebiet in der Ostukraine und erstmals seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 auch wieder Japan beliefert werden.
Bislang ist die Urananreicherung vom Atomausstieg in Deutschland komplett ausgenommen.
Atomkraftgegner und die IPPNW kritisieren dies seit langem und fordern die sofortige Stilllegung dieser Anlagen.

„Wir wollen RWE heute nochmal persönlich verdeutlichen, dass das Zeitalter der Atomenergie in Deutschland unweigerlich zu Ende geht. Dazu gehört zwingend auch das Ende der Urananreicherung in Gronau und die Abwicklung der Firma Urenco. Zudem versetzt es uns in große Sorge, dass RWE offenbar hinter verschlossenen Türen über einen noch in diesem Jahr bevorstehenden Verkauf der Urenco an ein japanisch/US-amerikanisches Konsortium verhandelt. Nach jahrelangen Protesten auf den RWE-Jahreshauptversammlungen erwarten wir, dass sich RWE heute der Diskussion offen und kompromissbereit stellt,“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Starke Besorgnis haben Medienberichte ausgelöst, wonach Urenco Uran für Atomreaktoren in den USA anreichern soll, die sich am Atomwaffenprogramm der USA beteiligen. „122 Staaten haben letztes Jahr im Rahmen der Vereinten Nationen für ein Abkommen zum Verbot von Atomwaffen gestimmt. Darin steht, dass auch die Unterstützung der Herstellung von Atomwaffen verboten sein soll. Sollte sich bestätigen, dass durch Urenco angereichertes Uran für nicht-friedliche Zwecke verwendet wird, muss das aufhören“, fordert Johannes Mikeska von ICAN Deutschland

Die Praxis von Urenco wäre ein klarer Verstoß gegen die im Staatsvertrag von Almelo vereinbarte rein zivile Nutzung der Urananreicherung. „Die Beteiligung am Atomwaffenprogramm in den USA bedeutet das Überschreiten einer roten Linie und den Bruch des Staatsvertrags von Almelo durch Urenco. Da die USA über keine eigene Urananreicherung mehr verfügen, sind weitere derartige Bitten an Urenco mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Wir fordern von RWE als Anteilseigner bei Urenco sowie von der Bundesregierung als staatlicher Aufsicht über Urenco das sofortige Ende aller Lieferungen von angereichertem Uran, das direkt oder indirekt militärisch genutzt werden kann – eine Beteiligung am atomaren Wettrüsten ist absolut unverantwortlich,“ so Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Präsidentin Europa.
(PM vom 16.08.2018)
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Rückblick: Mahnwache vor dem FZJ und Begrüßung der Fahrradtour für Frieden und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz

(Fotos: Anne Schröder; Volontärin der Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten)
Grußwort für die Aktion am Forschungszentrum Jülich am 8. August im Rahmen der NRW-Friedensradtour 2018 (pdf)

Grußwort der BI Ahaus an die Friedensradtour 2018 in Jülich (pdf)

Für Abrüstung und gegen Atommülltransporte . . . www.aachener-nachrichten.de . . . 8.8.2018
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8 Jahre juristischer Kampf: Aktivistin gewinnt Verfassungsbeschwerden und Klagen gegen die Bundespolizei

(Text und Knast-Grafik: Par eichhörnchen le mardi 31 juillet 2018)

Eichhörnchen: „Ich kann meine Liste `Politisch Motivierte Polizei-Kriminalität´ ergänzen!“

Dezember 2010, nahe Lubmin:
Die in Lüneburg lebende Kletteraktivistin Cécile Lecomte demonstriert in einem Baum kletternd mit weiteren Robin Wood Aktivist*innen gegen den nahenden CASTOR-Transport nach Lubmin an der Bahnstrecke.

Die Bundespolizei räumt die Aktivist*innen, nach 3 Stunden ist Cécile Lecomte wieder unten. Sie wird in Gewahrsam genommen und erst nach 8 Stunden frei gelassen.
Nicht ohne in der Gefangenensammelstelle aus Protest gegen ihr Festhalten ohne richterliche Anordnung an der Wand hoch geklettert zu sein. . . . weiterlesen bei => http://blog.eichhoernchen.fr
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Castor-Alarm 2019

Es wird ernst: Der Betreiber des Forschungsreaktors in Garching hat bestätigt, dass im kommenden Jahr hochradioaktiver Atommüll von dort in das 700 Kilometer entfernte Zwischenlager Ahaus rollen soll. Auch in Jülich macht man sich offenbar transportbereit. . . .
. . . weiterlesen bei => www.ausgestrahlt.de/blog
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