Archiv für Mai 2019

Längere Lagerfrist für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll in Ahaus?

Foto: pixabay.com

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass am 4. Juni 2019 (ein Dienstag) in Legden bei Ahaus (Kreis Borken) ein Erörterungstermin beginnt, bei dem es um das Atommülllager in Ahaus geht. Konkreter Anlass des Termins ist die beantragte Verlängerung der Lagerfrist für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Die aktuelle Lagerungsgenehmigung läuft am 20. Juli 2020 aus. Beantragt ist jetzt eine Lagerungsdauer bis Ende 2057. Gegen diese verlängerte Lagerfrist wurden zahlreiche Einsprüche bei der zuständigen Bezirksregierung in Münster eingereicht. Auch der BBU hat in einer Stellungnahme die geplante längere Lagerdauer für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll abgelehnt. Die Stellungnahme findet man auf der Homepage des BBU unter:

https://bbu-online.de/Einwendungen/BBU%20Stellungnahme%20Ahaus%20Maerz%202019.pdf

Erörterungstermin findet in Legden statt, nicht in Ahaus!

Der Erörterungstermin soll am 4. Juni 2019 um 10 Uhr beginnen – im Audimax des ‚Dorf Münsterland‘-Hotels, Haidkamp 1, 48739 Legden – nicht in Ahaus! Alle Personen und Organisationen, die Anfang des Jahres einen Einspruch gegen die längere Atommüll-Lagerdauer erhoben haben, sind teilnahmeberechtigt. Man kann ganztägig teilnehmen oder bei Zeitmangel auch stundenweise. Einlass ist täglich ab 9 Uhr. Bei Bedarf wird der Erörterungstermin an den Folgetagen fortgesetzt. Zur Einlassberechtigung ist ein Personaldokument mitzubringen. Ausführliche Informationen zum Ablauf des Erörterungstermins gibt es im Internet unter:    

http://www.bezreg-muenster.de/de/service/bekanntmachungen/verfahren/strahlenschutz/zwischenlager_ahaus/index.html

Informationsblatt der Bezirksregierung zum Erörterungstermin:    

http://www.bezreg-muenster.de/de/service/bekanntmachungen/verfahren/strahlenschutz/zwischenlager_ahaus/_ablage/Infoheft_Zwischenlager_Ahaus_web.pdf

Kritik an dem Erörterungstermin

In einer Pressemitteilung vom 14. Mai 2019 hat die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ den Erörterungstermin kritisiert. In der Mitteilung heißt es: „Der Termin ist alles andere als bürgerfreundlich: Wer kann schon an einem Dienstagvormittag zu einer Erörterung kommen – die berufstätige Bevölkerung jedenfalls in der Regel nicht! Offenbar will die Bezirksregierung die Teilnehmerzahl so gering wie möglich halten“. Und Udo Buchholz vom Vorstand des BBU bemängelt, dass der Erörterungstermin nicht in Ahaus sondern in Legden durchgeführt wird:
„So werden viele der hauptbetroffenen Ahauserinnen und Ahauser nicht oder nur eingeschränkt an der Erörterung teilnehmen können.“

Vorbereitungstreffen in Ahaus

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ ruft trotz der Hemmnisse alle Einwenderinnen und Einwender, die es zeitlich ermöglichen können, zur Teilnahme an der Erörterung auf. Zur Vorbereitung auf den Termin lädt die Bürgerinitiative zu einem Treffen in Ahaus am Montag, dem 27. Mai, 20 Uhr, in der Gaststätte „Am Schulzenbusch“ ein. Um den bevorstehenden Erörterungstermin ging es auch beim Sonntagsprotest der Bürgerinitiative am 19. Mai in Ahaus, an dem sich rund 30 besorgte Personen beteiligt haben.

Wer eventuell nicht mehr genau weiß, ob er / sie einen Einspruch gegen die längere Lagerdauer unterschrieben und eingereicht hat, sollte das frühzeitig mit der Bezirksregierung Münster klären. Wer an dem Vorbereitungstreffen der Bürgerinitiative nicht teilnehmen kann, kann sich unabhängig von dem Vorbereitungstermin mit der Bürgerinitiative in Verbindung setzen. Und wer aus Zeitmangel nicht an der Erörterung teilnehmen kann, kann eine Vertretung zur Teilnahme bevollmächtigen.

Weitere Informationen zum Atommülllager in Ahaus, zu drohenden Castor-Atommülltransporten nach Ahaus und zu weiteren Aspekten des weiten Themenfeldes „Atommüll“ unter:    

(BBU-Pressemitteilung)

DIE ROTE LINIE – Widerstand im Hambacher Forst – ab 23. Mai im Kino

Kino-Termine in unserer Region:

Düren, Lumen Kino, 23.05.2019 – 29.05.2019
Do., 23.5., 19:30 Uhr, Sonderveranstaltung in Kooperation mit Bündnis 90 / Die Grünen in Anwesenheit des Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer und weiteren Gästen
www.das-lumen.de

Aachen, Apollo Kino, 23.05.2019 – 29.05.2019
So., 26.5., 18 Uhr, Sonderveranstaltung mit anschließendem Filmgespräch mit der Regisseurin und Todde Kemmerich (Ende Gelände Aachen und Soziokulturelle Projektarbeiten für Stadt, Land, Fluss, Euregio, Europäischen Sozialfonds, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) und Protagonist Dirk Jansen (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.).
www.apollo-aachen.de

Köln, Cinenova, 23.05.2019 – 29.05.2019
Sa. 14.45h, So. 14h, Di. 18h
www.cinenova.de

Köln, Odeon, 23.05.2019 – 29.05.2019
Do., So., Mo. & Di. 20 Uhr, Fr. & Sa. 17:45 Uhr
www.odeon-koeln.de

Köln, Off Broadway, 23.05.2019 – 29.05.2019
www.off-broadway.de

Köln, Weisshaus Kino, 23.05.2019 – 29.05.2019
www.weisshaus-kino.de
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Umweltministerin Schulze brüskiert Ahauser Bevölkerung

Seit ihrem Amtsantritt als Bundesumweltministerin versucht die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ Kontakt mit Frau Schulze aufzunehmen, um mit ihr über die Problematik der geplanten Atommüll-Transporte nach Ahaus zu sprechen.
Insbesondere sollte es dabei um die geplanten 152 Transporte von Brennelementen aus Jülich nach Ahaus gehen. Die Bitten um einen Gesprächstermin wurden bisher regelmäßig abgelehnt oder einfach ignoriert.

Diese Verweigerungsstrategie hat jetzt einen neuen Höhepunkt erfahren: Die Bürgerinitiative wollte die „Ahauser Erklärung“, die von 44 Organisationen unterstützt wird und die in wenigen Monaten von über 11.500 Menschen unterschrieben worden war, Frau Schulze persönlich überreichen. Die Ahauser Erklärung wendet sich gegen die geplanten Atommüll-Transporte aus Garching und Jülich nach Ahaus sowie gegen die drohende Umwandlung des Ahauser Zwischen- in ein Endloslager. Eine persönliche Übernahme dieser Unterschriften hat die Ministerin aus „Termingründen“ verweigert – obwohl sie Ort und Zeitpunkt der Übergabe selbst hätte festlegen können!

“Wenn Frau Schulze in diesen Tagen genügend Zeit hat, um z.B. in Münster auf dem Dach der Landesbausparkasse die Aufstellung von drei Bienenstöcken ministeriell zu begleiten, so müssen wir sie deutlich an ihre Aufgaben im Bereich der nuklearen Sicherheit erinnern“, so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“. „Offenbar ist Frau Schulze ihre eigene Positionsänderung peinlich: Als Ministerin des Landes NRW war sie vor 8 Jahren noch dafür eingetreten, dass der Müll aus Jülich solange dort bleibt, bis er in ein Endlager transportiert werden kann – jetzt hält ihr Ministerium den Transport nach Ahaus für die beste, weil vermeintlich am schnellsten zu realisierende Lösung. Die schnellste ist aber nicht die sicherste und langfristig beste Lösung“.

„Frau Schulze brüskiert damit nicht nur die Bürgerinitiative und die mehr als elftausend Menschen, die ihre Sorgen mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck gebracht haben, sondern auch die 44 Organisationen, die hinter der Erklärung stehen. Darunter sind neben Umweltinitiativen auch Kirchengemeinden der Stadt Ahaus und Parteien, auch mehrere Ortsverbände von Frau Schulzes eigener Partei, der SPD“, so Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative.

„Mit ihrem Verhalten trägt Frau Schulze zur wachsenden Politikverdrossenheit bei. Wir haben sie daher in einem offenen Brief erneut aufgefordert, uns einen Gesprächstermin anzubieten“, ergänzt BI-Mitglied Burkhard Helling.
(PM)

(Banner von eichhörnchen)
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Stiller Protest gegen Entwidmung der Manheimer Kirche

Bild: pixabay.com

… weiterlesen Pressemitteilung „burnOUT“

EURATOM abschaffen! Am 19. Mai 2019 nach Köln zur Europa-Demo „Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“

Mach mit und unterzeichne:

Der mehr als 60 Jahre alte Euratom-Vertrag fördert bis heute Bau und Entwicklung neuer Atomkraftwerke in der EU. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
Ich fordere die Bundesregierung auf, alle nötigen Schritte auf den Weg zu bringen, um Euratom in seiner bisherigen Form abzuschaffen oder den Euratom-Vertrag von einem Atom-Förder- zu einem Atomausstiegs-Vertrag umzuschreiben.
Die EU und Euratom dürfen Atomkraft nicht länger fördern!

Unterschreibe hier: www.ausgestrahlt.de/aktionen/euratom
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Und am 19. Mai 2019 auf nach Köln:

In Köln beginnen wir am 19. Mai um 11 Uhr mit unserem Sternmarsch von 4 Orten: Roncalliplatz, Rudolfplatz, Kalk Kapelle, Chlodwigplatz (Ubierring).
Dort laufen wir gemeinsam gegen 11:30 Uhr los, um gegen 12:30 Uhr bei der gemeinsamen Auftaktkundgebung auf der Deutzer Werft einzutreffen.
Auf der Deutzer Werft beginnen wir mit dem Vorprogramm um 12 Uhr.
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Quelle/Text und mehr Infos bei: www.ein-europa-fuer-alle.de
• Deine Stimme gegen Nationalismus!

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(Mehr Infos zu Bukahara bei Wikipedia)
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Du willst / kannst mehr tun (z.B. auf der Europa-Demo am 19. Mai) ?
Infos und Unterschriftenlisten zum ausdrucken (pdf) bitte anklicken:

oder zum bestellen (kostenlos): Info-Flyer und Unterschriftenliste
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Fünf Jahre Waldspaziergang heißt auch: Sonntag, 12. Mai, 12 Uhr, Wald statt Kohle und Aktion Rote Linie – Rettet den Hambacher Wald!

Liebe Wald- und NaturschützerInnen, PressevertreterInnen, liebe Mitmenschen, drei Tage nach dem 60. monatlichen Waldspaziergang, ab sofort mobilisieren wir für Sonntag, 12. Mai, Muttertag, Wald statt Kohle – fünf Jahre Waldspaziergänge am Hambacher Wald.

Sei die Rote Linie! Be the Red Line! Sois la Ligne Rouge!

Es ist dringender denn je…

380 große und kleine Menschen waren am vergangenen Sonntag dabei und konnten sich vor Ort ansehen, wie gegen jede Vernunft und gegen alle öffentlichen Beteuerungen täglich neue unumkehrbare Tatsachen geschaffen werden. Diesmal in Morschenich, wo immer noch etwa ein Viertel der ursprünglichen Bewohner leben. Hier hat RWE mit massivem Maschineneinsatz dutzende von Gärten verwüstet, Häuser beschädigt, der ländlichen Idylle an vielen Stellen ein Ende gemacht. Und das in einem Ort, der niemals mehr „bergbaulich in Anspruch“ genommen wird. Man will die verbliebenen Menschen vertreiben, das Leben vor Ort unerträglich machen.

Am Hambacher Wald konnten sich Wanderer und Pressevertreter am Sonntag überzeugen, welches perfide Spiel auch hier gerade gespielt wird.

Rückblende:

Kohlekommission im Januar: „der Erhalt des Hambacher Waldes ist wünschenswert“.

28. Januar 2019/WAZ: „RWE prüft nach Kohlekompromiss Erhalt des Hambacher Forsts“.

Im NRW-Landtag hat Ministerpräsident Laschet einen Rodungsstopp für den Hambacher Forst bis 2020 verkündet. Auch er wünsche einen Erhalt des Waldes. WDR, 20. Februar

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verkündete eine Zusage von RWE, bis 2020 keine Rodungsarbeiten im Hambacher Forst durchzuführen. WDR, 20. Februar

Das alles klingt gut. Aber jetzt hat RWE wohl einen Weg gefunden, den Hambacher Wald endgültig zu vernichten, ohne zu roden. Die Bagger kommen näher und näher, fressen sich unaufhörlich Richtung Waldrand. Aktuell ist die Trasse der alten A4 überschritten, das Schaufelrad eines Baggers ist nur noch knapp 150 Meter von den Bäumen entfernt. So wird das Überleben des Waldes immer schwieriger, das wenige Wasser wird dem Boden entzogen. Die Böschung rückt näher, die Gefahr von Erdrutschen wächst. Und auf Nachfrage von Journalisten erklären RWE-Gesprächspartner sinngemäß: “wir baggern bis zu den Wurzeln der Bäume…”

Das ist ein Skandal, wir fordern ein sofortiges Einschreiten von Politikern, Gerichten, Umweltverbänden. So werden die Beschlüsse der
Kommission in Berlin zur Makulatur, so wird die Öffentlichkeit belogen und betrogen.

Herr Laschet, Frau Merkel, Frau Schulze, sprechen Sie ein Machtwort, weisen Sie diesen Konzern in die Schranken, lassen Sie nicht zu, dass RWE weiter Gerichtsurteile missachtet, eine Region spaltet und fortgesetzt auf Kosten kommender Generationen unsere Lebensgrundlagen vernichtet.

Wir setzen auf Ihr sofortiges Eingreifen. Machen Sie der Zerstörung von Wald und Dörfern ein Ende.

Wir werden weiter Zeichen setzen, die Bewegung für den Kohleausstieg und gegen den Klimawandel ist nicht zu stoppen!

Bitte alles mitbringen, was rot ist. Rote Kleidung, rote Bänder, rote Tücher, Decken, Mützen, Schals, Luftballons, Stirnbänder, Halstücher, Bildbotschaften… Zwischen 13 und 15 Uhr steht und bewegt sich die Rote Linie am Waldrand, nah an den Baggern, an der alten A4 zwischen der Rodungskante und dem Tagebau, unübersehbar, eindrucksvoll, fotogen… viel Presse wird dabei sein, nutzen wir diese Chance, unser Anliegen abermals laut und deutlich klarzumachen:

Rettet den Hambacher Wald!!!

Treffpunkt 11.30 Uhr in Morschenich, weitere Infos folgen bald…

Zufall? – am Abend des 12. Mai gibt es in München die Welt-Uraufführung des Kinofilms.

DIE ROTE LINIE – Widerstand im Hambacher Forst  Ab 23. Mai bundesweit im Kino!

Das für den Moment, bald mehr,
DANKE für die Unterstützung, Michael Zobel.
Naturführer und Waldpädagoge

www.naturfuehrung.com
info@zobel-natur.de
Quelle: Michael Zobel

Atomkraft ist kein Klimaretter


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siehe auch: Atomkraft schützt das Klima nicht . . . www.ausgestrahlt.de
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