Archiv für Januar 2019

Störfall am AVR Reaktor in Jülich am 26.08.18

Bereits am 26.08.18 gab es einen Störfall beim AVR, dem Versuchsreaktor, der schwer verunfallte und stillgelegt wurde.
Aus einer Veröffentlichung des BFE (Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit):

Unterbrechung der Signalübertragung der Gefahrenmeldeanlage zur Warte

Status: Die Anlage ist stillgelegt und befindet sich im Abbau.

„Aufgrund eines gehäuften, sich wiederholenden Ansprechens einer Störmeldung, die für den aktuellen Betriebszustand als nicht relevant bewertet wurde, die aber die übrige Überwachung der Anlage erheblich gestört hatte, wurde entschieden, die Meldung temporär zu unterdrücken. Zu diesem Zweck wurde eine entsprechende Kabelverbindung getrennt.
Bei einem am nachfolgenden Tag durchgeführten betrieblichen Vorgang wurde festgestellt, dass eine zu erwartende Meldung auf der Gefahrenmeldeanlage unterblieben war. Die getrennte Verbindung wurde wieder hergestellt und die Gefahrenmeldeanlage funktionierte wieder ordnungsgemäß.
Die Ursache für die Fehlhandlung (Trennung der Kabelverbindung) war die nicht korrekte Interpretation der gehäuft auftretenden Störmeldung. Im vorliegenden Fall gab es keine Auswirkungen auf den Abbaubetrieb der Anlage.
Es handelt sich um ein Ereignis der Meldekategorie N (Normalmeldung).
Der Betreiber hat es in die Stufe 0 der internationalen Bewertungsskala INES eingestuft (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische, bzw. keine radiologische Bedeutung).“

Dieser höchst fahrlässige Umgang mit einer Störfallmeldung durch Abschaltung der Anlage verurteilen wir aufs Schärfste und haben eine Anfrage an das BFE nach Informationsfreiheitsgesetz gestellt, was das überhaupt für ein Störfall war und wie die Mitarbeiter dazu kamen die Anlage einfach stillzulegen.
Selbstverständlich veröffentlichen wir es an dieser Stelle, wenn wir Antwort erhalten haben.
(PM)
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siehe auch => Altreaktor 16 Stunden ohne Kontrolle
Jülich: Mitarbeiter trennt offenbar genervt von Meldungen Verbindung des stillgelegten Meilers zum Kontrollzentrum
. . . Aachener Nachrichten . . . 30.01.2919

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siehe auch => Kippung und Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich . . . 14.05.2015
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AntiAtom-Initiativen in NRW rufen zu Atommüll-Demo in Ahaus am 9. März 2019 auf

Am Samstag, 26.1.19 trafen sich Vertreter*innen der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen zu ihrer Landeskonferenz (Lako) in Köln, um sich über die aktuellen Entwicklungen an den Atomstandorten in NRW und an den Landesgrenzen auszutauschen und Protest-Aktionen zu organisieren.
Für das Frühjahr sind Proteste in Ahaus, Gronau und Köln geplant.

Endloses Desaster bei Atommülllagerung –
große Demo am 9. März in Ahaus

Besonders an den Standorten Jülich und Ahaus wird deutlich, wie groß das Atommüll-Desaster inzwischen ist:
In Ahaus läuft 2036 die Genehmigung für die Zwischenlager-Halle und die ersten Castorbehälter aus. Ein verantwortungsvolles und aktuellen Sicherheitsstandards entsprechendes Lagerungskonzept gibt es nicht.
Stattdessen sollen dieses Jahr aus Jülich, wo seit Jahren die Genehmigung für das Zwischenlager fehlt, 152 weitere Castoren nach Ahaus kommen.
Ebenso sind Castortransporte nach Ahaus mit atomwaffenfähigem Atommüll aus Garching bei München für den Sommer angekündigt.

Die Lako der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen ruft deswegen zur Teilnahme an einer überregionalen Demonstration am 9. März 2019 in Ahaus auf, Auftakt ist um 12:00 Uhr am Bahnhof.

Es soll für neue, möglichst sichere Zwischenlager-Konzepte und gegen weitere Castortransporte demonstriert werden.
„Die derzeitige Konzeptlosigkeit der verantwortlichen Stellen führt dazu, dass aus Zwischenlagern Endloslager werden“, so die Initiativen.

An den Demo-Vorbereitungen beteiligen sich inzwischen auch große Verbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), .ausgestrahlt, der BBU und das Umwelt-Institut München.

Tihange und Euratom im Blick –
Proteste in Brüssel und Köln

Auch über die benachbarten Risse-AKW in Tihange und Doel sowie deren Belieferung aus der Gronauer Urananreicherungsanlage und der Lingener Brennelementefabrik (Niedersachsen) wurde auf der Landeskonferenz diskutiert. Die Gefährdung der Bevölkerung durch die maroden Atommeiler wird durch Brennstoffexporte aus der Bundesrepublik noch befeuert – trotz angeblichem deutschem „Atomausstieg“.

Am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe wollen die NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen am 26. April 2019 in Köln vor der Niederlassung des „Engie-Konzern“, der die AKW Tihange und Doel betreibt, demonstrieren, zeitgleich mit belgischen Verbündeten vor dem Engie-Hauptsitz in Brüssel.

Angesichts der konkreten Gefahren wird der immer noch gültige Euratom-Vertrag von 1957, der in seiner Präambel die Förderung von Atomenergie vorsieht, von den Anti-Atomkraft-Initiativen als große Hemmschwelle für einen europaweiten Atomausstieg und eine umfassende Energiewende gesehen.
Durch den antiquierten Euratom-Vertrag müssen alle Mitgliedsstaaten Forschung für neue AKW in der EU mitfinanzieren.
Mit ihren überregional und international vernetzten Protesten will die Lako der Anti-Atomkraft-Initiativen diesen konkreten Gefahren und politischen Missständen engagierten Protest entgegensetzen: „Wir brauchen einen umfassenden Atomausstieg statt weitere Atommüllproduktion, Geldverschwendung und grenzübergreifenden Risiken“ lautet das Resümee der Landeskonferenz der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen.

Ostermarsch zur UAA Gronau am Karfreitag

Traditionell wird für den Karfreitag, 19.4.2019, wieder der Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau von Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen organisiert.
(PM)
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BI ruft Aktivist*innen im Hambacher Forst zum Bleiben auf

Antje Grothus, die in der Kohlekommission die Interessen der Tagebau-Anwohner vertritt, mahnte: Die Aktivist*innen müssten noch im Wald bleiben, „allein aus dem Grund, weil man RWE nicht vertrauen kann“.
Es gebe Ankündigungen in den sozialen Netzwerken von sogenannten RWE-Aktivisten, dass sie mit Kettensägen in den Wald gehen und ihn platt machen wollten. „Der Wald ist hart umkämpft, da muss man drauf achten, dass er geschützt wird – weiterhin“, so Grothus.


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Quelle => Wettwünschen um den Hambacher Forst . . . WDR . . . 28.01.2019
siehe auch => www.buirerfuerbuir.de
und => https://hambacherforst.org
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ARD-Report-Beitrag zum Hambacher Forst: Schlacht oder Schlichtung?

Klimaschützer und Polizei kämpfen im Hambacher Forst erbittert gegeneinander. Schon bald soll der Wald wieder von Baumhäusern geräumt werden. Eine friedliche Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht:

Der Wissenschaftler Daniel Mullis von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung analysiert globale und lokale Themen, so auch den Konflikt um den Hambacher Wald:

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siehe auch => Der neuste Brüller in der BILD-“Zeitung“:
Die „Gewalt-Uni“ der Hambach-Aktivisten
. . . 22.01.2019
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Der neuste Brüller in der BILD-“Zeitung“: Die „Gewalt-Uni“ der Hambach-Aktivisten

Es könnte sein, dass bald fallschirmspringende Hasen, Schildkröten mit Gewehren und Hunde mit Kanonen die Polizei am oder im Hambacher Forst angreifen. Möglich, dass dann auch die Ameisen mit ihren Grubenhelmen dabei sind und für Bürger*innenrechte demonstrieren, und die Fledermäuse auf ihren Schildern einmal mehr klarmachen, dass nichts zu verkaufen ist.

Zum Informieren (?) und Totlachen

Die „BILD“, nur von bösen (?) Zungen auch „BLÖD“-Zeitung genannt, speziell „BILD“-Redakteur Peter Poensgen, sind jedenfalls einer ganz heißen Sache auf der Spur:

Die „Gewalt-Uni“ der Hambach-Aktivisten

Gemeint sind die Skill-Sharing-Camps, in denen Aktivist*innen anderen Aktivist*innen auch Fähigkeiten vermitteln, die für zivilen Ungehorsam nützlich sein können. In einem dieser Camps steht also ein Mann an einem großen Plakat und soll mit seinen Zuhörer*innen „Strategien gegen die Polizei“ planen. Doch dazu taugt die „riesige Karte“ überhaupt nicht.
Es geht um das Wimmelbild „The True Cost of Coal“, das auch schon in Euskirchen auf einer Info-Veranstaltung und anschließend im „Kleinen Kunstraum am historischen Rathaus“ (auch in Euskirchen) zu sehen war. Es wurde erstellt vom Künstlerkollektiv Beehive Design Collective.

Auf dem Exemplar, das „Bild“ und Bild.de zeigen, sind der fallschirmspringende Hase, die Schildkröte mit dem Gewehr, der Hund mit der Kanone, die Ameise mit dem Grubenhelm, die Fledermaus mit dem Protestschild und viele weitere Tiere zu sehen, deren Lebensraum vom Kohlebergbau, von Baggern und Planierraupen zerstört wird.
Das ist der „Gewaltschauplatz Hambacher Forst“, den „Bild“ ausruft.
. . . jaja,
Terrorist*innen wohin mensch schaut . . .

Gut, dass BLÖD aufpasst . . . .
Und Laschet und Reul auch . . .
(chw)

„The True Cost of Coal“
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Quellen: https://hambacherforst.org
https://bildblog.de
https://archive.fo
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siehe auch => Report vom 22.01.2019: Der Wissenschaftler Daniel Mullis von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung analysiert globale und lokale Themen, so auch den Konflikt um den Hambacher Wald.
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Brennelemente-Fabrik Lingen blockiert

Am Montag (21.01.2019) fand eine weitere Aktion gegen die Lingener Brennelementefabrik statt: Die Anlage wurde am frühen Morgen von Aktivist*innen der Gruppe „ContrAtom“ blockiert.
ContrAtom ist ein Netzwerk gegen Atomenergie.
Die Blockade wurde nach etwa 5 Stunden von einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei aus Osnabrück und einem Sondereinsatzkommando (SEK) aus Hannover aufgelöst, es gab Identitätsfeststellungen, aber keine Festnahmen.
Die Aktion stand im Kontext des 40 jährigen Bestehens der Brennelementefabrik und dem Brand im nuklearen Bereich der Fabrik.
Eines bleibt im Gegensatz zu Atomkraft sicher: Solange die Brennelementefabrik weiter betrieben wird, werden Aktivist*innen immer wieder kommen und sich der Atomindustrie in den Weg stellen!
(PM)
siehe auch => Protest gegen Nuklearexporte:
Atomfabrik in Lingen blockiert
. . . www.taz.de . . . 21.01.2019

und => 200 Menschen demonstrierten für Stilllegung der Brennelemente-Fabrik Lingen . . . 19.01.2019
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200 Menschen demonstrierten für Stilllegung der Brennelemente-Fabrik Lingen

40 Jahre Brennelementefabrik: Kein Grund zum Feiern!

Am Samstag, dem 19.01.2019, haben knapp 200 Menschen anlässlich des 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der umstrittenen Brennelementefabrik von Framatome/ANF in Lingen (Emsland, Niedersachsen) demonstriert. Sie forderten die Stilllegung der Brennelementefabrik, die vom Atomausstieg ausgeklammert ist und überwiegend AKW im Ausland beliefert, unter anderem die belgischen Risse-Reaktoren oder das französische Uralt-AKW Fessenheim.

Am 6. Dezember 2018 hat sich mit einem Brand in einem nuklearen Bereich dort der wohl bisher schwerste Störfall ereignet. In den 40 Jahren gab es in der Brennelementefabrik ca. 150 Störfälle.
Im Redebeitrag des Lingeners Alexaner Vent hieß es: „Wir haben uns zum Atomausstieg bekannt, also müssen ANF und alle anderen Atomfabriken stillgelegt werden – und zwar sofort!“
Nach Ansicht der AtomkraftgegnerInnen ist der deutsche Atomausstieg inkonsequent, solange alte und pannengeplagte AKW im Ausland von Deutschland aus mit Brennstoff zu versorgen.
Ebenso wird die 40 Jahre alte Brennelemente-Fabrik immer störanfälliger und der jüngste Vorfall, ein Brand im Dezember, konnte bislang weder restlos aufgeklärt werden, noch gibt es klare Hinweise, wo das Uran aus dem zerstörten Labor verblieben ist.

Gerd Schinkel singt „40 Jahre Kopf in‘ Sand…“

Der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel, der bereits oft engagiert bei Umweltschutz- und Anti-Atomkraft-Demonstrationen aufgetreten ist, hatte eigens für die Demonstration ein Lied geschrieben: „40 Jahre Kopf in‘ Sand…“. Darin heißt es unter anderem „Die Fabrik wird alt und älter – ob sie sicher ist, wer weiß… die Betreiber es behaupten, aber haben kein’ Beweis“ in Anspielung auf die Desinformationspolitik der Betreiber ANF nach dem Brand im Dezember, wo fast täglich neue und teils widersprüchliche Informationen veröffentlicht wurde.

Veranstaltet wurde die Demonstration gemeinsam vom Elternverein Restrisiko Emsland, vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf.
Insgesamt hatten 24 Gruppen zur Demonstration aufgerufen.
(PM)

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19. Januar 2019: Anti-Atom-Demo in Lingen

• 40 Jahre sind genug:
Brennelementefabrik Lingen stilllegen!


• Nach Brand: Viele Fragen sind noch ungeklärt

Mehrere regionale Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Robin Wood und die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW rufen für Samstag, 19. Januar, unter dem Motto „40 Jahre sind genug – Brennelementefabrik Lingen stilllegen!“ zu einer Demonstration in Lingen auf.
Anlass sind der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Brennelementefab­rik direkt am 19. Januar sowie der gravierende Brand in der Brennelementefabrik Anfang Dezember.
Auftakt der Demo ist mit einer Kundgebung um 13 Uhr am Bahnhof Lingen, es folgt ein Demozug durch die Innenstadt zum Alten Rathaus auf dem Marktplatz.

„Die Brennelementefabrik Lingen hat mit 40 Jahren Laufzeit ihre Altersgrenze erreicht. Zudem gibt es bald in Deutschland durch die Abschaltung der restlichen Atomkraftwerke keinen Bedarf mehr für neue Brennelemente. Zudem ist der Export für Pannenreaktoren wie Tihange und Doel in Belgien oder Fessenheim und Cattenom in Frankreich unverantwortlich.
Wir fordern deshalb von der niedersächsischen Landesregierung sowie von der Bundesregierung die Atomanlage nach dem brisanten Brand nicht wieder in Betrieb gehen zu lassen und so den Atomausstieg auch bei der Versorgung der Atomkraftwerke einzu­leiten,“ forderte Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf.

Die Initiativen und Verbände sind zudem sehr unzufrieden mit dem bisherigen Stand der Aufklärung zum Brand in der Brennelementefabrik. Vor Weihnachten hatte es innerhalb weniger Tage mehrere unter­schiedliche Versionen zum Ablauf des Störfalls gegeben. Welche davon zutrifft, lässt sich für die Öffent­lichkeit kaum noch nachvollziehen, wenn alle paar Tage wieder eine neue Version geliefert wird.

Insbesondere ungeklärt sind die Fragen, warum sich in dem betroffenen Labor überhaupt brennbares Mate­rial befand. In einem Hochsicherheitsbereich müsste dies eigentlich verboten sein. Ebenfalls ungeklärt sind die genaue Menge des Urans in dem betroffenen Verdampfer und der genaue Verbleib des Urans. Auch wurde bislang weder von der Betreiberin Framatome noch von der niedersächsischen Atomaufsicht die Frage beantwortet, in welcher Weise eventuell fahrlässiges Handeln zu dem Brand geführt hat. Aus diesem Grund hatten Atomkraftgegner vor Weihnachten die Staatsanwaltschaft Osnabrück per Strafanzeige einge­schaltet. Die Initiativen und Verbände planen nun, sich mit einem ausführlichen Fragenkatalog direkt an die Atomaufsicht in Hannover zu wenden, um mehr Transparenz und Verlässlichkeit in die Aufklärung zu bringen.
(PM)
=> hier gibt´s den Demonstrationsaufruf als pdf
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Hambacher Forst: Baumhaus-Räumung wohl vorerst aufgeschoben

Das NRW-Bauministerium will einer Pressemitteilung zufolge die Ergebnisse einer Besichtigung im Hambacher Forst auswerten und dann entscheiden, wie es weitergeht. Auch die taz und der WDR berichteten.

Aufgeschoben ist nix aufgehoben

Eine Entwarnung ist das jedoch nur für den Moment. Vielleicht hat das Ministerium nur „kalte Füße“ bekommen und möchte das geplante Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Kohleländer nächste Woche abwarten. Zudem ist so eine Räumung ja auch eine logistische Herausforderung.
Und: Auch im Januar findet die vorerst letzte Sitzung der Kohlekommission statt. Anfang Februar sollen die Empfehlungen der Kommission vorgelegt werden.
So schreiben die Besetzer*innen in einer PM: „Und genau das ist, was uns am meisten Sorge bereitet. Da die Entscheidungsmacht bei Menschen liegt, welche lieber schnell Gründe aus dem Nichts erschaffen, um den Forst räumen zu können. . . . Genau deshalb ist es jederzeit möglich, dass hier geräumt wird.“

Fakten werden sowieso dauernd geschaffen: „Im Rahmen der Ortsbesichtigung erfolgten unmittelbar Maßnahmen zum Schutz des Forstes. . . . Die am 9.1.2019 durchgeführte Ortsbesichtigung steht im Zusammenhang mit einer Reihe von Maßnahmen, die kontinuierlich – sei es anlassbezogen oder anlassunabhängig – seit dem Beenden der Räumung am 2./3. Oktober 2018 durch verschiedene Stellen im und im Umfeld des „Hambacher Forstes“ durchgeführt wurden“, heißt es in der PM des Ministeriums.
Also: Keine „Entspannung“, es gilt wachsam zu bleiben. Die Drohung steht im Raum. Oder wie die Besetzer*innen schreiben: „Deshalb wachen wir hier jeden Morgen auf mit der Ungewissheit, ob heute der Tag ist, an dem wieder alles kaputt gemacht wird.“
(chw)

Auf dem Walspaziergang am 6.1.2019, „Oaktown“ im Hambacher Forst

siehe dazu auch => Hambacher Forst:
Soll der ganze Wahnsinn jetzt schon wieder von vorne losgehen?
. . . 7.1.2019
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Hambacher Forst: Erneute Baumhaus-Räumung steht bevor

Am 6. Januar 2019 fand der 57. Waldspaziergang im Hambacher Forst mit fast 500 Teilnehmer*innen statt. Hier ein Video aus „Oaktown“ mit einem Erfahrungsbericht eines Aktivisten (bitte Bild anklicken):

Polizeieinsatz im Hambacher Forst:
Baumhaus-Räumung steht bevor

Die Stadt Kerpen und der Kreis Düren bereiten die nächste Baumhaus-Räumung im Hambacher Forst vor. Anlass ist eine Aufforderung des CDU-geführten Bauministeriums von Nordrhein-Westfalen (NRW). „Der Kreis Düren hat einen Erlass bekommen, also eine rechtlich verbindliche Aufforderung, die Baumhäuser zu räumen, die jetzt im Hambacher Forst sind“, sagt ein Sprecher des Kreises der taz. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 8.1.2019

siehe dazu auch => Hambacher Forst:
Soll der ganze Wahnsinn jetzt schon wieder von vorne losgehen?
. . . 7.1.2019
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