Archiv für Juli 2018

Anti-Atom-Aktivisten sind verärgert über bestellte Zugmaschinen für Abtransport des Jülicher Atommülls

Mit Verärgerung reagiert das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ auf die Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa), dass die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) drei Zugmaschinen bestellt hat, um die in Jülich eingelagerten 152 Castorbehälter abzutransportieren.

Diese Castoren beinhalten die hoch verstrahlten Brennelemente des ehemaligen Jülicher AVR-Kugelhaufenreaktors.
Obwohl seit 2014 die Castorbehälter in einem genehmigungslosen Zustand in einem veralteten Zwischenlager auf dem Gelände des Jülicher Forschungszentrums (FZJ) lagern und zudem die Verantwortung für den Atommüll vom FZJ an die JEN „ausgelagert“ wurde, präsentieren die Verantwortlichen seit Jahren sich widersprechende und zum Teil abenteuerliche Lösungen für den künftigen Verbleib der AVR-Brennelemente.

Aus Sicht des Aktionsbündnisses „Stop Westcastor“ bieten weder eine Verbringung nach Ahaus noch eine Verschiffung nach South Carolina (USA) eine akzeptable Lösung für dieses, noch etliche uns folgende Generationen beschäftigendes verstrahltes Erbe.
Stattdessen appellierte „Stop Westcastor“ gemeinsam mit anderen Anti-Atom- und Umweltinitiativen sowie einflussreichen Politikerinnen und Politikern der Parteien DIE LINKE und Bündnis 90/DIE GRÜNEN immer und immer wieder für die Planung und Errichtung eines den neuesten Erkenntnissen für sichere Atommülllagerung entsprechenden Lagers auf dem Gelände des FZJ in Jülich.

„Diese Option, die das Verursacherprinzip berücksichtigen und gefährliche Straßen- oder Schienentransporte ausschließen soll, hat leider weder beim FZJ noch bei der JEN jemals eine ernsthafte Rolle gespielt“, kommentiert die Sprecherin des Aktionsbündnisses, Marita Boslar, die aktuelle Situation. „Es ist sowohl verantwortungslos, den Atommüll den Bürgerinnen und Bürgern von Ahaus vor die Füße zu kippen, als auch den verstrahlten Abfall in die USA verschiffen zu wollen.“
Abgesehen von dem immensen Aufwand, den eine solche Verbringung nach Übersee mit all seinen Risiken erfordern würde, kann nach Informationen der Umweltinitiative „Savannah River Site Watch“ aus South Carolina nicht ausgeschlossen werden, dass das Material aus Jülich dort sogar für eine militärische Wiederverwertung aufbereitet werden könnte.

Der ehemalige Sprecher von „Stop Westcastor“, Siegfried Faust, ergänzt: „Seit Gründung unserer Initiative wird in regelmäßigen Abständen seitens des FZJ und der JEN – auf den Verbleib der Westcastoren bezogen – eine Variante nach der anderen präsentiert. Auch jetzt, im Sommer 2018 wird mit zwei sich völlig voneinander unterscheidenden Möglichkeiten die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen.“
Da es für die Anti-Atom-Bewegung nicht vorstellbar erscheint, dass – zumal inzwischen ja laut dpa die Hardware für einen möglichen Straßentransport in Auftrag gegeben wurde – die Verantwortlichen bei der JEN keine aus ihrer Sicht endgültigen Konzepte für ihr Vorhaben, den Atommüll aus Jülich verschwinden zu lassen, in der Schublade haben.

Die Anti-Atom-Aktivistin Martina Haase macht sich zudem Gedanken über die Ankündigung, dass die für den Transport bestellten Fahrzeuge „gepanzert“ werden sollen: „Gepanzerte Fahrzeuge zur angeblichen Sicherung des Jülicher Castorenlagers hatten wir ja in der Vergangenheit schon, trotzdem möchte ich meine Frage von damals wiederholen: Wofür ist so eine Panzerung erforderlich beziehungsweise womit rechnen die Verantwortlichen bei ihren aus unserer Sicht verantwortungslosen Transportabsichten?“

Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ fordert die JEN auf, statt ständig „Nebelkerzen“ zu zünden, endlich die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis zu setzen, was bezogen auf die Westcastoren tatsächlich geplant ist, wie viele dieser hochgefährlichen Transporte über Straßen und Autobahnen angesichts von maximal drei Transportfahrzeugen erforderlich wären und wie aus Sicht der Verantwortlichen im Fall einer Verbringung in die USA eine militärische Wiederverwertung des nuklearen Materials ausgeschlossen werden kann.
(PM von „Aktionsbündnis Stop Westcastor“ vom 31.07.2018)
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Zugmaschinen für Jülicher Atommüll-Transport sind bestellt

Die Aachener Zeitung berichtete am 29.07.2018, dass für mögliche Atomtransporte aus Jülich zur Zeit an speziellen Hochsicherheitstransportern gearbeitet wird.
Nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) sind bereits drei Zugmaschinen bestellt, die nach der Lieferung im August direkt gepanzert werden sollen, teilte JEN-Sprecher Jörg Kriewel mit.
Es seien die stärksten Zugmaschinen, die auf deutschen Straßen zugelassen seien. Die Ausstattung der Transportauflieger für die Castoren sei zur Zeit noch in der Entwicklung.
Die Spezialtransporter wären für einen Transport in die USA oder nach Ahaus notwendig. . . . weiterlesen bei => www.aachener-zeitung.de
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8. August 2018: Mahnwache am Forschungszentrum Jülich

Ab 16:00 Uhr: Mahnwache und Begrüßung der

FriedensFahradtour 2018

am Forschungszentrum Jülich, Wilhelm-Johnen-Straße, 52428 Jülich . . . (mehr…)

AntiAtom-Landeskonferenz am 8. September 2018 in Jülich

Die letzte Lako hat vor zwei Jahren – im September 2016 – stattgefunden. Es steht viel an und es ist Zeit sich wieder zu treffen. . . . (mehr…)

Skandal um Tihange/Doel-Gutachten der deutschen Reaktorsicherheitskommission

• Mitglieder der Reaktorsicherheitskommission (RSK)
beruflich befangen
• Framatome Erlangen/Lingen arbeitet für belgische AKWs
• Atomkraftgegner*innen: RSK-Vorsitzender Wieland muss zurücktreten

Der Vorsitzende der Reaktorsicherheitskommission (RSK), Rudolf Wieland, hat bestätigt, dass mehrere leitende Angestellte ausgerechnet des Atomkonzerns EDF-Framatome in Erlangen an der heftig umstrittenen Stellungnahme zur angeblichen „Sicherheit“ der belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 im federführenden RSK-Ausschuss „Druckführende Komponenten und Werkstoffe“ (DKW) mitgewirkt haben.
Dennoch machte Wieland gestern Abend in den Aachener Nachrichten irreführende Angaben zum offensichtlichen Vorliegen einer beruflichen Befangenheit: Denn laut § 10 der RSK-Satzung sind Mitglieder, die „gegen Entgelt“ bei einem zu untersuchenden Unternehmen „beschäftigt sind“ und in der „zur Beratung anstehenden Angelegenheit einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil haben (können)“, bereits von der Beratungstätigkeit an sich auszuschließen und nicht erst von den Abstimmungen.

Eine Befangenheit liegt hier eindeutig vor:
• Framatome Erlangen modernisiert zur Zeit u. a. die Sicherheitsleittechnik von Doel 1 und 2.
• Die Framatome-Tochter ANF im niedersächsischen Lingen liefert seit Jahren die Brennelemente für Doel 1, 2 und 3 sowie für Tihange 2. Ohne die Aufträge aus Belgien stünde die Framatome-Brennelementefabrik in Lingen wahrscheinlich vor dem Aus.
• EDF ist zudem Miteigentümerin mehrerer Reaktorblöcke in Belgien, darunter auch Tihange 2 und Doel 3.

Anti-Atomkraft-Initiativen und die Ärzteorganisation IPPNW fordern deshalb nunmehr den Rücktritt von RSK-Chef Wieland, weil er diese Tatsachen der Öffentlichkeit bislang verschwiegen hat und auch jetzt nicht alle Karten auf den Tisch legt. Zudem fordern sie ein neues Gutachten von tatsächlich unabhängigen Wissenschaftlern, denn auch in der 16-köpfigen Gesamt-RSK sitzen drei aktuelle wie ehemalige Mitarbeiter von Framatome, bzw. dem früheren Eigentümer Areva.

Aktive und langjährige Areva-/Framatome-Mitarbeiter in der RSK

In besagtem RSK-Ausschuss sitzen konkret der EDF/Framatome-Standortleiter von Erlangen, Rainer Hardt, sowie die Erlangener Framatome-Mitarbeiterin Dr. Renate Kilian. Diese ist zudem Mitglied der 16-köpfigen Gesamt-RSK. Dort sitzen mit Uwe Stoll und Uwe Waas zwei weitere langjährige Mitarbeiter von Framatome bzw. der Vorgängerfirma Areva, welche die Atomstandorte Erlangen und Lingen bis zur Übernahme durch EDF Anfang 2018 betrieb.

Stoll ist heute technisch-wissenschaftlicher Geschäftsführer der ebenfalls an der RSK und dem Gutachten beteiligten Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS). Stoll und Waas haben 2012 ein Gutachten für ihren damaligen Arbeitgeber Areva zu den Folgen von Fukushima verfasst, in dem sie die Reaktorkatastrophe herunterspielen und darin primär neue Geschäftsmöglichkeiten für Areva entdecken. Eine Folge ist z. B. die 2016 erfolgte Beauftragung von Areva (jetzt Framatome) in Erlangen zur Modernisierung der Sicherheitsleittechnik für Doel 1 und 2. Stoll und Waas sind aufgrund ihrer beruflichen Biografie ebenfalls als befangen anzusehen.

Da die RSK mit einfacher Mehrheit und nicht-öffentlich entscheidet, sind auch einzelne Stimmen von großem Gewicht, zumal in dem besagten Ausschuss ohnehin fast nur Mitarbeiter von Atomkonzernen (EnBW, EON/Preussen Elektra) und den traditionell durch Aufträge eng verbundenen TÜV Nord/Süd sowie eben der GRS sitzen. Die alten Atomseilschaften innerhalb der RSK scheinen auch 7 Jahre nach Fukushima noch intakt.


„Es ist unglaublich, dass in der Reaktorsicherheitskommission leitende Mitarbeiter von Firmen wie EDF/Framatome über Reaktoren gutachten dürfen, deren Weiterbetrieb für die eigene Firma wirtschaftlich von erheblicher Bedeutung ist. Da die RSK und der Ausschuss DKW schon seit 2012 mit der Materie beschäftigt sind, gibt es hier offensichtlich ein gravierendes Aufsichtsproblem. Wir fordern deshalb den sofortigen Rücktritt des RSK-Vorsitzenden Rudolf Wieland, weil er das glasklare Befangenheitsproblem nicht angegangen ist und selbst jetzt noch leugnet. Das Bundesumweltministerium muss nun die Stellungnahme der RSK offiziell zurückweisen und die RSK unter Ausschluss von aktuellen und ehemaligen Angestellten von Framatome/EDF/Areva grundlegend neu besetzen – d. h. mit kritischen und vor allem zweifelsfrei unabhängigen WissenschaftlerInnen. Die Begutachtung der gravierenden Sicherheitsprobleme bei Tihange 2 und Doel 3 muss neu angepackt werden,“ forderte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

„Brennelementexporte von Framatome Lingen nach
Belgien sofort stoppen“

„Seit zwei Jahren haben wir u. a. mit renommierten Gutachten nachgewiesen, dass die unverantwortlichen Brennelementexporte von Lingen nach Belgien gestoppt werden können und müssen. Diese Forderung hat im aktuellen Koalitionsvertrag der Groko Einzug gehalten. Doch was macht das Bundesumweltministerium? Anstatt für einen Exportstopp zu sorgen, lässt es führende Mitarbeiter des Atomkonzerns und Brennelementeherstellers EDF-Framatome daran mitwirken, die belgischen Pannenreaktoren gesundzubeten, an denen EDF zudem selbst beteiligt ist. Dass der Einfluss von wirtschaftlichen Interessen auf die nukleare Sicherheit katastrophale Folgen haben kann, wissen wir seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Das jetzige Verhalten des Bundesumweltministeriums ist ein Skandal. Ein Kurswechsel in Sachen RSK sowie ein sofortiger Exportstopp für Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau nach Belgien sind jetzt zwingend notwendig,“ so Dr. Angelika Claußen von der Ärzteorganisation IPPNW.
(PM von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie vom 18.07.2018)

siehe auch => Umstrittene belgische Reaktoren:
Atomkonzern an Gutachten beteiligt

Die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 seien weitgehend unbedenklich – so ein Gutachten. Doch daran haben Mitarbeiter eines Atomkonzerns mitgewirkt, der von einem Weiterbetrieb der Reaktoren profitieren würde. . . . weiterlesen bei => WDR (von Jürgen Döschner)

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500.000 Unterschriften gegen marode Atomkraftwerke Tihange und Doel

Atomkraftgegner*innen aus Aachen, Belgien und den Niederlanden haben am Freitag (13.07.2018) der nuklearen belgischen Aufsichtsbehörde FANC 500.000 Unterschriften überreicht.
Sie verlangen, dass die ihrer Meinung nach maroden Atomreaktoren Tihange 2 in Lüttich und Doel 3 in Antwerpen abgeschaltet werden. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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WDR • Neuer Atommüll-Transport nach Jülich dauert zehn Jahre

• Schwach radioaktiver Abfall ist bis zu 40 Jahre alt
• Einige Fässer sollen schadhaft sein
• Transporte sollen sich zehn Jahre hinziehen

Das Land Niedersachsen wird fast 1.500 Fässer mit schwach radioaktivem Abfall nach Jülich transportieren. Dort soll das Material in neue Behälter verpackt und zum Zwischenlager Leese an der Weser zurückgeschickt werden, das hat das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag (12.07.2018) mitgeteilt. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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Endlich Klarheit: Risse machen belgische AKW Doel.3 und Tihange.2 sicher

Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung veröffentlichten am Montag auf der Titelseite die Schlagzeile: „Belgische AKW sind sicher“. Der Beitrag behandelte die Einschätzung der Gefährdung durch die Risse in den AKWs Doel.3 und Tihange.2 in einer Stellungnahme der deutschen Reaktorsicherheitskommission (RSK).

Der Leiter der RSK, Herr Wieland, behauptet laut diesem Artikel fast schon euphorisch, dass die Risse keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Atomkraftwerke hätten.

Das „Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie“ sowie die Initiativen „AntiAtomBonn“ und „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ halten diese Aussage für fachlich nicht haltbar ungenau, oberflächlich und wissenschaftlich heikel.
Aktuell gelingt der Sicherheitsnachweis dem Betreiber nur mit fragwürdigen Methoden. Nach Ansicht der Anti-Atomkraft-Initiativen und auch verschiedener früherer Expertisen kann ein solcher Druckbehälter mit Rissen nicht die gleiche Widerstandskraft wie ein unversehrter Druckbehälter aufweisen. In Extremsituationen kann dies den Unterschied zwischen Beherrschen und Bersten bedeuten. Ein Bersten würde die radioaktive Verseuchung großer Teile Mitteleuropas nach sich ziehen.

Unzulässigerweise behauptet Herr Wieland, dass in der Öffentlichkeit fast nur Personen ohne adäquate Expertise gehört werden. Er bezieht sich explizit auf die Tätigkeit von Prof. Renneberg, dem früheren Leiter der bundesdeutschen Atomaufsicht.
Prof. Rennberg ist Physiker und Jurist. Er wird in der Thematik von Materialexperten wie Dr. Ilse Tweer und Prof. Walter Bogaerts sowie dem US- Amerikanischen Chemiker Digby Macdonald begleitet, letzterer wurde schon für den Nobelpreis nominiert und ist Experte für wasserstoffinduzierte Risse in Stahl. Solchen Experten spricht Wieland a priori ihre Expertise ab.

Die Anti-Atom-Initiativen halten die im o.g. Artikel beschriebenen Zusammenhänge aus folgenden Gründen für fehlerhaft und fragwürdig:


Ungelöst bleibt weiterhin das Rätsel, wieso ein Atomkraftwerk mit Rissen der jetzt bekannten Größen überhaupt jemals die Abnahmesicherheitskontrollen in den 70er Jahren überstehen konnte.
Den Dokumenten der FANC hat das Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen entnommen, dass schon damals einige Ringe mit deutlich weniger Rissen bei der Abnahme entdeckt und als Reklamation an den Hersteller zurückgeschickt wurden. Es gab also auch damals sehr wohl die technischen Möglichkeiten zur Identifizierung solcher Risse in den Ringen. Wie also (außer man würde ‚kriminelle Energie‘ unterstellen) konnten Ringe mit so vielen und so großen Rissen jemals verbaut werden?
Somit ist auch weiterhin NICHT gesichert, dass die Risse nicht während des Betriebs entstanden und/oder gewachsen sind!

Die Aussagen von Herrn Wieland zur „Sicherheit“, deren Nachweis angeblich vorliegt, widerspricht offensichtlich dem tatsächlichen Inhalt des Gutachtens der RSK. Schon bei einem ersten Überfliegen der Bewertung des Gutachtens (den die Atomkraftgegner*innen erst am Montagnachmittag erhalten haben) haben sie folgendes Eingeständnis der RSK entdeckt: „… Es verbleibt jedoch die Frage bezüglich einer ausreichenden experimentellen Absicherung der Berechnungsmethoden…“ [1]
Die RSK gibt also zu, dass es KEINEN Beweis für die Sicherheit der Rissreaktoren gibt!

„Somit bleiben wir bei unserer Schlussfolgerung: Tihange ist ein unsicheres Risse-AKW und muss sofort abgeschaltet werden!“, betont Walter Schumacher vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Anmerkung [1]: Hierzu muss man wissen, dass Berechnungsverfahren zu sicherheitsrelevanten Größen mittels experimenteller Verfahren wissenschaftlich abgesichert werden müssen. Dies ist bisher nicht erfolgt.
(PM vom 10.07.2018)
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WDR • Die Zukunft des Atommülls in Jülich bleibt ungewiss

Seit 2013 ist die Genehmigung für die Aufbewahrung von 150.000 radioaktiven Kugeln im ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich abgelaufen. Doch noch immer lagert der atomare Abfall dort.

Drei Lösungsmöglichkeiten stehen derzeit im Raum:

Der Neubau eines Zwischenlagers in Jülich. Experten gehen davon aus, dass dies neuneinhalb Jahre dauern würde.
Ein Transport in die USA. Über den Seeweg könnten die Atomkugeln dort hingebracht werden, wo sie herkommen. Doch dafür wäre auch ein Atomtransport bis zu einem Seehafen nötig.
Aufbewahrung im Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus. Die Kugeln müssten dafür quer durch NRW transportiert werden.
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Info der Red.: Am 27.6.18 wurde bei BAFA der Antrag auf Exportgenehmigung der Jülicher Castoren gestellt, wie Minister Pinkwart im Landtag mitteilte.
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siehe auch => Unsere Forderungen in der „Westcastor-Resolution“ von 2016
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Tausende demonstrierten in Düsseldorf gegen neues NRW-Polizeigesetz

Bunt und jung

Tausende Demonstrant*innen (nach VA-Angaben rund 20.000) haben sich am Samstag (07.07.2018) in Düsseldorf unter dem Motto „Nein zum neuen Polizeigesetz in NRW“ versammelt.
Aufgerufen und mobilisiert zu den Protesten hat ein ziemlich ungewöhnliches Bündnis – darunter Gewerkschafter, Grüne, Linkspartei, Piraten, christliche Gruppen, Anarchisten, Amnesty International sowie Fußballfans aus ganz NRW.

Das Publikum war Beobachtern zufolge überraschend jung und sehr gemischt. Fußball-Ultras und Antifaschisten mischten sich mit Alt-Kommunisten und Friedensgruppierungen. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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Bitte Petiton unterzeichnen / unterstützen:
Grundrechte schützen – Neues Polizeigesetz in NRW verhindern!
https://weact.campact.de/petitions/grundrechte-schutzen-neues-polizeiaufgabengesetz-in-nrw-verhindern

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Schrottreaktoren Tihange und Doel: Weitere Mängel an belgischen Atomkraftwerken festgestellt

Beim Atomkraftwerk Tihange-3 unweit von Aachen sind neue Unregelmäßigkeiten entdeckt worden: Bei der Reparatur maroder Betonteile sei aufgefallen, dass Stahlverstärkungen an einer Schutzdecke nicht den Bauplänen entsprechen, teilte der Betreiber Engie Electrabel mit. Das Problem besteht demnach wohl schon seit Bau des Reaktors. . . . weiterlesen bei => www.spiegel.de
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