Archiv für April 2016

Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart

Erklärung von Standortinitiativen, Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden zur Begründung, warum sie der von der Atommüll-Kommission veranstalteten „Konsultation Endlagerbericht im Entwurf“ am 29. und 30. April fernbleiben.

Diese Kommission ist nicht unsere Kommission und dieser Bericht ist nicht unser Bericht.

Weder die Arbeit der Kommission noch ihre Ergebnisse konnten Vertrauen schaffen – im Gegenteil: Dies ist kein Neustart beim Umgang mit dem Atommüll, sondern die Fortführung eines falschen und gescheiterten Verfahrens:

• Die Kommission ist dem im Standortauswahlgesetz formulierten Anspruch, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten, mitnichten gerecht geworden.

• Die Kommission hat nicht einmal ernsthaft versucht, alternative Lageroptionen zu prüfen. Sie hat stattdessen nahtlos den auf tiefengeologische Lagerung fixierten Weg fortgesetzt, der in der Vergangenheit zu den Havarien in der Asse und Morsleben führte.

• Die willkürliche politische Entscheidung für den geologisch ungeeigneten Standort Gorleben wurde nicht revidiert, sondern durch politisch motivierte KriterienBenennung erneut begünstigt.

• Eine breite gesellschaftliche Debatte zum am wenigsten risikoreichen Umgang mit dem Atommüll hat es nie gegeben: weder vor der Verabschiedung des Gesetzes, noch während der Arbeit der Kommission.

• Die Öffentlichkeit wurde in der Kommission weder frühzeitig noch angemessen beteiligt. Die „Beteiligung“ reduzierte sich auf informatorische Anhörung ohne jede Ergebniswirksamkeit.

Umweltgruppen und Initiativen werden nicht an einem Prozess teilnehmen, der lediglich bereits erkannte Fehler der Vergangenheit wiederholt. Als Feigenblatt für diesen Irrweg stehen wir auch weiterhin nicht zur Verfügung: Deshalb kommen wir nicht zur öffentlichen Vorstellung des Berichtes der Kommission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe am 29./30. April.

Die Abgeordneten des Bundestages dürfen sich und die Gesellschaft mit diesem Kommissions-Vorschlag nicht in eine erneute Sackgasse führen lassen. Wir fordern die Politik abermals auf, einen ernsthaften Neuanfang in der Atommüllfrage anzugehen, der einen verantwortungsvollen Umgang mit der radioaktiven Hinterlassenschaft des Atomzeitalters eröffnet.

=> weiterlesen => 70 Initiativen und Verbände haben diese Erklärung unterzeichnet
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siehe auch => 70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände beteiligen sich nicht an Konsultation der Atommüll-Kommission am Wochenende . . . PM vom 28.4.2016 von .ausgestrahlt
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(mehr…)

30 Jahre Tschernobyl – Atom-Katastrophe

„Die Atomenergie ist außer Kontrolle geraten“

Am 26. April 1986 begann die Nuklearkatastrophe in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat:

Tschernobyl – 30-min.-Doku

Strahlung kennt keine Grenzen:

Die Atomkatastrophe von Tschernobyl

In Block 4 des ukrainischen AKW Tschernobyl, nahe der Landesgrenze zu Weißrussland, startet die Bedienmannschaft um 1:23:04 Uhr in der Nacht einen Test.
Dabei gerät der Meiler außer Kontrolle: Die Leistung erhöht sich immer weiter, die Notabschaltung versagt, die Kettenreaktion nimmt rasend schnell zu, wegen der enormen Hitze bildet sich Knallgas.
Um 1:23:48, nach ganzen 44 Sekunden, explodiert der Reaktor, sein hochradioaktiver Kern beginnt zu brennen und zu schmelzen, die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Der Super-GAU von Tschernobyl ist der bis dahin größte Atomunfall der Geschichte. . . . => weiterlesen bei .ausgestrahlt
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siehe auch => Tschernobyl: Darum strahlt die Atomruine noch sehr, sehr lange . . . 23.4.2016 . . . www.spiegel.de
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sowie => Tschernobyl: Der Super-GAU im Protokoll . . . 25.4.2016 . . . www.spiegel.de
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und => Tschernobyl und Fukushima
Fragen und Antworten zu den beiden bisher größten Atomkatastrophen
(pdf)
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Positionspapier zum Umgang mit abgeschalteten AKW

Atom-Gefahren enden nicht . . .

Mit dem Positionspapier „Abschaltung, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken“ fordern Umweltverbände, Initiativen und Anti-Atom-Gruppen höchste Sicherheitsanforderungen und umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stilllegungen sowie die mittelfristige Lagerung sämtlicher radioaktiver Altlasten vor Ort.
=> hier geht´s zum Positionspapier (pdf)
(Text: .ausgestrahlt)
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1.000 Menschen forderten in Liege: STOP Doel, STOP Tihange!

Rund 1.000 Menschen kamen am 17.4.2016 in Liege (Lüttich/B) zu einer AntiAtom-Demo zusammen und forderten:

Stop Doel!
Stop Tihange!

Anlass war der 30. Jahrestag der Tschernobyl-Atom-Katastrophe.

Die Teilnehmer*innen kamen überwiegend aus Belgien, aber auch aus den Niederlanden und Deutschland waren Menschen angereist um ihrem Ärger über die maroden Atom-Meiler Luft zu machen.

Tihange liegt nur ca. 25 km südwestlich von Lüttich, etwa 90 km von Euskirchen entfernt.

Ein Unfall in den Altmeilern oder im „Risse-Reaktor“ würde auch den Kreis Düren treffen, evtl. unbewohnbar machen, auf jeden Fall die Eifel zu einer atomar verseuchten Zone machen..

Bereits im März kamen in Antwerpen (etwa 7 km von Doel entfernt) ca. 1.500 Menschen zu einer AntiAtom-Demo zusammen.

Auch in Belgien wächst der Widerstand!

Denn viele Menschen und Initiativen sind empört und besorgt, fordern und sagen:
„Wir wollen kein neues Tschernobyl! Wir wollen nicht, dass unsere Regionen unbewohnbar werden, wir wollen hier leben!
Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!“

„Nucleaire ? Non Merci“ -

„Atoomenergie ? Nee Bedankt“ – „Atomkraft ? Nein Danke“

(chw)
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siehe auch => Demo gegen Tihange . . . WDR Lokalzeit Aachen . . . 18.04.2016 . . . (verfügbar bis 25.04.2016)
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=> hier gehts zur Petition => Stop Tihange! Stop Doel!
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siehe auch => Fukushima – Gedenken und Protest in Antwerpen . . . 13. März 2016 . . . AAE
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mehr zu Tihange => antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/tihange
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Auf nach Lüttich am 17. April 2016 zur Demo:

Stop Doel!
Stop Tihange!

am Sonntag, 17. April 2016
in Lüttich (Liege),
14 Uhr, Bahnhof Liège-Guillemins,
Place des Guillemins
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Mit dem Bus ab Kerpen und Düren zur Demo!

=> Die Grünen organisieren wieder Busse zur Demo, auch ab Kerpen und Düren! => hier gehts zur Anmeldung
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Das 3-min.-Video zeigt: Auch Jülich wäre betroffen.
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=> hier gehts zur Petition => Stop Tihange! Stop Doel!
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen auf unserer „neuen“ web-site

westcastor.blogsport.de

Danke auch an Siegfried Faust für Header und Stop-Westcastor-Würfel.

Chris Weise, AntiAtom-Euskirchen
Marita Boslar, Sprecherin Aktionsbündnis STOP Westcastor
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Mehr zu Jülich auch bei => antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/juelich
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US-Umweltaktivist will Planungen für Atommülltourismus ein Ende setzen

Jülich/Aiken. März 2016
Tom Clements, US-Umweltaktivist und Direktor der Nichtregierungsorganisation „Savannah River Site Watch“, wendet sich mit einem Schreiben an die Gesellschafter der Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH (HKG ):
Stadtwerke Aachen, Stadtwerke Bielefeld GmbH, RWE Power AG, E.ON Kernkraft GmbH, WSW Wuppertaler Stadtwerke, Remondis SE und Co. KG und Mark E AG für die Stadtwerke Lüdenscheid.

Als Gesellschafter sind sie Mitbesitzer und Verantwortliche des Atommülls des 1988 stillgelegten und hochdefizitären Reaktors THTR-300 (Thorium Hochtemperatur Reaktor) in Hamm-Uentrop. Sie entscheiden, was mit dem Atommüll geschieht, der derzeit in 305 Castorbehältern im Transportbehälterlager (TBL) in Ahaus lagert.

Widerspruch der Bundesregierung:

Ende Januar 2016 wurde in den USA eine vorläufige Umweltverträglichkeitsprüfung zur Übernahme und Wiederaufbereitung der 305 Castoren mit Atomkugeln aus dem THTR-300 durch die militärische Savannah River Site (SRS) veröffentlicht.
Tom Clements: „Die deutsche Bundesregierung sagt, sie habe mit diesen Plänen für den THTR nichts zu tun, die USA machten das rein vorsorglich. Die deutsche Seite verfolge nur den Export des Atommülls des kleineren Jülicher AVR-Reaktors als eine von drei Optionen. Wir fürchten, dass eine eventuelle Wiederaufbereitung / Lagerung der THTR-Atomkugeln die ohnehin schwierige Sanierung des Atomwaffenzentrums SRS weiter erschwert und verzögert.“
In seinem Schreiben bittet er die Gesellschafter, sich an das Department of Energy (DOE) zu wenden, um diese beunruhigenden Planungen für einen gefährlichen „Atommülltourismus“ ein Ende zu setzen

Savannah River Site: das größte Umweltproblem des US-Bundesstaats South Carolina!

Die Atomfabrik „H-Canyon“ im militärisch-atomaren Komplex Savannah River Site in South Carolina ist das größte Umweltproblem des Bundesstaats. Dort lagert auf dem Gelände bereits Plutonium aus Japan, Schweiz, Kanada, Belgien, Schweden und Italien. 180 Millionen Liter flüssige, hochradioaktive Abfälle aus der Atomwaffenproduktion und der Wiederaufbereitung von Brennelementen kommen noch hinzu. Auch steht die Anlage „H-Canyon“ nicht unter der Kontrolle der amerikanischen Atomaufsicht und der Internationalen Atomenergie-Organisation.
„Savannah River Site hat schon jetzt genug Probleme mit dem Atommüll, da benötigen sie nicht noch den Atommüll aus Deutschland!“, betont Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.
(PM von Aktionsbündnis „Stop Westcastor“)
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